25.07.10

Wanderung Krispl -> Schlenken -> Schmittenstein

Die wanderwillige Gruppe (Max, Ursula, Jakob, Hans, Elisabeth, Tobias) traf sich zeitig (naja, hatten wir zumindestens vor) zum Abmarsch beim Gasthof Zillreith in Krispl mit dem Ziel zuerst auf den Schlenken und dann über den Kamm weiter auf den Schmittenstein zu gehen. Bei wunderschönem Wetter genossen wir den schattigen Aufstieg über den Nordgrat Richtung Schlenken

Schlenken Gipfelkreuz
Die Wandergruppe vor dem Schlenken Gipfelkreuz

 

Blick Schlenken
Den Blick rückwärts gerichtet

Nachdem endlich kein Schnee mehr lag wurde auch der schon lange anvisierte Cache (ohne GPS-Gerät, das hatte Jakob verliehen - darum leider auch nur dieser eine Cache) gehoben - wir waren bei unserem letzten Versuch ja noch am fehlenden Werkzeug (Pickel und Schaufel) gescheitert.

Auf dem Weg Richtung Schmittenstein - nur für trittfeste Wanderer geeignet - wanderten wir durch viele Latschen inmitten eines wunderschönen Panoramas über den Verbindungskamm um dann den Schmittenstein kurz zu Umrunden um über den Nordosten aufsteigen zu können.

Richtung Schmittenstein
Verbindungskamm Richtung Schmittenstein

 

Schmittenstein Gipfelkreuz
Auf dem Gipfel des Schmittenstein

Nach einer ausführlichen Rast mit Mittagspause ging es auf einem sehr rutschigen Weg querfeldein, man hört vor allem die Männer abwechselnd ausrutschen und ein Stückchen Weg mit dem Hintern als Fortbewegungsmittel abkürzen, in Richtung Schlenkenalmen, wo wir uns noch mit einem Radler stärkten bevor es zurück ins Tal ging.

Netto-Gehzeit: 4-5 Stunden; mit etwas längeren Pausen wunderbar als Tagesausflug zu nutzen

Link Tourbeschreibung

26.05.10

Wanderung Hochbrunn -> Schlenken

Den ersten durchgehende sonnigen Tag im Mai wollen wir natürlich sofort nutzen und so brechen wir am Pfingstmontag nach dem Mittagessen zu einer gemütlichen Tour Richtung Hallein auf. Unser Ziel: der Schlenken.
Die Anfahrt zum Parkplatz bei Hochbrunn ist vom Panorama her schon sehr reizend, wir kommen uns sofort wie im Gebirge vor und das nach nicht mal 30min Fahrzeit. Mit im Gepäck haben wir das GPS-Gerät von Jakob mit dem Plan ein paar Caches (es gibt vier im Umfeld des Schlenken) zu heben. Einen davon streichen wir schon vor dem Aufbruch, da wir nach der langen Regenzeit lechzend nach Sonnenschein den sonnigeren Weg wählen.
So gehts es stetig aufwärts, nach kurzer Zeit verlassen wir den Schotterweg und gehen den interessanteren Weg durch den Wald.

Je näher wir Richtung Gipfel kommen, umso mehr merkt man die "Skitouren-Kondition" von Elisabeth - Tobias schafft es nur dank eisernem Willen und viel Ehrgeiz das Tempo bis zum Gipfel mitzuhalten.

Schlenken Gipfel
Auf dem Gipfel des Schlenken; Blick Richtung Süden

Am Gipfel kommt jetzt endlich das GPS-Gerät zum Einsatz und wir nähern uns Meter für Meter dem Ziel. Dort angekommen stehen wir auf einem großen, dichten Schneefeld - eine Schaufel haben wir zum Cache heben natürlich nicht mit. Einige Fußabdrücke auf dem Schneefeld deuten darauf, dass wir nicht die ersten Cacher sind die daran scheitern ...

Schlenken
Laut GPS-Ortung müsste unter dem Schnee der Cache versteckt sein

Nach einer intensiven Rast inklusive Jause und einem kleinen Schläfchen in der Sonne beginnen wir mit den Abstieg, den Abstecher zum Schmittenstein streichen wir aufgrund von Konditionsmängeln des männlichen Teils unseres Ehepaars - damit fallen wieder zwei Caches flach, aber das können wir ja noch mal nachholen und uns dann wirklich aufs Geocaching konzentrieren.

Nach insgesamt 4h15min kommen wir wieder am Parkplatz an: Unser Geocaching war erfolglos, dafür haben wir eine wunderschöne Wanderung unternommen und viel Sonne tanken können.
Fazit: Diese Tour ist wunderbar für alle Altersklassen inklusive Familien geeignet und das Panorama ist wirklich wunderbar.

Links:
Alpintouren: Über die Niglkaralm auf den Schlenken
http://www.schlenken.at/

13.11.09

Tag 29 - 31: Koh Phi Phi

Nach der wunderschonen Zeit auf Koh Jum beschliessen wir Versaeumtes vom ersten Urlaub in Thailand nachzuholen - wir fahren nach Koh Phi Phi: Kleinod, anscheinend trotz des starken Tourismus auf jeden Fall einen Besuch wert.


Abreise von Koh Jum

Also lassen wir uns per Longtail Boat von unserer Unterkunft dorthin bringen. Als wir ankommen passiert das relativ unbemerkt, weil wir ja privat unterwegs sind und nicht per Faehre von Ko Lanta oder Phuket kommen. Doch bald erspaehen uns die ersten Schlepper und ab dann gut es natuerlich los: "Taxi-Boat" (es gibt keine Strassen auf der Insel, also faehrt man alles per Longtail-Boat an), "Maya-Bay, cheap" (dort wo The Beach gedreht wurde), usw.
Wir tauchen wie immer durch den ersten Schwung durch um uns dann in Ruhe umzusehen und halten aufgrund des Tourismus hier mal den Atem an: Die Infrastruktur ist unglaublich (es gibt schmale Gassen, da sieht es mehr nach Lignano aus, so zugebaut ist alles), ueberall sitzen Touristen die Pizza, Pasta und Sandwiches essen und auch die Nackerten im Ort sind wir nicht gewohnt. Im Schockzustand kommen wir vom urspruenglichen Plan eine Budgetunterkunft zu buchen ab und beschliessen auf einen exklusiveren Strand zu fahren. Also steuern wir eine, fuer uns serioes wirkende, Touristeninformationen (so heissen hier die Tourplaner und Hotelvermittler) an und lassen uns einige Unterkuenfte zeigen. Ein Ressort, das wir schon im Internet als Favorit auserkoren hatten, kostet interessanterweise genau soviel wie ueber deren Homepage, also schlagen wir gleich zu. Wir bezahlen die zwei Naechte im Voraus, buchen ein Boot dorthin und bekommen fuer beides eine Bestaetigung. Dann lassen wir noch unser Gepaeck dort (weil wir bis zur Abfahrt des Bootes noch ein paar Stunden Zeit haben) und schlendern hier im Hauptort noch herum.

Koh Phi Phi ist am Hauptort so schmal, das man in ein paar Minuten zur naechsten Bucht auf die andere Seite der Insel gehen kann. Durch diese Schmalheit ist hier der Tsunami komplett ueber die Insel drueber gefegt was zur Folge hatte, dass nicht nur keine Gebaeude mehr standen, sondern auch der groesste Teil der Palmen ausgerissen wurde und hunderte Menschen dabei ums Leben kamen.
Als wir auf die andere Seite der Insel kommen erwartet uns ein unglaublicher Blick, die Bucht ist wunderschoen und das Meer tuerkisblau, der feine Sand umschmeichelt unsere Fuesse. Wir sitzen uns in ein Lokal mit Meerblick und erholen uns mit einem Cola light und Kniffeln von den "Strapazen". Nach gewisser Zeit werden wir skeptisch und wundern uns ob wir mit der Touristeninformation nicht in eine Touristenfalle geraten sind. Wir haben viel bezahlt, unser Gepaeck ist dort und alles was wir haben ist ein Zettel ... Die Erfahrungen von Vietnam kommen in uns hoch...


Die Buchten auf Koh Phi Phi sind unglaublich schoen

Also gehen wir Richtung Hafen zurueck um nach dem rechten zu sehen. In Vietnam wuerde es das Geschaeft (= ein Strassenstand) wahrscheinlich nicht mehr geben und es wuerde jemand dort sein der sicher kein Wort Englisch versteht. Doch hier ist alles bestens, die Leute begruessen uns freundlich und weisen uns auf die Abfahrtsstelle unseres Bootes hin. Durchatmen! Wir haben Vietnam anscheinend noch nicht ganz verdauen koennen ...
Wir beschliessen uns was zu Essen zu suchen, ist hier gar nicht so einfach wenn man keinen Touristenfrass haben will, sondern auf thailaendisches Essen scharf ist! Wir finden ein Lokal in einer Seitenstrasse, das sehr nett wirkt. Leider ist das Essen nicht wirklich gut und dann stuermen noch ein paar Koreaner das Lokal und fuehren sich wie die Wilden auf. Naja, so hat wohl jeder Kontinent seine schwarzen Schafe die nur Laerm schlagen und aufdringlich sind ...
Als wir dann puenktlich zur Abfahrt der Faehre an die Anlegestelle kommen laeuft alles wie am Schnuerchen, wir werden verfrachtet und unsere Rucksaecke bekommen sogar schon ein Baendchen mit der Zimmernummer. Dort angekommen sind wir erstmal froh ueber die Klimaanlage, hier ist es wirklich brutal heiss. Unser Hotel liegt in einer schoenen Anlage an einem sehr netten, ruhigen Strand. Allerdings stellen wir fest, dass wir nicht unter Gleichgesinnten sind, hier gibt es vor allem Pauschaltouristen ... Nachdem es aber sehr spaet ist und regnet gehen wir ins Restaurant im Hotel. Dort hauen uns die Preis fast um, fuer Thailand sind die Speisen wirklich teuer. Nachdem wir wiedermal mit unserem Wunsch nach spicy Freude ausloesen beobachten wir beim Warten auf unser Essen das Geschehen. Im Lokal baut ein Alleinunterhalter (!!), geschmueckt durch einen waschechten Vokuhila, seine Instrumente auf und legt los. Die Performance ist so unglaublich schlecht, vor allem seine Gesangskuenste sind wirklich erheiternd. Wir grinsen und lassen uns das leckere Essen schmecken, als er allerdings mit "Wonderful tonight" loslegt brechen saemtliche Daemme und wir bruellen los und lachen Traenen. Die anderen Gaeste sind von der Musik anscheinend angetan, eine Gruppe Koreaner (schon wieder), die oben ohne im Lokal sitzen (unglaublich aber wahr) klatschen und singen voller Begeisterung. So sind wir froh, als wir mit dem Essen fertig sind und in unser ruhiges Zimmer zurueck kehren koennen.

Am naechsten Tag chartern wir uns ein eigenes Longtailboat mit Fahrer um meinen Geburtstag mit Schnorcheln zu verbringen. Unser netter Bootfahrer bringt uns zuerst zum Bamboo Island - einer Insel, die als Naturschutzgebiet definiert ist. Bei der Anfahrt sind wir schon fasziniert welchen wunderschoenen Anblick die Insel bietet, doch als wir dort ankommen sind wir beide uns einig noch nie einen so schoenen Strand und so glitzerndes Meer erlebt zu haben. Zu unserem Glueck sind wir so frueh dran, dass die Insel noch fast nicht von Touristen bevoelkert ist und so schlendern wir gemuetlich herum und lassen unsere Fuesse den goldenen, feinen Sand spueren. Dann fahren wir noch ein bisschen weiter raus um im tuerkisen Wasser zu schnorcheln.


Fahrt zum Bamboo Island


Ein Bild kann alles aussagen

Fuer ein noch intensiveres Schnorchelerlebnis fahren wir dann weiter zum Moskito Island, wo wir ankern. Die Leute bei uns im Hotel waren so nett und haben uns altes Brot mitgegeben mit dem wir jetzt ganze Fischschwaerme anlocken koennen. Es ist unglaublich wie viele Fische sich auf das Brot stuerzen und so schwimmen wir bald inmitten von lauter Fischen, sie fressen uns sogar aus der Hand. Man kann keine Bewegungen mehr machen ohne Fische zu beruehren und wir kommen uns vor wie in einer Universum-Doku. Auch das Korallenriff dort ist interessant zum Schnorcheln und so verbringen wir viel Zeit im Wasser. Nachdem wir aber von den Fischen mit dem Brot verwechselt werden und sie staendig uns anknappern "fliehen" wir ins Boot zurueck. Nachdem wir noch Zeit uebrig haben kehren wir zur ersten Insel zurueck um dort noch ein bisschen die Zeit zu geniessen und die Schoenheit der Insel zu bewundern. Jetzt sind viel mehr Leute da und unser Guide trifft einen Freund, wodurch er uns anbietet "for free" noch laenger bleiben zu koennen. Gerne nehmen wir das Angebot an und legen uns stundenlange in den weichen Sand und schwimmen im glitzernden Meer. Einige Stunden spaeter wird unser Fahrer dann vom Chef zurueckbeordet und so fahren wir nach Koh Phi Phi zurueck.


