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Tag 9 - Ebene der Tonkruege

Gestern Abend ging alles wieder ganz easy-easy. Ein freundlicher junger Mann hat uns voellig selbstlos eine Tour zu den Ebenen der Tonkruegen inkl. Stop in der "Lao-Lao-Village" und "Russian Tank" verkauft und schon gings los. Mit 4 anderen Bagpackern (2 Neuseelaender, 1 Deutsche und 1 Asiate) im Mini-Bus ging es zuerst zur Site 1 der Ebene der Tonkruege.

Bevor es losgeht weist uns unser Guide, ein Hmong (Hmong: Stamm in Laos, welcher vor ca. 250 Jahren aus der Mongolei und Tibet nach Laos gekommen ist) auf die Blindgaengergefahr in diesem Gebiet hin. Auch grosse Hinweisschilder erklaeren, dass man sich nur auf den entmienten Wegen (gekennzeichnet durch weiss-rote Steine) bewegen darf. Die Blindgaenger stammen aus der fast 100-jaehrigen Kriegsgeschichte in Laos und wurden abgeworfen von saemtlichen Nationen wie Frankreich, China, USA, Russland und Vietnam. Heute noch sterben jaehrlich 30 - 60 Personen an Blindgaengern (davon 40 % Kinder). Es ist fuer uns kaum fassbar, so hautnah zu spueren wie ein Land noch immer dermassen mit den Folgen des Krieges zu leben hat. Auch die Krater resultierend aus den Bombeneinschlaegen lassen uns erschaudern.

Hier in der Ebene der Tonkruege (so wird die Gegend hier genannt) gibt es bis zu 65 verschiedene Plaetze, wo ca. 2.000 Jahre alte Tonkruege gefunden wurden. Bis heute ranken sich Legenden um die Herkunft und vor allem um die damalige Verwendung dieser Kruege. Es gibt verschiedene Theorien: Kruege zur Aufbewahrung von Reis, Wasser oder Aehnlichem, oder Grabstaetten oder Gaerbottiche fuer Wein. Die Tonkruege liegen in einer traumhaft schoenen Landschaft, zum Teil sind die Kruege bis zu 3 m hoch. Als wir in dem Territorium mit Dutzenden von Tonkruegen herumschlendern, kommen Assoziationen zu den Menhiren in der Bretagne hoch. Da gibts ja auch nur Vermutungen wofuer die gut waren.
Nach dem Besuch dieser ersten Fundstaette (Site 1) der Tonkruege gabs einen kurzen Zwischenstopp in der sog. "Lao-Lao-Village". Zur Erklaerung: Lao Lao ist fuer die Laoten das, was fuer uns Oesterreicher der Obstler ist. Nur machen die Laoten ihren Schnaps natuerlich aus Reis und das Ergebnis ist dann Reiswhisky. In dem Dorf wird uns erklaert, wie der Lao-Lao hergestellt wird und jeder bekommt, quasi zur "Vormittagsjause" einen doppelten Lao-Lao. Fazit: wir sind mehr als angeheitert ...

Weiter geht die Fahrt zu zwei weiteren Plaetzen, hier gibt es erstmals Nudelsuppe mit Huhn. Nach der Mittagspause gehts weiter zur Site 3. Wir wandern durch gold-gelbe Reisfelder, der Reis steht kurz vor der Ernte, und gelangen schliesslich zu weiteren Tonkruegen. Die Landschaft hier ist ueberwaeltigend schoen!
Wir verbringen dort einige Zeit und unser Guide erzaehlt, dass heute noch viele Menschen nach Blindgaengern suchen und das Material (Pulver, Metall) dann an die Vietnamesen verkaufen. Auch Kinder spielen zumTeil mit alten Kriegsrelikten, unwissend ob die Gegenstaende noch explosiv sind oder nicht.

Zum Abschluss der Tour geht es noch zum "Russian Tank" welcher aus dem sog. "geheimen Krieg" stammt. Dieses Vehikel ist fuer uns ziemlich unspektakulaer (der Panzer ist bis auf die Huelle ausgeschlachtet), wir machen 1 Foto und ab geht es zurueck in unser Guesthouse.

Bilder Ebene der Tonkruege:











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Kommentare (1)

Andrea:

Hallo ihr 2!

Als erstes: Herzlichen Glückwunsch!! Ich wünsche euch alles Gute für all die kurvenreichen Serpentinen durch euer Eheleben! Na, eine bessere Hochzeitsreise kann man ja kaum machen!

Ich hab heute mal auf eure Seite geschaut, da ich mir dachte, das ihr ja jetzt wieder unterwegs sein müsstet.... und bin total begeistert von euren Beschreibungen und echt froh, das ihr das mit dem Fotoapparat wieder hingekriegt habt :-)

Noch eine ganz schöne Zeit!! Liebe Grüße von Andrea

Über diese Seite

Diese Seite enthält einen einzelnen am 24.10.09 9:52 erschienenen Blogeintrag.

Zuvor erschien in diesem Blog Zeitplan.

Danach erschien Tag 10 - On the road again.

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