Nachdem wir zuvor ein sehr hohes Reisetempo an den Tag gelegt haben gehen wir den ersten Tag in Luang Prabang sehr gemuetlich an. Wir schlafen lange und fruehstucken ganz bequem im Guesthouse. Unsere Aufgaben fuer diesen Tag: Geld abheben, Internetcafe, Kamera, Sichern der Grundbeduerfnisse und natuerlich endlich wieder Kniffeln.
Wir stellen fest, dass unser Guesthouse mitten in einem laotischen Wohngebiet liegt, was uns sehr symphatisch ist. Ausserdem treffen wir die indischen Briten wieder (die beiden sind auf einer 11-monatigen Asienreise und haben noch vier Monate vor sich), was ein Zeichen fuer ein gutes Preis-Leistungsverhaeltnis der Unterkunft ist, wenn man so lange unterwegs ist machen auch ein paar Euro einen Untschied.
Nachdem auch hier die ATMs aus dem Boden spreissen haben wir schnell die Maximalmenge von 700.000 Kip (~55 Euro) ab. Zu unserer grossen Verwunderung gibt es in der Naehe einen Shop mit Fotoutensilien. Auf die Frage "Camera broken - You repair?" ernten wir wie befuerchtet nur ein gequaeltes Laecheln. Also notieren wir die Preise und ziehen weiter ins Internetcafe.
Dort stellen wir fest, dass die Kameras nicht nur zwielichtig wirken (keine Originalverpackung), sondern auch viel teurer als bei uns sind. Also kommt Plan B zur Umsetzung. Und wie das so ist mit Plan B - es gibt ihn leider nicht ... Mal Mr. Google fragen ob er eine Idee hat! Bei Eingabe der genauen Fehlermeldung stoesst Tobias auf viele Seiten und eine davon bietet ein Auflistung zahlreicher Loesungsansaetze - nur anwenden wenn die Garantier erloschen ist. Da das bei einer 9-Jahre alten Kamera definitiv der Fall ist und wir nichts mehr zu verlieren haben -> einfach mal loslegen.
Und oh Verwunderung, Punkt 4 wirkt tatsaechlich und die Kamera faehrt die Linse wieder aus - Heureka!
Das gehoert gefeiert und, wir gehen typisch laotisch Essen: Auf Pfaehlen ueber dem Mekong geniessen wir aulam, eine Suppe aus Pilzen, Auberginen und einer bitterscharfen Wurzel und ein zweites Essen: Irgendwas mit Chicken, beides schmeckt sehr gut.
Mit Waesche waschen lassen am Nachmittag ueberanstrengen wir uns fast, also goennen wir uns das Kniffeln diesesmal in einem Kaffee (davon gibt es in laotischen Staedten seit de r Kolonialisierung durch die Franzosen etliche). Und dort wird der Bann endlich gebrochen und Tobias schafft es auf 3:1 aufzuholen :)

Cafe in Luang Prabang

Die Sonne geht unter am Mekong
Am Abend stolpern wir total zufaellig in ein luxurioeses Restaurant namens Roots & Leaves: Direkt auf einem Teich mit Seerosen und schwimmenden Kerzen gebaut, umgeben von wogenden Plamen. Als Kroenung des Ganzen gibt es eine schwimmende Insel auf der laotische Livemusik und Taenze aufgefuehrt werden. Auch das Essen ist toll und mit Kerzenschein ein typisches Honeymoon-Dinner, nur kostet das alles in Laos nur 14 Euro. Trotzdem eine grosse Summe im Vergleich zum Essensmarkt wo man gemischte vegetarische Gerichte zur Wahl um nur 0,40 Euro pro Personen bekommt.
Aber einen Teil des 35-fachen Preises war es schon wert und als die Vorfuehrungen aufhoeren gehen wir beschwingt zurueck ins Guesthouse.

Laotische Folklore im Restaurant