Es wurrlt nur so von Fischen

Am Abend gehen wir in ein feines Fischlokal essen und bestellen natuerlich auch das Tagegericht: Stingray. Dieser Fisch und auch die anderen Gerichte sind sehr koestlich und wir lassen diesen Tag gemuetlich ausklingen. Erst ein paar Tage spaeter kapieren wir mit Hilfe eines Woerterbuches was wir hier wirklich gegessen haben ... gut, dass wir es vorher nicht wussten, der Geschmack war allerdings 1A.

Am Vorabend haben wir mit unserem Bootfahrer ausgemacht mit ihm am naechsten Tag zur Maya Beach (dort wo The Beach gedreht wurde) zu fahren. Wir machen das persoenlich mit ihm aus, dadurch kann er das ganze Geld kassieren und wir bekommen die Fahrt billiger. Nach harten Verhandlungen schlagen wir uns noch gratis Schnorchausruestung raus. Nachdem er uns den Tipp gibt schon so frueh wie moeglich zur Bucht zu fahren um die Tagesausflueger, die ab 10:00 Uhr in Massen eintreffen, zu vermeiden brechen wir beim Sonnenaufgang um halb sieben auf. Nachdem er seinen Kollegen lautstark erklaert wir fahren nach Rayleigh spielen wir sein Spiel natuerlich mit damit er das Geld einstreifen kann und schon brechen wir in die falsche Richtung auf um dann am Ende der Insel auf der anderen Seite wieder zurueck zu fahren.


Morgenstund - wir geniessen die Ruhe

Auf der Fahrt zeigt er uns ein paar Stellen wo der Tsunami riesige Steinmassen aus den Kalksteinfelsen geschlagen hat, unglaublich mit welcher Wucht die Welle aufgeschlagen hat ...
Kurz darauf kommen wir in die Maya Bay die noch fast menschenleer ist. Wir beobachten wie die Sonne langsam ueber die Felsklippen klettert und damit die Bucht in gleisendes Licht einhuellt und das Meer tuerkis einfaerbt. Diese Bucht ist wirklich etwas besonderes und wir muessen dann natuerlich erforschen wir der Film genau gemacht wurde damit die Bucht geschlossen wirkt. Und tatsaechlich, ab einer gewissen Perspektive sieht die Bucht wie im Film aus.


Die beruehmte - the one and only - MAYA BAY

Auch die Insel selbst ist sehr interessant, man kann ueber einen schmalen Pfad durch den Dschungel schnell auf die andere Seite gelangen, wo man zu einem Felsen kommt, der eine Aushoehlung hat wo im Moment die Flut hereinstroemt. Wir vermuten, dass hier die Szenen mit der Hoehle gedreht wurden, koennen allerdings nichts mehr auf Photo festhalten nachdem uns der Akku ausgegangen war ... :/
Schnorcheln ist danach auch noch angesagt und wir sehen sehr grosse Fische, allerdings haben wir nicht mehr so grosse Ausdauer wie am Vortag (und muessen unsere Haut vor zuviel Sonne schuetzen) und so lassen wir uns zum Hauptort bringen von wo aus wir planen mit der Faehre ueber Phuket nach Bangkok zu gelangen.

Unser Koh Phi Phi Besuch, der sich ja beim ersten Urlaub nicht mehr ausgegangen war hat sich wirklich ausgezahlt, wenn man dem Massentourismus aus dem Weg geht kann man die Schoenheit der Insel noch mehr geniessen!

11.11.09

Tag 22 - 28: Koh Jum

Nach einer ruhigen Nacht untermalt mit dem Rauschen des Meeres gehen wir zum Fruehstueck in unser zukuenftiges Ressort (wir werden dazu vom Besitzer eingeladen). Da einer der Inhaber ein Franzose ist gibt es ein riesiges europaeisches Fruehstueck: frisch gepressten Orangensaft, grosse Kanne Tee oder Kaffee, Croissants (aus Frankreich importiert), Brot mit delikater Marmelade, Omelette, Fruechte - wir schlemmen wie die Wilden und haben dafuer dann keinen Hunger fuers Mittagessen mehr.
Um 11:00 Uhr koennen wir unsere Luxushuette beziehen. Von aussen sieht die Huette, im thailaendischen Stil auf Stelzen gebaut und aus Naturmaterialien gefertigt, sehr praechtig aus, als wir das Innere betreten stockt uns der Atem. Es empfaengt uns ein Meer aus Blumen, welches die 50 Quadratmeter Huette zu unserem Empfang schmueckt. Die Huette ist geschmackvoll und grosszuegig eingerichtet - hier werden wir es locker eine Woche aushalten koennen ;)


Unsere Huette


Blick von der Veranda

Die ganze Anlage hier ist paradiesisch, die Huetten in grossem Abstand zwischen Palmen und Baeumen verteilt, der Swimmingpool inmitten bluehender Blumen und beim Blick ins Restaurant sieht man das Meer glitzern. Abgerundet wird der Luxus mit so netten Details wie Bambushaengematten mit Blick aufs Meer, gemuetlichen Strandliegen und einem weitlaeufigen Aufenthaltsbereich mit Brettspielen, Buechern, Couch, TV, Internet inklusive einer Bar mit gemuetlichen Sesseln und einer Kuschelecke.



Der Blick vom Pool Richtung unserer Huette


Relaxen pur

Ein weiteres grosses Plus fuer das Ressort - es ist das Einzige mit Warmwasser auf der Insel. Interessant fuer uns zu beobachten ist allerdings, dass hier mit der Hand gewaschen werden muss. Wir erfahren, dass es erst seit einigen Monaten Strom vom Festland hier auf der Insel gibt, Waschmaschinen haben deswegen noch keine Verwendung gefunden.

Nachdem noch nicht Hauptsaison ist stehen die Ressorts auf der Insel su gut wie leer und es ist angenehm ruhig und verschlafen. So nutzen wir diese "Einsamkeit" fuer lange Spaziergaenge am Strand und beobachten die Fischer wie sie mit ihrem Fang anlegen. Unsere Strandspaziergaenge dauern deswegen noch laenger weil wir staendig stehen bleiben muessen damit Elisabeth Muscheln aufsammeln kann.
Auffallend ist wie dezent die meisten Ressorts in die natuerliche Landschaft integriert sind, beim Blick vom Boot zum Strand faellt einem fast nicht auf, dass hier in den letzten Jahren (nach dem Tsunami) sehr viele neue Unterkuenfte gebaut wurden.



Strandspaziergang

Wir geniessen unseren Aufenthalt hier und lassen uns verwoehnen. Die Mischung hier ist wirklich interessant und fuer uns teilweise fast zu europaeisch angepasst. Das Essen ist sehr mild und als wir dann nach ein paar Mahlzeiten extra "spicy" bestellen freut sich die Kellnerin sichtlich und wir bekommen endlich den Schaerfegrad der fuer uns zu thailaendischem Essen gehoert. Als Draufgabe bekommen wir an diesem Abend noch eine, fuer die Region typische, Nachspeise als Geschenk der Kueche - schmeckt abenteuerlich, aber nicht schlecht. Teilweise kommen wir uns wie in Frankreich vor, nachdem der "Farang" beim Besitzerpaerchen Franzose ist, sind viele Franzosen als Gaeste da. Es gibt Croissants zum Fruehstuck und auf der Speisekarte Crepes und sogar Wein. Untermalt werden die Mahlzeiten im Lokal mit franzoesischer und griechischer (?) Musik - das ist der Nachteil eines Luxusressorts, dort wird auf die Wuensche der Touristen (fuer uns) zu stark eingegangen und damit das Thailand- Erlebnis abgeschwaecht, doch angenehm europaeisiert.

Wir geniessen unsere Zeit dort trotz dieses kleinen Nachteils sehr, zum Essen gehen wir einfach oefter zum Nachbar-Ressort, dort gibt es authentischere thailaendische Mahlzeiten und wir holen uns die benoetigte Schaerfe-Dosis. Sonst ist alles wie dafuer geschaffen in diesem Ressort einige Tage zu entspannen, die Seele baumeln zu lassen und es sich so richtig gut gehen zu lassen.


Der Moment vor dem Abendessen

Einmal werden wir dann erstaunlich aktiv und borgen uns in der Naehe unserer Unterkunft Raeder aus um die Insel zu erkunden. Die Raeder sind eindeutig nicht fuer unsere Groesse ausgelegt, aber das Beste was wir auf der Insel finden konnten. So erreichen wir mit schmerzenden Fuessen den 4 km entfernten Hauptort der Insel. Dort lernen wir (unfreiwillig) die Dorfhexe kennen (wir taufen sie wegen ihres Aussehens so), eine uralte Holländerin mit weissem langem Haar, die seit 19 Jahren auf der Insel lebt und uns mit einigen Weisheiten unterhaelt, kurz unterbrochen nur von einer kurzen Jagd mit Hilfe einer Steinschleuder ...
Der Nordteil der Insel mit dem von ueberall sichtbaren Berg koennen wir leider nicht mehr erforschen, denn als wir unsere eingekauften Vorraete in unsere Huette bringen setzt ein starker Regen ein, der bis zum Abend nicht mehr auffhoert - das war es dadurch dann auch schon wieder mit unserem Radausflug.

In unserem paradiesischen Ressort vergeht die Woche Entspannen viel zu schnell und so naht der Tag des Abschieds und unsere Abreise nach Ko Phi Phi - am letzten Abend (dem einmonatigen Jubilaeum unserer Hochzeit) gibt es neben einem wunderschoenen Sonnenuntergang noch ein romantisches Fisch-Candlelight-Dinner auf der Terrasse unserer Huette. Wer weiss, vielleicht kommen wir ja mal wieder (silberne Hochzeit oder so ... ;) )


Vom Sonnenuntergang ueber dem Meer kann man nicht genug bekommen

4.11.09

Tag 21: Reif fuer die Insel

Der Abschied aus Hanoi (und damit aus Vietnam) geht schnell und schmerzlos von sich. Wir nehmen ein Taxi zum Flughafen und es kommt unser grosser Moment: Wir machen Geschaefte mit einem Vietnamesen, bei dem wir positiv aussteigen. Zuerst wundern wir uns noch, dass er Interesse an uns zeigt ("Where you from" - sind wir schon in Thailand?), aber bald wird klar, er will was von uns. Er hat irgendwoher zwei Euro die wir ihm wechseln sollen. Und diesesmal passiert es zu einem fuer uns guenstigen Kurs weil wir nicht mehr mehr vietnamesische Dong haben. 1 Euro Gewinn, Rache ist suess ;)

Wir reisen aus Vietnam aus und bekommen einen fetten "used"-Stempel auf unser Visum. Eigentlich haette uns das sauteure Visum (ueber 70 Euro, Laos on Arrival 25 Euro, Thailand gratis) schon eine Warnung fuer die Geldgier der Vietnamesen sein koennen ...
Wir fliegen zwei Stunden nach Bangkok wo wir uns zuerst mal ein Ticket fuer den Weiterflug besorgen muessen. Nachdem wir erst in der Nacht zuvor die Insel Koh Jum fuer unseren Strandaufenthalt auserkoren haben, ging es sich nicht mehr aus das Ticket fuer den Flug nach Krabi online zu buchen. Also im riesigen Flughafen den Schalter von Air Asia suchen, mit der Hilfsbereitschaft der Thais alles kein Problem, wir freuen uns ueber das freundliche Wesen der Thailaender bei jedem Laecheln! So haben wir kurz darauf das Ticket in der Tasche, jetzt steht in den 1,5 Stunden bis unser Flieger geht "nur" mehr ein Interneftcafe suchen um unsere Unterkunft zu bestaetigen und endlich wieder ein original Thai-Essen zu geniessen an.
Per Mail erfahren wir, dass der Aufenthalt in der Koh Jum Lodge ok geht, also haben wir den Aufenthalt mit Sonne, Sand und Meer fertig gebucht :) Da wir telefonisch rueckmelden sollen wann der Transfer auf die Insel stattfinden soll fragen wir die freundliche Angestellte im Internetcafe ob wir telefonieren koennen (ist draussen auf einem Schild beworben). Sie raet uns bei einem Muenzsprecher zu telefonieren weil es dort billiger ist und wechselt uns sogar noch das Kleingeld dafuer. Dass sie sich damit ihr eigenes Geschaeft mit uns zerstoert nimmt sie in Kauf - nach dem Aufenthalt in Vietnam sind solche Erlebnisse fuer uns fast nicht zu glauben.
Dann "muessen" wir noch eine Tom-Yam verspeisen, das wollen wir uns bei der Rueckkehr nach Thailand nicht entgehen lassen. Durch unsere Thailand Euphorie nehmen wir die Groesse des Bangkoker Flughafens auf die leichte Schulter und geniessen unser Essen zu lange. So kommt es wie es kommen muss - wir schaffen es im vollen Sprint gerade noch zum Final Call.

