« Tag 6 - Wats faszinieren uns immer wieder aufs Neue | Hauptseite | Tag 8 - Auf gehts in die Berge »

Tag 7 - ein unerwarteter Faulenzertag

Die geplante Radtour fuer heute zum Wasserfall findet nicht statt. Die Suche nach geeigneten Fahrraedern fuer die ca. 35 km lange Strecke verlief erfolglos. De Raeder hielten dem hohen Elisabeth-Fahrrad-Check nicht stand und auf mangelhaften Fahrraedern die Tour zu bestreiten, dafuer sind die Wunden aus dem letzten Jahr noch nicht verheilt (Tour nach Champasak mit desolaten Raedern ...). Daher beschliessen wir kurzer Hand den Tag ruhig und ohne ausserordentliche koerperliche Anstrengung zu verbringen.

Der Tag beginnt schon sehr frueh, da wir der Moenchzeremonie (taeglich bei Sonnenaufgang), bei der Glaeubige Gaben in Form von Reis und Fruechten geben, beiwohnen wollen. Ein wenig hatten wir es schon geahnt, dass dieser "Opfergang" zu einer Touristenattraktion geworden ist. In den Wats findet man ueberall Beschreibungen, wie man sich als Tourist bei diesem heiligen Akt zu verhalten habe. Zum Beispiel soll man den Moenchen nur etwas geben, wenn es einem selbst tatsaechlich was bedeutet, man soll keinen Blitz beim Fotografieren verwenden, nicht die Reihe der Moenche durchbrechen, sich nicht hoeher stellen als die Moenche sind (zB auf eine Stufe) und sich angemessen bekleiden (Knie und Schultern bedecken).

Wir schleichen uns also noch bei Dunkelheit aus dem Guesthouse und gehen Richtung Wats. Wir sind bei weitem nicht allein, einige Touristen saeumen schon den Strassenrand, bald kommen auch Busse in denen Touristen zur Zeremonie herangekarrt werden. Sobald die Schar von Moenchen (sicher ueber 150 Moenche) im Gaensemarsch an den Glaeubigen vorbei gehen und die Gaben in ihren Schalen in Empfang nehmen, kommen auch die ersten Blitze der Kameras. Uns graut und wir fuehlen uns schaebig mitten in dieser Touristenschar zu stehen. Peinlich beruehrt stehlen wir uns davon. Wir bedauern es sehr, dass durch taktlose Touristen dieser religioese Akt fuer die Moenche und fuer die Glaeubigen zerstoert wird.


Operfgaben an die Moenche

Am Nachmittag schlendern wir zum Koenigspalast. Seit ca. 650 Jahren gab es in Laos Koenige, mit dem Kommunismus war es dann auch auch mit den Koenigen vorbei. Die Koenigsfamilie wurde in sog. Umerziehungslager gebracht, wo sie mangels aerztlicher Versorgung bzw. Unterernaehrung zwischen 1979 - 1981 allesamt starben. Einen offiziellen Bericht von Seiten der laotischen Regierung zur genauen Todesursache gibt es bis heute angeblich nicht.

Der Koenigspalast selbst ist sehr gut erhalten und jedenfalls einen Besuch wert. Der Palast, vor allem der goldverzierte Thronsaal ist beeindruckend. Neben den koenigichen Gemaechern (Schlafzimmer, Esszimmer, etc.) sind auch Staatsgeschenke, der Fuhrpark, historische Lao-Musikinstrumente u.a. ausgestellt. Vor allem das Geschirr hat es uns angetan und wir stellen fest, dass unser Geschirr und unser Esstisch zu Hause koenigsgleich sind. Veilleicht sollten wir doch noch unsere Berufe wechseln und Koenig und Koenigin werden! ;-)


Wat neben dem Koenigspalast

Am Abend geniessen wir am Mekongufer unser letztes Mahl in Luang Prabang und stellen uns schon seelisch auf eine laotische 8-10 h Busfahrt nach Phonsavan ein!


Garkuechen am Strassenrand

TrackBack

TrackBack-URL zu diesem Eintrag:
http://www.pccp.at/cgi-bin/mt/mt-tb.cgi/391

Über diese Seite

Diese Seite enthält einen einzelnen am 22.10.09 14:19 erschienenen Blogeintrag.

Zuvor erschien in diesem Blog Tag 6 - Wats faszinieren uns immer wieder aufs Neue.

Danach erschien Tag 8 - Auf gehts in die Berge.

Viele weitere Einträge finden Sie auf der Hauptseite und im Archiv.

Powered by
Movable Type 5.12