Erschoepft muessen wir jetzt erstmal schlafen. Als wir in Krabi ankommen regnet es (so wie immer wenn wir im Sueden von Thailand ankommen). Der Transfer funktioniert perfekt, wir werden mit dem Longtail-Boot auf die Insel gebracht und fuer die erste Nacht beim Nachbarn einquartiert (weil die Koh Jum Lodge fuer diesen Tag voll ist). Wir geniessen den ersten Tag mit Sonne, Strand, Meer und das thailaendische Essen total - wir sind (wieder mal) im Paradies angekommen und fuehlen uns auch gleich so :)


Unser Kniffeltisch


Der erste Sonnenuntergang ueber dem Meer

Tag 18 - 20: Hue oder der Taifun verblaest uns aus Vietnam

Was ist uns von der ehemaligen Kaiserstadt mit ihren eindrucksvollen Bauten in Erinnerung geblieben? Wir haben ein Bild von Hue mit stroemendem Regen und Sturm. Die Strassen finster weil es keine Strom gibt. Wir kennen jeden Zentimeter unseres Hotelzimmers und die benachbarten Lokale. Aber der Reihe nach ...
Die Fahrt im Nachtzug verlaeuft problemlos, die Zuege in Vietnam sind zwar teurer und nicht so sauber (wir packen zum ersten Mal unsere Huettenschlafsaecke aus) wie in Thailand, dafuer faehrt der Zug langsamer, was einen ruhigeren Schlaf bedeutet. Wir teilen uns das Abteil mit zwei Vietnamesen, es ist abwechselnd heiss oder kalt (je nach Einstellung der zentralen Klimaanlage) und neben uns ist ziemlich lange Party angesagt - aber wir schlafen den Umstaenden entsprechend gut.
Als wir nach 14-stuendiger Fahrt in Hue ankommen durchbrechen wir den ersten Ring der Schlepper und lassen uns dann vom gewuenschten Hotel aufgabeln. Dort checken wir in eine solide Unterkunft ein und begehen einen folgenschweren Fehler: Wir beschliessen den Tag ruhiger angehen zu lassen, uns zuerst von den Reisestrapazen zu erholen, dann Internet zu surfen (Weblogberichte + Mails schreiben, Tobias braucht natuerlich die Fussballergebnisse des Wochenendes), gemuetlich zu essen, Kniffeln, in der Stadt herumzuschlendern - die Sightseeing Wanderung verschieben wir auf den folgenden Tag. Doch in der Nacht bricht der Taifun ueber uns herein und obwohl wir uns nur in den Auslaeufern befinden regnet es sehr stark und der Sturm fegt durch die Stadt. Dazu faellt immer wieder der Strom aus, was die Stadt in ein gemuetliches Dunkel kleidet, kurz danach starten die Generatoren an (manche Lokale und Hotels haben welche) und lautes Brummen dominiert die Stadt.
So bleibt nur unser Hotelzimmer, wir kniffeln sehr viel (Elisabeth hat eine unglaubliche Gluecksstraehne) und schaffen es zum Essen gerade mal zum Inder um die Ecke (dafuer ist dort das Essen sehr lecker). Nach zwei Tagen geben wir auf und nachdem der Taifun suedlich von uns ist und damit der Wetterbericht fuer unsere geplante Reiseroute in den Sueden sehr schlecht ist, beschliessen wir nach Thailand zu fliehen. Wir buchen einen Flug mit Vietnam Airlines nach Hanoi zurueck (ist nur ein bisschen kostspieliger als der Zug), von wo aus wir dann in den Sueden von Thailand fliegen wollen. Wir merken jetzt erst so richtig wie sehr uns die Liebenswuerdigkeit und Freundlichkeit der Thais fehlt - dort sind die Touristen zwar eine Geldquelle, aber sie werden fair behandelt und nicht staendig uebers Ohr gehauen.
In Hue haben wir auch noch zwei (fuer unsere Vietnamreise typische) Erlebnisse: Als wir nach dem Weg zum Buero von Vietnam Airlines fragen (wir wissen es muss gleich um die Ecke sein) weigert sich ein Mopedtaxi uns den Weg zu sagen, er bietet sich nur an uns um zwei Euro hinzufahren. So suchen wir im stroemenden Regen weiter um es nicht weit weg von oben genannten Ort zu finden. Sogar in den Geschaeften scheint es keine Fixpreise zu geben, so kostet unser obligatorisches Cola light an zwei Tagen unterschiedlich viel ... Mittlerweile sind wir uns sicher, Vietnam ist kein Land fuer Backpacker, eine gefuehrte Reise macht hier definitiv mehr Sinn (es faellt uns gar nicht so leicht dieses Eingestaendnis zu machen).

Nachdem wir die Entscheidung getroffen haben sind wir sehr erleichtert das Land zu verlassen, staendig besch... zu werden hat sich irgendwie schon aufs Gemuet geschlagen! Von Hue haben wir kein einziges Photo gemacht, der Abschied faellt uns aber nicht wirklich schwer.
Als wir am naechsten Tag den Flieger nach Hanoi besteigen sehen wir erst die Ausmasse der Ueberflutung hier, grosse Teile des Landes stehen komplett unter Wasser, wie mag es da erst im Zentrum des Taifun aussehen?

In Hanoi angekommen checken wir wieder im gleichen Hotel ein um fuer unsere Suche nach der Trauminsel einen vernuenftigen PC mit Internetanschluss zu haben.

Impressionen aus Hanoi




1.11.09

Tag 16 + 17: Ausflug in die Halong Bucht

Heute heisst es wieder einmal zeitig aufstehen, diesmal um unsere erste organisierte Tour zur bekannten Halong Bucht zu bestreiten. Damit nichts schief geht buchen wir im Vorhinein bei einem renomierten Reiseveranstalter eine relativ teure Tour zur Bucht. Wir wollen ein paar Tage uneingeschraenkt geniessen, was, so viel sei verraten, auch gelang :-)

Gemeinsam mit anderen Touristen, definitiv keinen Bagpackern, besteigen wir den Mini-Bus um die Anreise zur Halong Bucht anzutreten. Nach ca. 2 h angenehmer Fahrt (wir trauen uns sogar zu schlafen, weil der Fahrer touristentauglich faehrt und wir sicher sind, dass wir keinen Unfall bauen) bleiben wir fuer eine kurze Pause stehen. Ganz zufaellig in einem "Touristeneinkaufstempel" wo man Bilder, Steinskulpturen und diverse Souveniers kaufen kann. Nach weiteren 2 h Busfahrt entlang einer wenig begeisternden Landschaft erreichen wir den Hafen, von wo aus wir bereits unser gebuchtes Boot, eine Dschuke der "Indochina Sails" bewundern koennen. Ein schoener Anblick, dieses Boot! Die Vorfeude auf 2 Tage Luxus steigt ins unermessliche! Auf dem Boot angekommen werden wir bei einem leckeren Begruessungscocktail ueber den weiteren Tagesverlauf informiert. Nachdem wir unser grosses, sehr schoenes Zimmer mit grossen Fenstern und einem sehr luxurioesen Bad beziehen gibts auch schon ein mehrgaengiges, wunderbares Fischmenue.


Wir geniessen unser erstes Mahl auf dem Meer

Nach einer kurzen Siesta (bei uns dauert es zu lange, also werden wir am Telefon im Zimmer angerufen) gehts los zum ersten "Landgang". Wir klettern auf einen Berg, von dort aus geniessen wir die Aussicht und den Blick ueber die Halong Bucht.


Wir haben den Berg erklommen


Ausblick von oben

Anschliessend gibt es noch eine kurze Abkuehlung im Meer und schon gehts wieder zurueck aufs Boot. Als naechster Punkt steht der Besuch bei einem "Floating Village", also eines schwimmenden Dorfes, am Programm. Mit einem kleineren Boot fahren wir durch das Dorf in welchem alle Haeuser aus Booten bestehen. Unser Guide erzaehlt, dass es hier eine Schule, ein Krankenhaus und sogar eine Polizei gibt. Waehrend der Fahrt durch das Dorf kommen Kinder in kleinen Booten an unser Boot heran und haengen sich ganz einfach an unser Boot an. Sie wollen uns Getraenke und Knabbereien verkaufen. Es ist fuer uns sehr interessant zu sehen wie diese schwimmenden Doerfer organisiert sind und wie die Leute dort leben.


Ein kleiner Ausschnitt des schwimmenden Dorfes


Die Kinder sind das Leben auf den Booten gewohnt

Am Abend geniessen wir bei vietnamesischer Musik ein ausgezeichnetes Fisch- und Meeresfruechte-Buffet.


Sonnenuntergang ueber der Halong Bucht

Der naechste Tag beginnt fuer Fruehaufsteher mit Tai Chi am Sonnendeck des Schiffes. Natuerlich machen wir mit viel Freude mit und stellen fest, dass es uns Spass macht! Mit viel fliessender Energie im Koerper starten wir zwischen dem 1. und dem 2. Fruehstueck zur "Surprise-Hoehle". Sogar unser Guide freut sich, dass noch nicht viele Touristen in der bekannten Hoehle sind. Wir wandern durch bunt ausgeleuchtet Hoehlen (ja, das sind die Vorteile der Touristenmassen, denn nur mit einer Taschenlampe bewaffnet wuerde man die Groesse der Hoehlen nicht einmal vermuten koennen).


Die wunderschoen beleuchtete Hoehle

Am Vormittag geniessen wir die Fahrt auf dem Boot und entspannen, umgeben von der beeindruckenden Landschaft, noch so richtig.


Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck

Gegen Mittag erreichen wir wieder den Hafen und ab gehts zurueck nach Hanoi. Von dort aus haben wir den Nachtzug nach Hue reserviert. Mit einem koestlichen Fischgericht verabschieden wir uns von Hanoi um die Weiterreise in den Sueden anzutreten und Staedt wie Hue, Hoi An und natuerlich Ho Chi Minh City zu besichtigen.

30.10.09

Tag 14 + 15: Hanoi

Unser erster Eindruck tauescht uns nicht - das Leben pulsiert hier. Nur bekommen wir zu Beginn des Tages davon nichts mit weil wir ein Zimmer ohne Fenster genommen haben, ist uns am Abend in unserem Zustand gar nicht aufgefallen. Also raeumen wir zuerst das Fruehstuecksbuffet leer (die Vietnamesen glauben gar nicht welchen Hunger zwei Traveller entwickeln koennen die einen Tag lang nichts Ordentliches zu essen bekamen) und danach raeumen wir das Zimmer und ziehen in ein groesseres, mit Fenstern, um - das Fenster natuerlich mehr kosten versteht sich in Vietnam von selbst ...
Der Riesenvorteil in unserem Hotel ist, wir haben einen PC mit Internet im Zimmer. Elisabeth macht zuerst mal einen Bett Dauertest (um sich von den Strapazen der Reise zu erholen), waehrend Tobias den PC verwendbar macht (Firefox und Virenkiller installieren).

Gestaerkt und ausgeruht trauen wir uns am Nachmittag ins Freie und machen uns daran ein bisschen in der naeheren Umgebung rumzuschlendern. Der Verkehr hier ist unglaublich, ein ohrenbetaeubender Laerm in Form eines Hupkonzertes verstaerkt durch Mopedgeraeusche, so etwas haben wir (trotz Bangkok) noch nie erlebt. Die Strasse zu ueberqueren ist nahezu lebensgefaehrlich, die ersten Male warten wir immer auf Einheimische und haengen uns hinten an, bis wir es zum ersten Mal dann selbst riskieren und selbststaendig auf die Strasse schreiten. Der Tipp aus dem Reisefueher stimmt tatsaechlich: Man muss die Strasse langsam und mit gleichbleibendem Tempo ueberschreiten, dann weichen einem die Mopedfahrer aus und man kommt wie durch ein Wunder durch das Gewurl im Ganzen auf die andere Strassenseite. Nur nicht die Nerven wegschmeissen und schneller werden ...

Unser erstes Ziel, der See mitten in der Altstadt ist sehr nett, wir schlendern dort gemuetlich entlag und gehen dann auf die Insel mit einer Pagode wo wir lange sitzen bleiben. Der Tempel gefaellt uns gar nicht, sieht aus wie bei den Chinesen, nur bunt und ohne Flair (Elisabeth empfindet ihn sogar als schiach - die Goetter haben eine strenge Miene und einen spitzen Bart), aber die Story von der Riesenschildkroete im See gefaellt uns sehr gut und da muessen natuerlich ein paar Photos der Statue gemeinsam mit Atia gemacht werden. Anscheinend taucht die Schildkroete immer wieder mal auf ... wir bekommen sie leider nicht zu Gesicht.
Sonst sehen wir interessiert mehreren Gruppen von alten Herren bei einem Brettspiel zu: Es wird emotional gespielt und mindestens drei sind immer noch dabei zum Disktuieren. Danach wird dann natuerlich noch analysiert, ist ja fast wie Watten mit Papa ;)


Tempel in Hanoi


Der See in der Altstadt von Hanoi plus ein glueckliches Ehepaar


Die Maenner dort spielen mit viel Einsatz ein Brettspiel

Die Geschaefttuechtigkeit (formulieren wir es mal so) der Vietnamesen ueberrumpelt uns wieder, zwei Frauen mit den typischen Tragestellen stuermen auf uns zu und haengen Elisabeth die Gestelle um. Wir lehnen ab und wollen weitergehen, doch als sie sagen "No money" machen wir bei dem Spass mit. Zu unserer Verwunderung wollen sie uns dann dazu zwingen fuer 4 Euro bei ihnen ein paar Fruechte zu kaufen. Wir beschweren uns und kaufen die Fruechte nach langer Diskussion dann um um ein Drittel (was immer noch zuviel ist). Solche Tricks inklusive einer Luege sind wir aus Thailand und Laos nicht gewoehnt, hoffentlich koennen wir uns darauf einstellen!


Die wollten vier Euro fuer das Photo ... :/

Das Essen ist dafuer sehr gut, allerdings gehen wir immer in gehobenere Lokale mit etwas westlichem Einschlag um auch das Fleisch essen zu koennen.

Am naechsten Tag starten wir frueh los - wir wollen Onkel Ho besuchen. Sein Mausoleum soll ein echtes Erlebnis sein, gebuendelt mit den Ehrerbietungen der Vietnamesen und den strengen Sicherheitsvorkehrungen ein fast skurilles noch dazu. Wir laufen etliche Male auf der grossen Anlage herum und finden keinen Weg zur letzten Ruhestaette von Ho Chi Minh und die Wachtposten machen uns immer nur deutlich, dass wir hier nicht weitergehen duerfen, wo wir hin muessen sagt uns leider keiner.
Erst ein Tourist klaert uns auf, das Onkel Ho auf Urlaub ist, er befinde sich gerade (wie jedes Jahr) fuer drei Monate auf einer Beautyfarm in Russland, wo seine Leiche wieder restauriert wird. Schade drum, aber dann gehen wir eben weiter ins Ho Chi Minh Museum, das sehr modern gestaltet ist und einen (einseitigen) Blick auf sein Schaffen bietet. Trotzdem sehr interessant und kurzweilig und wir verbringen einige Stunden darin.
Da es beim Mittagessen stark zu regnen beginnt bleiben wir sehr lange sitzen und sehen uns dann nur mehr einen weiteren Tempel an, der uns wieder nicht gefaellt.


Hier ist er, aber leider nur eine Statue


Ho Chi Minh Museum


Der Blick aufs Mausoleum

Am Abend dann aber ein echtes Highlight: Wir besuchen das Wasserpuppentheater von Hanoi, wo kunstvolle Marionetten mit langen Stangen auf dem Wasser bewegt werden. Sieht faszinierend aus und bietet gemeinsam mit der Livemusik einen Einblick in die Kultur von Vietnam.

Danach buchen wir noch unseren Ausflug in die Halong Bucht - wir leisten uns die Luxusvariante und beschliessen aufgrund des Wetterberichtes schon einen Tag frueher wie geplant dorthin aufzubrechen, also gehts gleich morgen los.

28.10.09

Tag 13 - Vierzehn Stunden nach Hanoi

Den mysthischen Bus gibt es tatsaechlich :) und heute kommt er auch!
Also sitzen wir sieben Touristen bald in dem komfortablen Bus und freuen uns auf die Reise nach Vietnam. Wenn jetzt nur noch das Kopfweh vom LaoLao aufhoeren wuerde waere es perfekt ...
Der Busfahrer legt ein Mordstempo hin und hupt staendig. Problem Nr. 1 behebt der Buschef (?) durch eine strenge Zurechtweisung. Den Grund fuer das stanedige Hupen werden wir acht Stunden spaeter verstehen. Einen zusteigenden Traveller bewahren wir davor eine sauteure Tour nach Hanoi zu bekommen, er faehrt nach Diskussionen um den gleichen Preis wie wir mit nach Tanh Hoa.
Nach ca. 2 Stunden Fahrt durch die bergige Gegend hier erreichen wir die Grenze. Wir muessen aussteigen und mit unserem Gepaeck beladen zu Fuss die Grenze ueberqueren. Der erste Kontakt mit Vietnam sind sehr freundliche und gewissenhafte Grenzbeamte.
Sie verdienen sich mit Geldwechseln etwas dazu, aber wir sind froh (mit einem schlechten Kurs) unsere Kip loszuwerden und ausserdem koennen wir so unseren Gesundheitstest bezahlen. Der ist ein ganz spezieller Fall, ein Kreuzerltest (wir kreuzen natuerlich ueberall NO an), kostet 2000 vietnamesische Dong (8 cent) und am Ende bekommt man neben dem Zeugnis einen Zettel auf dem steht wo man anrufen soll wenn man gewisse Symptome hat. Bei der Gepaeckskontrolle haben wir Glueck, unserem Beamten genuegt ein Blick auf unsere (schmutzigen) Unterhosen waehrend Matthew alles ausraeumen muss. Ein paar Schritte marschiert und wir sind in Vietnam.

Flugs wieder eingestiegen und den "gefaehrlichen" Grenzort basiert - ha, uns konntet ihr nicht ausnehmen ;)
Die Gegend hier ist genaus bergig wie jenseits der Grenze, aber wir kommen gut voran (es ist fuer uns unvorstellbar diese Strecke in 10 Stunden mit dem TukTuk zu fahren ...). Spaeter gibt es ein rekordverdaechtig grausiges Klo und noch spaeter unsere erstes vietnamesisches Essen: Nudelsuppe, was sonst. Doch was ist das fuer ein Fleisch in der Suppe? Es ist dunkel, aber eindeutig kein Rind, es ist ... nach den Berichten, dass die Vietnamesen alles verkochen essen wir es nicht.
Kilometer fuer Kilometer wird unser Bus mehr angefuellt, die Einheimischen werden noch ueberall dazugeflickt, einer sitzt nahezu auf Tobias Schoss.


Ein paar passen schon noch in den Bus

Wir haben zwar eine Klimaanlage, Verwendung findet sie allerdings keine - damit ist es fast unertraeglich heiss und Elisabeth kaempft um jeden Zentimeter Vorhangstoff. Der Verkehr nimmt staendig zu, auf der 2-spurigen Strasse tummeln sich mehrere Reihen von Verkehrsteilnehmern, meist nach diesem Schema: ganz aussen Fussgaenger bzw. Tiere, innerhalb Radfahrer und bis zu drei Mopeds parallel. Dazu laufend Busse oder LKWs die ueberholen und dann oft auch noch selber ueberholt werden - so, jetzt das Ganze mal zwei (fuer beide Richtungen). Wie sich das ausgeht - keine Ahnung, das Tempo ist hoch und es wird staendig gehupt: Unser Bus kann sogar die Hupmelodie veraendern und sein andauerndes Hupen bedeut wohl soviel wie: "Achtung hier komm ich und ich bin gross und stark!" Zusaetzlich wird noch die Lichthupe benutzt, was soviel bedeutet wie "Aus dem Weg!"
So erreichen wir im Slalom den Busbahnhof von Tanh Hoa. Kaum kommen wir zum Stehen wird unser Bus gestuermt. Taxifahrer, laut schreiend und gestikulierend, ja sogar am Leibchen der Touristen zupfend wollen uns von einer Mitfahrt ueberzeugen. Wir bleiben erstmal verdutzt sitzen, das sind wir alle von Laos nicht gewohnt. Der Busfahrer sieht unsere Bestuerzung und nachdem er abgeklaert hat, dass wir nach Hanoi weiter wollen bringt er uns zum Anschlussbus (und das gratis!!).
Dort werden wir umgeladen und der Wahnsinn beginnt jetzt erst so richtig: Der Busfahrer faehrt zuerst noch drei Runden durch die Stunden um Mitfahrer aufzugabeln bevor er loslegt. Er faehrt wie ein Lebensmueder, staendig ueberholt er trotz Gegenverkehr. Wir fuerchten uns alle und das Bild greller Scheinwerfer entgegenkommender LKWs brennt sich in unsere Netzhaut ein. Oft geht es sich nur um Haaresbreite aus, oft muss unser Bus eine Vollbremsung machen um sich wieder einreihen zu koennen. Wie sollen wir diese 4-Stunden Fahrt ueberleben? Elisabeth zwingt sich im Reisefuehrer zu lesen waehrend ich alles mache um nicht auf die Strasse schauen zu muessen. Doch auch so bemerke ich wie sich Matthew immer wieder vor Angst verkrampft. Als uns Elisabeth dann noch vorliest, dass Busfahren hier extrem gefaehrlich ist (nona) und sich viele Fahrer weigern in der Nacht zu fahren (unserer gehoert leider nicht dazu) legen wir alle ein Geluebde ab wenn moeglich nur mehr mit dem Zug zu fahren (spaeter erfahren wir dann noch: Es gibt pro Tag 30 Verkehrstote im Grossraum Hanoi.)

Wider Erwarten kommen wir gesund in Hanoi an. Dort muss der Busfahrer noch einen ATM fuer uns Touris suchen, keiner von uns hat Dong um den Bus zu bezahlen. Natuerlich will er dann mehr fuer die Busfahrt verlangen, aber wir geben es ihm genau und lassen ihm, der laut protestiert, damit keine Chance zu wenig herauszugeben.
Wieder stuermen die Taxler heran, doch wir bilden erstmal in Ruhe Fahrgemeinschaften und verabschieden uns von den Mitreisenden bzw. tauschen Adressen aus.
Dann suchen wir uns gemeinsam mit dem deutsch/oesterreichischen Paerchen ein Taximeter-Taxi in die Innenstadt zum Hotel. Die beiden steigen bald aus, doch wir suchen sehr lange im unglaublichen Verkehr von Hanoi (wir haben noch nie so viele Mopeds gesehen, und alles faehrt kreuz und quer). Das erste gibt es nicht, das zweite wird renoviert, beim dritten meinen sie als sie unser Bagpacker-Outfit sehen, das alles voll ist. Zudem kennt sich unser Taxifahrer nicht wirklich gut aus und will dann ploetzlich 170.000 Dong (7 Euro) verlangen. Nach einem kurzen Streitgespraech (ploetzlich kann er fast nicht mehr Englisch) steigen wir aus und geben ihm das Geld auf dem Taximeter. Zu unserem Erstaunen stehen wir unmittelbar vor einem Hotel, dass wir sofort betreten. Voellig erschoepft buchen wir ein Zimmer ohne Fenster, es ist uns mittlerweile alles egal, wir wollen nach ueber 14-Stunden Reise nur mehr duschen und schlafen.

Verkehr in Hanoi - zum leichteren Erfassen nur in eine Richtung ;)

27.10.09

Tag 12 - Wir stecken fest

Da es den, im Internet gefundenen, Direktbus in die naecheste Stadt in Vietnam tatsaechlich gibt und der laut allen Schilderungen die bessere Alternative zur Fahrt ueber die Grenze und Durchfahrt von der vietnamesischen Grenzstadt (die Bewohner dort wissen um ihre Monopolstellung und nutzen das schamlos aus) darstellt, brechen wir frueh am Morgen gemeinsam mit den zwei Neuseelaendern zur Busstation auf.
Dort angekommen erwartet uns eine lange Schlange von Einheimischen die alle um den Schalter kaempfen. Da wir nicht kompromisslos genug vorgehen dauert es relativ lange bis wir am Schalter sind und um unsere Tickets fragen. Die Frau dort waehlt eine Nummer am Telefon und gibt Tobias den Hoerer. Ueber eine schlechte Verbindung inklusive einer schlecht englisch sprechenden Laotin erfahren wir, dass der Bus heute nicht kommt - "EVERY DAY, BUT NOT TODAY!" und "SORRY, DON'T KNOW."

Jetzt ist guter Rat teuer und unsere Touristengruppe, inzwischen auf sieben Personen angewachsen, beratschlaegt.
Ergebnis: ein Teil bleibt hier um aufs Gepaeck aufzupassen, ein Teil (mit viel Kaufkraft ausgestattet) faehrt in die Stadt zurueck um ein alternatives Transportmittel zu besorgen.
Erster Versuch im Guesthouse, wo wir die beiden Naechte zuvor verbracht haben, aber die Frau begruesst uns wie Neuankoemmlinge (inklusive Zettel mit den angebotenen Zimmern) und der Mann schlaeft.
Also weiter zur Touristeninformation. Die sind sehr hilfsbereit und telefonieren fuer uns herum, doch keiner weiss wo der Bus steckt, nur dass er nicht kommt ...
Beim Privattaxi-Angebot zieht es uns die Schuhe aus - 3.000.000 LAK. Mit Verhandeln schaffen wir es auf 2.500.000 LAK - immer noch zuviel. Also doch hoffen auf den Bus morgen.
Matthew (der Kiwi) und Tobias brechen wieder Richtung Busbahnhof auf um die Anderen zu informieren. Natuerlich ist jetzt kein TukTuk da (in einem Touristenort kann man fast keinen Schritt machen ohne staendig gefragt zu werden wo man hin will und ob man nicht lieber fahren will), also mal zu Fuss los marschieren. Schlechte Idee - erst nach einigen Kilometern Marsch werden die Beiden mitgenommen. Oben angekommen - Kriegsrat!
Es wird beschlossen das Privattaxi zu nehmen, also wieder zurueck zum Tourismusbuero. Nur koennen die jetzt den Fahrer nicht mehr auftreiben (zu Hause ist er auch nicht) und anscheinend gibt es hier nur eine Person mit Pass (der damit dann auch nach Vietnam fahren darf).
Jetzt geben wir aus Mangel an Alternativen auf und checken wieder im Guesthouse ein (inklusive des gleichen Begruessungsrituals - nur wissen wir schon konkret welches Zimmer wir haben wollen).
Etwas frustriert holen wir zuerst mal Schlaf nach, um dann noch ein bisschen im Internetcafe zu sitzen und ueber den Markt zu schlendern. Und endlich bleibt wiedermal Zeit zum Kniffeln (aktueller Zwischenstand 4:4). Auch den Laos Reisefuehrer graben wir wieder aus dem Rucksack aus.


Bruecke zum Markt

Am Abend werden wir dann noch von Einheimischen zum LaoLao trinken eingeladen. Die Einheimischen freuen sich total, dass wir mit ihnen ein paar Stamperl trinken, graben ihre spaerlichen Englischkenntnisse aus, bedanken sich staendig dafuer dass wir Mittrinken und lachen vor allem viel. Auch wir haben viel Spass und sind am Schluss schon sichtlich angeheitert. Bemerkenswert ist, dass wir letztes Jahr oft LaoLao kosten wollten und es nie schafften ("Today no have"). Heuer haben wir es noch nie probiert LaoLao zu trinken und jetzt sind wir schon oft von den Laoten auf den hoellischen Reiswhiskey eingeladen worden (eine grosse Flasche kostet uebrigens nicht mal 80 cent ...).

26.10.09

Tag 11 - Die Hoehlen des Pathet Lao

Gemeinsam mit den 2 Neuseelaendern machen wir uns heute auf die Reise, um die Hoehlen des Pathet Lao zu erkunden. Hier in der Einoede und abseits jeglicher Touristenpfade gibt es keine fix fertige Tour, hier muss man sich um alles selber kuemmern (TukTuk, Sangthew, tour guide, Sangthew, TukTuk). Wir finden Gefallen daran selbstaendig die Gegend zu erkunden!

Also erstmals frueh aufstehen und dann zum Bushabhnof mit dem TukTuk. Dort angekommen holen wir gleich Informationen fuer unseren morgen geplanten Grenzuebertritt nach Vietnam ein. Soweit wir uns mit den sehr schlecht sprechenden Laoten verstaendigen koennen faehrt der Bus um 8.00 Uhr ab und wir koennen auch mit USD bezahlen, zwar zu einem fuer uns schlechten Kurs, aber wir wollen nicht unnoetig Kip wechseln. Mit dem TukTuk geht es weiter zu den ca. 25 km entfernten Hoehlen. Nach ca. 45 Minuten auf dem zugigen Gefaehrt (es ist hier in den Bergen merklich kuehler) kommen wir in einem kleinen Ort an. Alles sieht sehr gepflegt aus, kleine Schilder fuehren uns zu dem "Kaysone Phomvihane Memorail Cave Tower Office". Um 9 startet auch gleich eine Tour, wir 4 und 2 weitere Touristen bilden die Reisegruppe.

Mit dem Guide wandern wir, umgeben von wunderschoener Landschaft, zur ersten Hoehle. In diesem Gebiet gibt es steil aufragende Felsen, in denen sich natuerliche Hoehlen befinden. In der Zeit von 1964 - 1973 hat sich hier das Pathet Lao, also die Fuehrungsriege der Kommunistischen Laotischen Partei versteckt, als sie von den US-Amerikanern 9 Jahre lang bombardiert wurden. Unser Guide erzaehlt, dass auf Laos mehr als 2 Mio. Tonnen Bomben abgeworfen wurden, das sind im Vergleich angeblich mehr als waehrend des gesamten 2. Weltkrieges. Im Schnitt von neuen Jahren bedeutet das, dass alle 8 Minuten eine gesamte Flugzeugladung an Bomben abgeworfen wurde.


In den Stollen

Die erste Hoehle die wir zu sehen bekommen war die Hoehle des Praesidenten der Pathet Lao. In dieser Hoehle hat er sich mit seiner Familie und zig Leibwaechtern gelebt, gelesen (Buecher von Lenin und Co.) und vor allem seinen Widerstand gefuehrt. Kaum zu glauben, wie man 9 Jahre in dem Hoehlensystem leben konnte, vor allem wenn man bedenkt dass tagsueber permanent Bombenalarm herrschte. Nur Nachts konnte man aus den Hoehlen raus gehen und vorsichtig Feuer (ohne Rauch) zum Kochen machen.


Waschraum des Praesidenten

Wir besuchen noch einige andere Hoehlen welche von wichtigen Parteimitgliedern und zum Teil mit deren Familie bewohnt wurden. Ausserhalb der Hoehlen wurden in den letzten Jahren Haeuser wieder aufgebaut (die jetzt leer stehen). Es macht auf uns den Eindruckt, als waeren die Hoehlen des Pathet Lao eine Pilgerstaette fuer Patrioten (Massen bleiben bis zum heutigen Tag augenmerklich noch aus). Das wurde auch erklaeren, warum im ganzen Dorf Blumen und Straeucher am Strassenrand gepflanzt sind und der gesamte Ort ein aussergewoehnliches Erscheinungsbild hat.


Unterwegs in Vieng Xay

Wir erfahren von unserem Guide, dass bis in den 1980er Jahren das Millitaer in dieser Region stationiert war, nun aber Menschen hier angesiedelt wurden.


Eingang zu einer Hoehle

Es wird uns auch eine Hoehle gezeigt in der Soldaten (zum Teil auch mit Familie) untergebracht wurden. Wir durchwandern die Hoehle, welche bis zu 2.000 (!) Soldaten mit Familien Platz geboten haben soll. Gar nicht vorzustellen! Von dieser Hoehle aus konnte man zu einer Flagg-Abwehr gelangen. Angeblich wurden 4 US-Flugzeuge herunter geschossen, 3 tote Piloten wurden von den Laoten in die USA geschickt, nach dem 4. Piloten wird immer noch gesucht (von den Amis, versteht sich).
Mit unverkennbarer Geste und Flagg-Geraeuschen stellt unser Guide an die Szene an der Flagg-Abwehr dar. In Anbetracht der Stille und der friedvollen Landschaft wird das alles ein wenig skurril.

Zum Schluss der Tour sehen wir noch eine Theaterhalle. Hier wurden Theatervorstellungen fuer die Soldaten, mit zum Teil Darstellern aus "friendly kommunist countries" wie Vietnam, aufgefuehrt. Von eben diesen wurde uebrigens auch der Nachschub in der Nacht ueber die Berge organisiert und unterstuetzt.

Beim Rueckweg wollen wir eine Flasche Wasser kaufen. Bei einem Standerl bleiben wir stehen, kaufen Wasser und werden zugleich von den Laoten auf einen LaoLao eingeladen! Schon wieder vor dem Mittagessen Alkohol ... Die Laoten haben einen riessen Spass mit uns und freuen sich, dass sie so trinkfeste Kumpanen gefunden haben ;-)


Transport von zwei Schweinen auf dem Gepaeckstraeger

Bevor wir das Sangthew zurueck nach Sam Nuea nehmen genehmigen wir uns noch ein Mittagessen. In dem Lokal gibt es heute nur Nudelsuppe mit Beef, da faellt die Entscheidung nicht schwer! Dieses traditionelle laotische Essen schmeckt auch hier wunderbar!

Fuer den restlichen Tag ist nichts mehr geplant, wir vereinbaren mit unseren Neuseelaendern, dass wir uns morgen zeitig treffen um gemeinsam die Reise nach Vietnam anzutreten.

25.10.09

Tag 10 - On the road again

Wir stehen wieder frueh auf um den langen steilen Weg nach Sam Neua, natuerlich per Busreise, anzugehen. Die Provinzhauptstadt liegt im am wenigsten bereisten Gebiet in Laos und dort auf 1.200 m Hoehe. Entscheidend fuer dieses Reiseziel ist fuer uns neben der wunderschoenen Lage vor allem auch die Naehe zu Vietnam (unserem naechsten Ziel).
Vor der Abfahrt gibt es noch ein Fruehstueck am Busbahnhof - Sandwich mit Ei (wir sind natuerlich wieder so vorsichtig den Salat rauszugeben). Nach mehr als der Haelfte des Brotes entdeckt Tobias eine Ameise und pausiert mit dem Essen um sie zu entfernen. Auf einmal kommt noch eine weitere nach und wir muessen feststellen, dass sich lauter Ameisen im Brot befinden. Da ist der Appetit schlagartig weg und ein Schwedenbitter (pur) wird zum Ameisen killen nachgeschickt ... Zum Glueck ist das Brot von Elisabeth makellos und schmeckt gut.

Da geht es mit unserem Babybus los - zu unserer Verwunderung sind auch die beiden Neuseelaender von unserer Tour gestern mit an Bord, Matthew hatte sich waehrend der Tour gestern staendig uebergeben und ist auch heute noch kreidebleich, aber anscheinend ein zaeher Bursche. In unserem Bus scheppert waehrend der Fahrt alles laut, es scheint so wie wenn nur der Hupe und der Radio problemlos funktionieren wuerden. Am Anfang bleiben wir etliche Male stehen und der Busfahrer schraubt am Bus herum - spaeter kauft er sogar ein flexaehnliches Werkzeug.
Wir kommen trotzdem ganz gut voran und uns wird bald bewusst warum hier die Hupe funktionieren MUSS: Die Strasse ist nur mehr einspurig und vor jeder Kurve wird ordentlich gehupt um alle Hindernisse aus dem Weg zu raeumen. Ein paar Mal muessen auch wir ein Ausweichmanoever starten, aber die Fahrt verlaeuft recht angenehm.
Tobias muss nach ein paar Stunden zu seinem Entsetzen feststellen, dass nach dem letzten Mal Aufladen des mp3-Players im Internetcafe irgendwas schiefgelaufen ist, der Player behauptet er habe keine Songs drauf und so muss die knapp 9-stuendige Fahrt ohne Musik durchgehalten werden (ohne stimmt nicht ganz, im Hintergrund laeuft immer wieder Thai-Pop, nachdem sind die Leute hier ganz verrueckt). Dafuer sind die Unterhaltungen mit den Neuseelaendern sehr nett und die Landschaft ist sowieso wunderschoen. Bei der Fahrt durch die Berge kommen wir uns vor wie wenn wir auch in der Zeit zurueck reisen wuerden - hier lebt fast niemand und wenn dann total rustikal, die Holzbaracken sind auf Stelzen direkt an den Abgrund gebaut. Alte Menschen sieht man gar keine, dafuer Kinder, welche zum Teil nur mit einem alten T-shirt bekleidet am Strassenrand stehen.
Witzig finden wir, dass sich auch heute der Busfahrer was dazu verdient mit den verschiedensten Warentransporten die dann irgendwo auf der Strecke von Jemanden abgeholt werden.

Impressionen der Fahrt:





Es gibt einen Eintrag im Reisefuehrer, der das Busfahren in Laos sehr treffend beschreibt:
Im Bus
Die Busse in Laos entsprechen nicht unbedingt dem, was wir darunter verstehen. Deswegen hier eine kleine Einfuehrung fuer Anfaenger: Mit ziemlicher Sicherheit ist man laenger unterwegs als die angekuendigte Zeit. Die Fahrt selbst haengt davon ab, wie viel Glueck man an einem bestimmten Tag hat. Sie kann sehr angenehm sein, falls man sich in einem aelteren, aber relativ modernen Bus mit ungefaehr 60 km/h fortbewegt, zwei Plaetze fuer sich alleine hat und es kein Karaoke gibt. Sie kann aber auch ganz anders sein ...
Moeglicherweise ist der Bus ein Relikt aus grauer Vorzeit, in dem sich die eigentlich flache Strasse wie eine mit Schlagloechern uebersaehte Piste anfuehlt. Bei unseren Recherchen fuer dieses Buch hatten wir mehrmals platte Reifen, fuhren mit einem Bus ohne Fensterscheiben durch einen Sturm und erlebten, dass ein Fahrer an der Route 13 hielt und mehr als hundert 50-Kilogramm-Saecke Reis von der oertlichen Muehle auflud (alle mit der Bezeichung "Produkt aus Thailand"), die er im Gang, unter den Sitzen und ueberall wo sie sonst noch hinpassten, verstaute. Komischerweise schien der Bus danach besser zu fahren. Die Musik kann ebenso laut wie schlecht sein, eventuell teilt man das Fahrzeug auch mit einer halben Viehherde. Oder es geht was kaputt. Wie wir auf einer einsamen Strasse in der Provinz Phonsaly herausfanden, koennen phantasievolle - und nutzlose - Loesungsversuche darin bestehen, dass man ein Kondom in einen Motor einbaut.
Unser Rat ist, moeglichst selten auf die Uhr zu schauen und es einfach hinzunehmen. Solche Fahrten sind tatsaechlich lustiger, als sie sich anhoeren. Sind sind unvermeidbare gesellige Ereignisse und geben viel bessere Geschichten ab als die ereignislosen Stunden in einem VIP-Bus, wo das einzige Huhn, das man zu sehen bekommt, schon gegrillt worden ist.

Aus Lonely Planet Laos, Deutsche Ausgabe

Nach 9 Stunden sind wir am Ziel, Sam Neua liegt in einem wunderschoenen Tal mit saftigen Huegeln. Waehrend der Fahrt wundern wir uns wiedermal wir sehr die Laoten ans ewig lange Busfahren gewoehnt sind, es sind immer Klein- und Kleinstkinder dabei und die geben keinen Mucks von sich, sondern schauen zum Fenster raus oder schlafen, das genuegt ihnen anscheinend zur Unterhaltung. Diesesmal faehrt sogar ein Huhn im Plastiksackerl mit und laesst das alles ohne zu murren mit sich ergehen - Elisabeth vermutet spaeter, dass sie hypnotisiert war (anscheinend klappt das mit Hennen).
In Sam Neua gibt es wirklich fast keinen Tourismus, Guesthoueses sind Mangelware. Die Einheimischen beobachten uns fasziniert und die Kinder winken uns hinterher. Ausserdem gibt es keinen Geldautomaten um etwas abzuheben und wir finden nur ein Restaurant mit einer (teilweise) englischsprachigen Speisekarte. Um 19:00 ist hier alles ausgestorben, also gehen wir auch frueh zu Bett und widmen uns noch unseren Buechern (Elisabeth - Stieg Larsson: Verblendung, Tobias - Ken Follett: Pfeiler der Macht)

24.10.09

Tag 9 - Ebene der Tonkruege

Gestern Abend ging alles wieder ganz easy-easy. Ein freundlicher junger Mann hat uns voellig selbstlos eine Tour zu den Ebenen der Tonkruegen inkl. Stop in der "Lao-Lao-Village" und "Russian Tank" verkauft und schon gings los. Mit 4 anderen Bagpackern (2 Neuseelaender, 1 Deutsche und 1 Asiate) im Mini-Bus ging es zuerst zur Site 1 der Ebene der Tonkruege.

Bevor es losgeht weist uns unser Guide, ein Hmong (Hmong: Stamm in Laos, welcher vor ca. 250 Jahren aus der Mongolei und Tibet nach Laos gekommen ist) auf die Blindgaengergefahr in diesem Gebiet hin. Auch grosse Hinweisschilder erklaeren, dass man sich nur auf den entmienten Wegen (gekennzeichnet durch weiss-rote Steine) bewegen darf. Die Blindgaenger stammen aus der fast 100-jaehrigen Kriegsgeschichte in Laos und wurden abgeworfen von saemtlichen Nationen wie Frankreich, China, USA, Russland und Vietnam. Heute noch sterben jaehrlich 30 - 60 Personen an Blindgaengern (davon 40 % Kinder). Es ist fuer uns kaum fassbar, so hautnah zu spueren wie ein Land noch immer dermassen mit den Folgen des Krieges zu leben hat. Auch die Krater resultierend aus den Bombeneinschlaegen lassen uns erschaudern.

Hier in der Ebene der Tonkruege (so wird die Gegend hier genannt) gibt es bis zu 65 verschiedene Plaetze, wo ca. 2.000 Jahre alte Tonkruege gefunden wurden. Bis heute ranken sich Legenden um die Herkunft und vor allem um die damalige Verwendung dieser Kruege. Es gibt verschiedene Theorien: Kruege zur Aufbewahrung von Reis, Wasser oder Aehnlichem, oder Grabstaetten oder Gaerbottiche fuer Wein. Die Tonkruege liegen in einer traumhaft schoenen Landschaft, zum Teil sind die Kruege bis zu 3 m hoch. Als wir in dem Territorium mit Dutzenden von Tonkruegen herumschlendern, kommen Assoziationen zu den Menhiren in der Bretagne hoch. Da gibts ja auch nur Vermutungen wofuer die gut waren.
Nach dem Besuch dieser ersten Fundstaette (Site 1) der Tonkruege gabs einen kurzen Zwischenstopp in der sog. "Lao-Lao-Village". Zur Erklaerung: Lao Lao ist fuer die Laoten das, was fuer uns Oesterreicher der Obstler ist. Nur machen die Laoten ihren Schnaps natuerlich aus Reis und das Ergebnis ist dann Reiswhisky. In dem Dorf wird uns erklaert, wie der Lao-Lao hergestellt wird und jeder bekommt, quasi zur "Vormittagsjause" einen doppelten Lao-Lao. Fazit: wir sind mehr als angeheitert ...

Weiter geht die Fahrt zu zwei weiteren Plaetzen, hier gibt es erstmals Nudelsuppe mit Huhn. Nach der Mittagspause gehts weiter zur Site 3. Wir wandern durch gold-gelbe Reisfelder, der Reis steht kurz vor der Ernte, und gelangen schliesslich zu weiteren Tonkruegen. Die Landschaft hier ist ueberwaeltigend schoen!
Wir verbringen dort einige Zeit und unser Guide erzaehlt, dass heute noch viele Menschen nach Blindgaengern suchen und das Material (Pulver, Metall) dann an die Vietnamesen verkaufen. Auch Kinder spielen zumTeil mit alten Kriegsrelikten, unwissend ob die Gegenstaende noch explosiv sind oder nicht.

Zum Abschluss der Tour geht es noch zum "Russian Tank" welcher aus dem sog. "geheimen Krieg" stammt. Dieses Vehikel ist fuer uns ziemlich unspektakulaer (der Panzer ist bis auf die Huelle ausgeschlachtet), wir machen 1 Foto und ab geht es zurueck in unser Guesthouse.

Bilder Ebene der Tonkruege:











Zeitplan

13.10. Abflug Muenchen
14.10. Ankunft Bangkok
14.10. - 16.10. Chiang Rai
16.10. - 17.10. Houay Xay (Laos)
17.10. - 18.10. Bootsfahrt am Mekong
18.10. - 22.10. Luang Prabang
22.10. - 24.10. Phonsavan
24.10. - 27.10. Sam Neua
27.10. Fahrt nach Hanoi
28.10. - 30.10. Hanoi (Vietnam)
30.10. - 31.10. Halong Bay
01.11. - 03.11. Hue
03.11. Hanoi
04.11. - 11.11. Koh Jum (Thailand)
11.11. - 13.11. Koh Phi Phi
14.11. - 16.11. Kanchanaburi
16.11. - 17.11. Bangkok
17.11. Ankunft Muenchen

23.10.09

Tag 8 - Auf gehts in die Berge

Wir freuen uns schon sehr darauf aus dem zwar wunderschoenen, aber sehr touristischen, Luang Prabang in die nicht so ausgelatschten Pfade - in das laotische Hochland im Norden - zu fahren. Doch zuerst haben wir die Zwischenstation Phonsavan mit der Hauptattraktion Ebene der Tonkruege vor uns. Das bedeutet vor allem eine ewig lange Busfahrt (prognostiziert mit bis zu 10 Stunden - man kann das in Laos nicht so genau sagen) und irgendwie liegt uns die Moerdertrip vom letzten Jahr nach Pakse noch im Magen ...
Nichtsdestotrotz brechen wir am fruehen Morgen zum Busterminal auf und freuen uns weil es nur einen Bus nach Phonsavan gibt und den nur als Local Bus (nix Minivan, nix VIP, nix Express), das bedeutet wenig Touristen :) Auch der Bus selbst wirkt sehr solide, es besitzt sogar Ruecklehnen!

Wir muessen grinsen weil der 1. Busassistent Speibsackerl mitnimmt, als wir allerdings sehen, dass der 2. Busassistent eine Maschinenpistole mit hat finden wir das irgendwie gar nicht mehr lustig ...
Auch die Speibsackerl kommen schneller zum Einsatz als uns das lieb ist, die Laotin vor uns kotzt sicher 15 Mal waehrend der kurvigen Fahrt. Folgendes Ablaufprozedere entwickelt sich: Sie nimmt ein Sackerl (hat sie sich nach 10min vom Assistenten besorgt) aus der Ablage - dieses passt farblich perfekt zu ihrem Haarband und den Fingernaegeln), sie entleert einen Teil ihres Mageninhalts dort hinein, Elisabeth oeffnet das Fenster und dreht sich weg, das benutzte Sackerl fliegt zum Fenster raus, kurz darauf schliesst Elisabeth das Fenster wieder -> mit der Zeit perfektionieren die Zwei das :)
Unsere extra erworbenen Kekse machen uns ausserdem einen Strich durch die Rechung, nachdem sie im September 2003 (nein, das ist kein Tippfehler) abgelaufen sind beschliessen wir sie nicht mehr zu essen und so ist unser Proviant deutlich reduziert.

Ansonsten verlaueft die Fahrt sehr problemlos, die Strecke ist wunderschoen und vor allem landschaftlich faszinierend, man kann sich gar nicht satt sehen. Allerdings geht es immer bergauf, bergab und mit der Zeit hoeren wir zu zaehlen auf den wievielten Berg wieder rauffahren. Untermalt wird das Ganze durch laute thailaendische Popmusik bei der der Fahrer lauthals mitsingt - da muss fuer uns oft der mp3-Player herhalten um die Musik zu uebertoenen.
Durch das staendige Auf-und-Ab Fahren benoetigen wir fuer die geschaetzten 150km 8,5 Stunden bis wir wirklich Phonsavan erreichen. Dort angekommen lassen wir uns vom Busbahnhof in die Stadt transportieren um in einem netten Guesthouse einzuchecken und die Tour fuer den folgenden Tag zu buchen.

Impressionen der Fahrt:







22.10.09

Tag 7 - ein unerwarteter Faulenzertag

Die geplante Radtour fuer heute zum Wasserfall findet nicht statt. Die Suche nach geeigneten Fahrraedern fuer die ca. 35 km lange Strecke verlief erfolglos. De Raeder hielten dem hohen Elisabeth-Fahrrad-Check nicht stand und auf mangelhaften Fahrraedern die Tour zu bestreiten, dafuer sind die Wunden aus dem letzten Jahr noch nicht verheilt (Tour nach Champasak mit desolaten Raedern ...). Daher beschliessen wir kurzer Hand den Tag ruhig und ohne ausserordentliche koerperliche Anstrengung zu verbringen.

Der Tag beginnt schon sehr frueh, da wir der Moenchzeremonie (taeglich bei Sonnenaufgang), bei der Glaeubige Gaben in Form von Reis und Fruechten geben, beiwohnen wollen. Ein wenig hatten wir es schon geahnt, dass dieser "Opfergang" zu einer Touristenattraktion geworden ist. In den Wats findet man ueberall Beschreibungen, wie man sich als Tourist bei diesem heiligen Akt zu verhalten habe. Zum Beispiel soll man den Moenchen nur etwas geben, wenn es einem selbst tatsaechlich was bedeutet, man soll keinen Blitz beim Fotografieren verwenden, nicht die Reihe der Moenche durchbrechen, sich nicht hoeher stellen als die Moenche sind (zB auf eine Stufe) und sich angemessen bekleiden (Knie und Schultern bedecken).

Wir schleichen uns also noch bei Dunkelheit aus dem Guesthouse und gehen Richtung Wats. Wir sind bei weitem nicht allein, einige Touristen saeumen schon den Strassenrand, bald kommen auch Busse in denen Touristen zur Zeremonie herangekarrt werden. Sobald die Schar von Moenchen (sicher ueber 150 Moenche) im Gaensemarsch an den Glaeubigen vorbei gehen und die Gaben in ihren Schalen in Empfang nehmen, kommen auch die ersten Blitze der Kameras. Uns graut und wir fuehlen uns schaebig mitten in dieser Touristenschar zu stehen. Peinlich beruehrt stehlen wir uns davon. Wir bedauern es sehr, dass durch taktlose Touristen dieser religioese Akt fuer die Moenche und fuer die Glaeubigen zerstoert wird.


Operfgaben an die Moenche

Am Nachmittag schlendern wir zum Koenigspalast. Seit ca. 650 Jahren gab es in Laos Koenige, mit dem Kommunismus war es dann auch auch mit den Koenigen vorbei. Die Koenigsfamilie wurde in sog. Umerziehungslager gebracht, wo sie mangels aerztlicher Versorgung bzw. Unterernaehrung zwischen 1979 - 1981 allesamt starben. Einen offiziellen Bericht von Seiten der laotischen Regierung zur genauen Todesursache gibt es bis heute angeblich nicht.

Der Koenigspalast selbst ist sehr gut erhalten und jedenfalls einen Besuch wert. Der Palast, vor allem der goldverzierte Thronsaal ist beeindruckend. Neben den koenigichen Gemaechern (Schlafzimmer, Esszimmer, etc.) sind auch Staatsgeschenke, der Fuhrpark, historische Lao-Musikinstrumente u.a. ausgestellt. Vor allem das Geschirr hat es uns angetan und wir stellen fest, dass unser Geschirr und unser Esstisch zu Hause koenigsgleich sind. Veilleicht sollten wir doch noch unsere Berufe wechseln und Koenig und Koenigin werden! ;-)


Wat neben dem Koenigspalast

Am Abend geniessen wir am Mekongufer unser letztes Mahl in Luang Prabang und stellen uns schon seelisch auf eine laotische 8-10 h Busfahrt nach Phonsavan ein!


Garkuechen am Strassenrand

21.10.09

Tag 6 - Wats faszinieren uns immer wieder aufs Neue

Als wir am Morgen aufwachen prasselt Regen auf unser Dach, zum ersten Mal seit unserer Ankunft in Asien regnet es, dafuer gleich in Stroemen. Es wirkt so wie wenn die ganze Stadt und ihre Bewohner dann zu Hause bleiben, den ganzen Vormittag ist es still und der Rauch von den unzaehligen Garkuechen fehlt.
Auch als der Regen um 09:00 Uhr nachlaesst und wir uns kurz danach auf die Strasse wagen um Wasser einzukaufen erwacht die Stadt erst ganz langsam zum alltaeglichen Geschaeft - bei uns ist sowas unvorstellbar ...

Wir starten unsere Sightseeing Tour mit einem wunderschoenen Wat nahe des Mekong, das nicht nur ein athmosphaerisches Hauptgebaeude, sondern auch eine gemuetliche Tempelanlage bietet. Da das Wat zum Verweilen einlaedt lassen wir uns genuegend Zeit um den Flair zu spueren - es sind angenehm wenig Touristen unterwegs.


Das Beeindruckende an Luang Prabang, das nicht umsonst auch als Stadt der Tempel bezeichnet wird, ist die liebliche Lage zwischen zwei Fluessen und die Wats, die scheinbar um jedes Eck auftauchen. Am Anfang schlendern wir noch in jede Tempelanlage doch mit der Zeit muessen wir auswaehlen, diese Menge an Wats kann man nicht mehr erfassen ...








Zum Mittagessen goennen wir uns getrocknetes Flussmoos in gewuerztem Oel mit Sesam bestreut - ein sehr authentisches Essen fuer diese Gegend. Elisabeths Begeisterung haelt sich in Grenzen, doch Tobias ist tapfer alles zusammen :)


Als Kroenung des Tages erklimmen wir vor Einbruch der Dunkelheit den Berg Phousi (130 m Höhe, 328 Stufen) wo man einen faszinierenden Ausblick ueber die Stadt erhaelt. Der ganze Huegel ist super angelegt, man kann ueber viele Stufen auf unterschiedlichsten Wegen vieles besichtigen, das Herumschlendern dort macht uns grossen Spass, allerdings zwingt uns die Dunkelheit dann den Rueckweg anzutreten.


Ausblick ueber Luang Prabang

Am Abend pluendert Elisabeth noch den Nachtmarkt (die Beschreibung im Reisefuehrer als angenehmster Nachtmarkt trifft wirklich zu, hier schreit kein Haendler herum um Aufmerksamkeit zu bekommen). Das bedeutet fuer uns vier Wochen wiedermal Zusatzgepaeck zu schleppen, dafuer haben wir jetzt drei neue Tischlaeufer, acht Tischsets und einen tuerkisen Seidenschal.

Mit einem Abendessen am Fluss und mueden Beinen lassen wir den Tag ausklingen.


Mekong Fish Sweet/Sour

20.10.09

Tag 5 - Relaxen in Luang Prabang

Nachdem wir zuvor ein sehr hohes Reisetempo an den Tag gelegt haben gehen wir den ersten Tag in Luang Prabang sehr gemuetlich an. Wir schlafen lange und fruehstucken ganz bequem im Guesthouse. Unsere Aufgaben fuer diesen Tag: Geld abheben, Internetcafe, Kamera, Sichern der Grundbeduerfnisse und natuerlich endlich wieder Kniffeln.

Wir stellen fest, dass unser Guesthouse mitten in einem laotischen Wohngebiet liegt, was uns sehr symphatisch ist. Ausserdem treffen wir die indischen Briten wieder (die beiden sind auf einer 11-monatigen Asienreise und haben noch vier Monate vor sich), was ein Zeichen fuer ein gutes Preis-Leistungsverhaeltnis der Unterkunft ist, wenn man so lange unterwegs ist machen auch ein paar Euro einen Untschied.

Nachdem auch hier die ATMs aus dem Boden spreissen haben wir schnell die Maximalmenge von 700.000 Kip (~55 Euro) ab. Zu unserer grossen Verwunderung gibt es in der Naehe einen Shop mit Fotoutensilien. Auf die Frage "Camera broken - You repair?" ernten wir wie befuerchtet nur ein gequaeltes Laecheln. Also notieren wir die Preise und ziehen weiter ins Internetcafe.
Dort stellen wir fest, dass die Kameras nicht nur zwielichtig wirken (keine Originalverpackung), sondern auch viel teurer als bei uns sind. Also kommt Plan B zur Umsetzung. Und wie das so ist mit Plan B - es gibt ihn leider nicht ... Mal Mr. Google fragen ob er eine Idee hat! Bei Eingabe der genauen Fehlermeldung stoesst Tobias auf viele Seiten und eine davon bietet ein Auflistung zahlreicher Loesungsansaetze - nur anwenden wenn die Garantier erloschen ist. Da das bei einer 9-Jahre alten Kamera definitiv der Fall ist und wir nichts mehr zu verlieren haben -> einfach mal loslegen.
Und oh Verwunderung, Punkt 4 wirkt tatsaechlich und die Kamera faehrt die Linse wieder aus - Heureka!

Das gehoert gefeiert und, wir gehen typisch laotisch Essen: Auf Pfaehlen ueber dem Mekong geniessen wir aulam, eine Suppe aus Pilzen, Auberginen und einer bitterscharfen Wurzel und ein zweites Essen: Irgendwas mit Chicken, beides schmeckt sehr gut.

Mit Waesche waschen lassen am Nachmittag ueberanstrengen wir uns fast, also goennen wir uns das Kniffeln diesesmal in einem Kaffee (davon gibt es in laotischen Staedten seit de r Kolonialisierung durch die Franzosen etliche). Und dort wird der Bann endlich gebrochen und Tobias schafft es auf 3:1 aufzuholen :)


Cafe in Luang Prabang



Die Sonne geht unter am Mekong

Am Abend stolpern wir total zufaellig in ein luxurioeses Restaurant namens Roots & Leaves: Direkt auf einem Teich mit Seerosen und schwimmenden Kerzen gebaut, umgeben von wogenden Plamen. Als Kroenung des Ganzen gibt es eine schwimmende Insel auf der laotische Livemusik und Taenze aufgefuehrt werden. Auch das Essen ist toll und mit Kerzenschein ein typisches Honeymoon-Dinner, nur kostet das alles in Laos nur 14 Euro. Trotzdem eine grosse Summe im Vergleich zum Essensmarkt wo man gemischte vegetarische Gerichte zur Wahl um nur 0,40 Euro pro Personen bekommt.
Aber einen Teil des 35-fachen Preises war es schon wert und als die Vorfuehrungen aufhoeren gehen wir beschwingt zurueck ins Guesthouse.


Laotische Folklore im Restaurant

19.10.09

Tag 3 + 4 - Bootsfahrt auf dem Mekong

Nach einer hervorragend schmeckenden, diesmal vegetarischen, Reissuppe machen wir uns auf den Weg zur Anlagestelle fuer Slow Boats um uns dort Tickets und Proviant fuer die 2-taegige Fahrt nach Luang Prabang zu besorgen. Beim Boot treffen wir unsere franzoesischen "Informanten" wieder. Diese haben Tickets und Proviant natuerlich schon laengst besorgt; gemeinsam versuchen wir auf dem Boot einen guten Platz fuer den 1. Tag der Bootstour (geplante 6 h) zu ergattern. Das Boot selbst ist ein netter "Karren" mit zum Teil harten, ungemuetlichen Holzbaenken und zum anderen Teil 2er Sitzreihen von Autos. Diese sind zwar in punkto Gemuetlichkeit nicht der Hammer, aber in Hinblick der Alternativen das Beste was geboten wird. Vor allem die Ankuendigung der Ticketverkauferin dass "many many people" auf dem Boot sein werden und die Ankuendigung aus dem Lonely Planet, dass die Boote oft ueberfuellt sind, laesst uns zufrieden und neugierig die Abfahrt des Bootes erwarten.

Das Boot ist zur geplanten Abfahrtszeit bereits gut gefuellt, ploetzlich kommt ein Tross von geschaetzten 30 - 40 Personen an Board. Diese von uns spaeter "party-people" getauften Touristen werden samt Gepaeck in saemtlichen Ritzen des Schiffes verstaut. Einige finden neben dem laufenden und stinkenden Dieselmotor Platz, andere am Boden beim Heck des Schiffes. Nachdem alle, mehr oder weniger gluecklich einen Platz gefunden haben legen wir mit ca. 45 min. Verspaetung los.


Many Many

Die Fahrt am Mekong ist wunderschoen. Der Blick auf Urwaelder und die unberuehrte Natur ist beeindruckend. Ab und zu ziehen wir an einfachen Bambushaeusern, kleinen Fischerbooten (Einbaum-Boote) und spielenden Kindern vorbei.


Fischer am Mekong

Das Leben am Boot gestaltet sich eher touristisch. Ueberwiegend US-Amerikanische Mid-Zwanziger trinken in Massen Beer-Lao. Sie sind vermutlich unterwegs nach Vang Vieng, DEM Party-Ort (neben Ko Samui) in Suedost-Asien. Sonst passiert waehrend der 6-stuendigen Fahrt nicht sehr viel. Bei der Ankunft in Pak Beng, einem kleinen, gut auf Touristen ausgerichteten, Fischerdorf am Mekong suchen wir uns mit den Franzosen eine Unterkunft. Nachdem die beiden Franzosen recht nett sind, beschliessen wir den Abend mit "Bagpacker-Smalltalk" zu verbringen. Also gehen wir gemeinsam in ein phantastisches Indisches Restaurant mit Blick auf den Mekong Fluss. Spaeter unterhalten wir uns noch mit einem indisch-staemmigen Briten-Paerchen und 2 Oesterreichern. In dem Oertchen Pak Beng gibt es nur Strom aus Generatoren von ca. 18.00 - 22.30 Uhr. Noch eine kurze, kalte Dusche und ab ins Bett, um fuer den morgigen 2. Teil der Bootsreise gewappnet zu sein.

Am Morgen stehen wir zeitig auf um einigermassen gute Sitzplaetze fuer die Schifffahrt zu reservieren. Wir stellen fest, dass wir heute mit einem anderen Boot weiterfahren, welches zwar groesser, aber ausschliesslich mit Holzbaenken ausgestattet ist. Als wir unsere Plaetze beziehen, hoeren wir, dass heute noch mehr Personen auf dem Boot sein werden und aus diesem Grund werden einfache Bambusmatten am Boden ausgelegt. Wiederum sind wir froh Plaetze auf Baenken ergattet zu haben.


Transportwesen am Mekong

Unsere US-Amerikanischen "party-people" weigern sich, als sie das Boot sehen, an Bord zu gehen. Alle Versuche der Amis ein anderes Boot zu bekommen, zeigen bei den Laoten keinerlei Wirkung. Schliesslich betreten diese 30 min. spaeter doch das Boot mit dem Effekt, dass sie wieder schlechte Sitzplaetze bekommen.


Der Sohn von Michael Moore faehrt auch mit

Beim gemuetlich machen passiert ein Missgeschick und die Kamera faellt auf den Boden, sie geht kaputt... Leider laesst sich die Kamera nicht mehr einschalten, die Linse faehrt nicht mehr aus. Wir fuerchten sehr, dass wir bis Hanoi keine Fotos mehr machen koennen, da wir in den Orten bis dahin weder eine neue Kamera, noch die Alte reparieren werden koennen. Das war's leider vorerst mit Fotos ...

Die relativ lange Bootsfahrt von 8 h nach Luang Prabang vergeht fuer uns schnell. Wir verbringen die Zeit hauptsaechlich damit die Landschaft zu bewrundern und zum Teil beobachten wir andere Reisende auf dem Boot wie sie sich die Zeit vertreiben. Einige trinken wieder Bier, einige spielen Karten, einige lesen, einige jammern ueber die lange Bootsfahrt.


Blick auf den Mekong

Gegen 18.00 Uhr kommen wir mit starkem "Seegang" in Luang Prabang an und machen uns auf die Suche nach einer passenden Unterkunft fuer mehrere Tage. Nach einiger Zeit und einigen gesichteten "Gefaengniszellen" finden wir schliesslich verschwitzt und erschoepft (aber gluecklich) eine schoene, helle und saubere Unterkunft.

Nach einem gemuetlichen Abendessen begeben wir uns ins schwankende Bett.

16.10.09

Tag 2 - Wir verlassen Thailand schon wieder

In der Frueh heisst es bald aufstehen, wir wollen den Bus nach Chiang Khong, zur Grenze von Laos, erwischen. Auf diese Idee kamen mehrere Touristen und so warten wir relativ lange auf unser Fruehstuck (ausserdem: today not have: rice soup) und die Leute rundherum werden relativ unruhig und stressen die armen Thais. Beim Abrechnen des Zimmers kaempft die Angestellte mit den Preisen und dem Taschenrechner. Tobias korrigiert sie einige Male und trotzdem kommt eine unerwartete Summe heraus. Da der Endbetrag jedoch niedriger als erwartet ist lassen wir es gut sein und brechen Richtung Busbahnhof auf.
5min spaeter lautes Hupen, die Thai ist uns mit dem Moped gefolgt, inklusive ihres Abrechnungsbuches und erklaert uns intensiv gestikulierend, dass die Summe nicht passte. Also kassiert sie auf der Strasse noch 80 Baht (Wechselgeld hat sie nicht dabei) und wir ziehen mit einem Grinsen weiter.

Am Busbahnhof angekommen nehmen wir mit vier Franzosen aus dem Guesthouse (die schon lange vorher losgesprintet waren) den Expressbus nach Chiang Khong.


Im Bus Richtung Laos

Wir spielen schon wieder Super Mario, diesesmal aber unfreiwillig ... Der Bus ist so schlecht gefedert, dass wir fuer jede Unebenheit viermal nachwippen, also huepfen wir nach Chiang Khong. Elisabeth nuetzt ihre Faehigkeit ueberall und jederzeit schlafen zu koennen waehrend Tobias Musik hoert und die schoene Landschaft beobachtet. Einmal versaeumen wir eine "Haltestelle" (eine fuer uns nicht erkennbare Stelle in der Landschaft) woraufhin der Bus rueckwaerts, ueber eine beachtliche Strecke, dorthin zurueck kehrt.

Wir kommen an einem Mini-Grenzuebergang an, reisen aus Thailand aus, mit dem Boot ueber den Fluss und in Laos wieder ein. Dabei verlassen wir uns sehr stark auf die laotische Gelassenheit, wir haben ja keine Passphotos, also muss ein Scan unseres Passes ausgedruckt im Internetcafe herhalten. Und auf die Laoten ist Verlass - wir koennen problemlos einreisen ... :)


Ausreise aus Thailand

In Houay Xay (Laos) angekommen suchen wir uns ein wunderschoenes Guesthouse mit grosszuegiger Terasse mit Blick auf den Mekong. Wir fuehlen uns sofort pudelwohl und flanieren eine gewisse Zeit einfach herum, die obligatorische Kniffelpartie darf natuerlich nicht fehlen - Elisabeth ist nicht nur durch die Hochzeit ;-) sondern auch beim Kniffeln mit Glueck gesegnet, sie fuehrt schon mit 3:0 ...


Balkon im Guesthouse

Waehrend die Franzosen herum laufen und alles fuer die Weiterreise mit dem Boot klaeren sitzen wir relaxed in einem Lokal und lassen uns dann alles erklaeren.
Geplant ist morgen um 11:00 Uhr mit dem Boot in Form einer zweitaegigen Fahrt am Mekong nach Luang Prabang zu gelangen.

Am Nachmittag schlendern wir noch gemuetlich im Ort herum und besichtigen einen Tempel der ueber dem Ort thront. Wir geniessen den Flair sehr ...


Uebrigens: Wer sie noch nicht kennt, the one and only Reiseschildkroete Atia - sie ist natuerlich live dabei und postet hier ihrer Photos.

Tag 1 - Eintauchen ins Thailaendische

Heute ist unser erster "richtiger" Urlaubstag in Thailand. Zu Beginn lassen wir es mit einem herrlichen Fruehstueck in unserem zauberhaften Garten ganz ruhig angehen. Zum Glueck hat Tobi das Thai-Englisch schon verinnerlicht. Beispiel gefaellig: Wir sitzen beim Fruehstueck und die Dame vom Guesthouse fragt "You stay more?" Dies hat bei mir nur fragende Blicke hinterlassen, Tobi hingegen hat prompt in perfektem Thai-Englisch mit "We stay tomorrow!" geantwortet und die Dame hat sich offensichtlich ausgekannt ...

Am Vormittag schlendern wir gemuetlich durch Chiang Rai, vorbei an der Moschee und schnurstracks zum bekanntesten Wat der Stadt, einem Bambus-Wat.


Moschee in Chiang Rai

Das Besondere an diesem Wat ist der Smaragd-Budda, welcher, der Legende nach, duch einen Blitzschlag zum Vorschein kam und ueber die Jahrhunderte hinweg verschleppt wurde. Derzeit steht in Chiang Rai eine Nachbildung, das Original steht in Bangkok im Wat Phra Kaeo.


Wat Phra Kaew - Chiang Rai

Nach dem Mittagessen goenne ich mir eine original Thai-Massage! Auf der Suche nach einem serioesen Anbieter finde ich tatsaechlich einen netten Laden, wo mir gleich eine Art Pyjama angeboten wird und ich die naechsten 60 min durchgeknetet werde. Ich habe ganz vergessen, wie weh diese Massage zum Teil tut. War um ich mir das "antue"? Ich fuehle mich anschiessend wie neu geboren! Bei der Thai-Massage wird lt. Wikipedia die Energiefluss (Energielinien im Koerper) aktiviert. Nach der Massage wird mir eine Tasse Tee serviert, ich bezahle 180 Baht (ca. 3.5 Euro) und gehe energiegelanden zurueck zum Guesthouse.

Zum Abschluss unseres Chiang Rai Aufenthaltes suchen wir ein besonders empfohlenes Restaurant auf. Tobi bestellt auf Thai (!!!) und die Kellnerin versteht auf Anhieb was wir hungrigen Mauler haben wollen! Das Essen selbst schmeckt hervorragend, nur leider ist alles SEHR scharf! Tobi kaempft mit seinem Curry, selbst mit der doppelten Portion Reis schafft er es nicht alles aufzuessen und kaempft danach (zum ersten Mal nach Thai-Essen) mit Magenschmerzen - Onkel Eddi macht's wieder gut :-)

Zum Abschluss dieses Parade-Urlaubstag machen wir noch einen Abstecher auf den Nightmarket, wo sich Elisabeth der Shopping-Freude ganz und gar hingibt. Das Ergebnis: 2 Armbaender und eine original Fischerhose (Thai-Style).


15.10.09

Tag 0 oder Im Zeichen der Swine-Flu

Es geht los und weil es unsere Hochzeitsreise (und ausserden extrem kalt) ist lassen wir uns mit dem Taxi zum Bahnhof fahren. Von dort aus geht es weiter nach Muenchen und trotz Verspaetung erwischen wir die planmaessige S-Bahn zum Flughafen noch ganz knapp.
Dort angekommen erwartet uns eine lange Schlange vor dem Check-In-Schalter inklusive eines voellig ausgebuchten Fliegers. 11 Stunden Direktflug, am Anfang gepraegt durch heftige Turbulenzen, da bekommt man die Achterbahn gleich gratis dazu. Neben einem guten Essen bleibt uns noch viel Zeit um zu schlafen und Super Mario ueber das Entertainment-System zu spielen.
Am Beginn des Fluges faellt uns ein stark hustender Mann in der Reihe neben uns auf - beim Aussteigen husten dann auch schon jeweils die beiden Reihen vor und hinter ihm - die Schweinegrippe greift um sich (die beginnt anscheinend mit starkem Husten). Bei der Landung in Bangkok fallen uns sofort die Angestellten auf, die alle mit einer Maske geschuetzt sind. Ausserdem wurden wir noch mit einer Waermebildkamera kontrolliert - entweder ist die Grippe in Asien wirklich so stark oder die Leute dort haben starke Paranoia, beruhigend ist das alles irgendwie nicht so wirklich ...

Jetzt heisst es einmal 6 Stunden auf den Anschlussflug warten, die Zeit vertreiben wir uns mit Schlafen (sofern das auf den Sesseln dort moeglich ist) und Beobachten der Leute, als auch der asiatischen Welt. Am besten gefaellt uns eine Angestellte die neben einer Rollbahn in der Naehe unserer Sesseln steht und bei der wir nach zwei Stunden Beobachtung noch immer nicht sagen koennen was genau ihr Job ist - also gleich mal ausprobiert: Wir stellen uns zoegernd mit dem Trolly neben sie und bekommen sofort die Instruktionen wie man damit die Rollbahn benutzen soll, funktioniert auch perfekt und wir sind dann solche Profis, dass wir bei der Angestellten am Ende der Bahn gar keine Anweisungen mehr benoetigen (Arbeitskraft ist in Thailand nicht wirklich teuer ...).

Nach einem ruhigen Panorama-Flug (super Ausblick ueber Thailand - obwohl wir sehr viel schlafen) kommen wir am fruehen Nachmittag in Chiang Rai an, wo wir in einem gemuetlichen Guesthouse inklusive nettem Garten einchecken.


relaxen im Guesthouse

Jetzt heisst es schnell auspacken um asap bei der ganzen Schweingrippe Echinacin-Tropfen zu nehmen. Wir muessen allerdings fest stellen, dass wir diesmal nicht so gut organisiert sind - wir haben keine Kugelschreiber, kein Heft fuer unsere Notizen und die Passphotos fuer das Laos-Visum haben wir auch vergessen; dafuer war unser Rucksack um 1 kg leichter ;)

Am Nachmittag starten wir unsere obligatorische Urlaubs-Kniffelwertung (Elisabeth siegt dann zweier Kniffeln) mit Cola light und Wasabi-Nuessen, Tobias bleiben nur die Durchhalteparolen - I'll be back!
Am Abend gehen wir dann nur mehr gemuetlich Essen. Muslimisches Essen im Wohnzimmer der Dame - wir wollen schon fast ein Bier bestellen ... und sind das Huehnerfleisch der Einheimischen, inklusive Fett, Haut und Knochen noch nicht so richtig gewoehnt, dafuer kosten zwei Abendessen inklusive Getraenk nur 70 Baht (1,40 Euro). Danach schlendern wir ein bisschen durch die Stadt und ueber den Markt, bevor wir dann in einem tiefen, langen Schlaf fallen um uns von den Strapazen zu erholen und an die Zeitumstellung zu gewoehnen.


Vorgeschmack auf Laos - wir konnten es beim besten Willen nicht mal kosten


Turmuhr von Chiang Rai

14.10.09

Luang Prabang - Oudomphong Guest House

Wie aus dem Ei gepellt steht das Guesthouse da! Frisch gestrichen, alles neu! Die Zimmer sind zwar klein, dafuer hell und sauber und mit Fan ausgestattet. Wir fuehlen uns hier wohl!

Zu finden ist das Guesthouse ganz in der Naehe des riesigen Handymastens (= Post office und Telekom) in einer kleinen Seitengasse. Adresse: 65/4 Ban Houaxieng (near Kaemkong Road); Luang Prabang.

Wir zahlen fuer das Zimmer pro Nacht 60.000 Kip (ca. 5 Euro). Kaffee, Tee, Bananen und Wasser gibts bei der "Open-Air" Rezeption gratis!

Das familiaere Guesthouse mitten unter den laotischen Einheimischen ist ein gutes Gegengewicht zum sonst eher touristischen Luang Prabang!