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Tag 22 - 28: Koh Jum

Nach einer ruhigen Nacht untermalt mit dem Rauschen des Meeres gehen wir zum Fruehstueck in unser zukuenftiges Ressort (wir werden dazu vom Besitzer eingeladen). Da einer der Inhaber ein Franzose ist gibt es ein riesiges europaeisches Fruehstueck: frisch gepressten Orangensaft, grosse Kanne Tee oder Kaffee, Croissants (aus Frankreich importiert), Brot mit delikater Marmelade, Omelette, Fruechte - wir schlemmen wie die Wilden und haben dafuer dann keinen Hunger fuers Mittagessen mehr.
Um 11:00 Uhr koennen wir unsere Luxushuette beziehen. Von aussen sieht die Huette, im thailaendischen Stil auf Stelzen gebaut und aus Naturmaterialien gefertigt, sehr praechtig aus, als wir das Innere betreten stockt uns der Atem. Es empfaengt uns ein Meer aus Blumen, welches die 50 Quadratmeter Huette zu unserem Empfang schmueckt. Die Huette ist geschmackvoll und grosszuegig eingerichtet - hier werden wir es locker eine Woche aushalten koennen ;)


Unsere Huette


Blick von der Veranda

Die ganze Anlage hier ist paradiesisch, die Huetten in grossem Abstand zwischen Palmen und Baeumen verteilt, der Swimmingpool inmitten bluehender Blumen und beim Blick ins Restaurant sieht man das Meer glitzern. Abgerundet wird der Luxus mit so netten Details wie Bambushaengematten mit Blick aufs Meer, gemuetlichen Strandliegen und einem weitlaeufigen Aufenthaltsbereich mit Brettspielen, Buechern, Couch, TV, Internet inklusive einer Bar mit gemuetlichen Sesseln und einer Kuschelecke.



Der Blick vom Pool Richtung unserer Huette


Relaxen pur

Ein weiteres grosses Plus fuer das Ressort - es ist das Einzige mit Warmwasser auf der Insel. Interessant fuer uns zu beobachten ist allerdings, dass hier mit der Hand gewaschen werden muss. Wir erfahren, dass es erst seit einigen Monaten Strom vom Festland hier auf der Insel gibt, Waschmaschinen haben deswegen noch keine Verwendung gefunden.

Nachdem noch nicht Hauptsaison ist stehen die Ressorts auf der Insel su gut wie leer und es ist angenehm ruhig und verschlafen. So nutzen wir diese "Einsamkeit" fuer lange Spaziergaenge am Strand und beobachten die Fischer wie sie mit ihrem Fang anlegen. Unsere Strandspaziergaenge dauern deswegen noch laenger weil wir staendig stehen bleiben muessen damit Elisabeth Muscheln aufsammeln kann.
Auffallend ist wie dezent die meisten Ressorts in die natuerliche Landschaft integriert sind, beim Blick vom Boot zum Strand faellt einem fast nicht auf, dass hier in den letzten Jahren (nach dem Tsunami) sehr viele neue Unterkuenfte gebaut wurden.



Strandspaziergang

Wir geniessen unseren Aufenthalt hier und lassen uns verwoehnen. Die Mischung hier ist wirklich interessant und fuer uns teilweise fast zu europaeisch angepasst. Das Essen ist sehr mild und als wir dann nach ein paar Mahlzeiten extra "spicy" bestellen freut sich die Kellnerin sichtlich und wir bekommen endlich den Schaerfegrad der fuer uns zu thailaendischem Essen gehoert. Als Draufgabe bekommen wir an diesem Abend noch eine, fuer die Region typische, Nachspeise als Geschenk der Kueche - schmeckt abenteuerlich, aber nicht schlecht. Teilweise kommen wir uns wie in Frankreich vor, nachdem der "Farang" beim Besitzerpaerchen Franzose ist, sind viele Franzosen als Gaeste da. Es gibt Croissants zum Fruehstuck und auf der Speisekarte Crepes und sogar Wein. Untermalt werden die Mahlzeiten im Lokal mit franzoesischer und griechischer (?) Musik - das ist der Nachteil eines Luxusressorts, dort wird auf die Wuensche der Touristen (fuer uns) zu stark eingegangen und damit das Thailand- Erlebnis abgeschwaecht, doch angenehm europaeisiert.

Wir geniessen unsere Zeit dort trotz dieses kleinen Nachteils sehr, zum Essen gehen wir einfach oefter zum Nachbar-Ressort, dort gibt es authentischere thailaendische Mahlzeiten und wir holen uns die benoetigte Schaerfe-Dosis. Sonst ist alles wie dafuer geschaffen in diesem Ressort einige Tage zu entspannen, die Seele baumeln zu lassen und es sich so richtig gut gehen zu lassen.


Der Moment vor dem Abendessen

Einmal werden wir dann erstaunlich aktiv und borgen uns in der Naehe unserer Unterkunft Raeder aus um die Insel zu erkunden. Die Raeder sind eindeutig nicht fuer unsere Groesse ausgelegt, aber das Beste was wir auf der Insel finden konnten. So erreichen wir mit schmerzenden Fuessen den 4 km entfernten Hauptort der Insel. Dort lernen wir (unfreiwillig) die Dorfhexe kennen (wir taufen sie wegen ihres Aussehens so), eine uralte Holländerin mit weissem langem Haar, die seit 19 Jahren auf der Insel lebt und uns mit einigen Weisheiten unterhaelt, kurz unterbrochen nur von einer kurzen Jagd mit Hilfe einer Steinschleuder ...
Der Nordteil der Insel mit dem von ueberall sichtbaren Berg koennen wir leider nicht mehr erforschen, denn als wir unsere eingekauften Vorraete in unsere Huette bringen setzt ein starker Regen ein, der bis zum Abend nicht mehr auffhoert - das war es dadurch dann auch schon wieder mit unserem Radausflug.

In unserem paradiesischen Ressort vergeht die Woche Entspannen viel zu schnell und so naht der Tag des Abschieds und unsere Abreise nach Ko Phi Phi - am letzten Abend (dem einmonatigen Jubilaeum unserer Hochzeit) gibt es neben einem wunderschoenen Sonnenuntergang noch ein romantisches Fisch-Candlelight-Dinner auf der Terrasse unserer Huette. Wer weiss, vielleicht kommen wir ja mal wieder (silberne Hochzeit oder so ... ;) )


Vom Sonnenuntergang ueber dem Meer kann man nicht genug bekommen

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Diese Seite enthält einen einzelnen am 11.11.09 12:11 erschienenen Blogeintrag.

Zuvor erschien in diesem Blog Tag 21: Reif fuer die Insel.

Danach erschien Tag 29 - 31: Koh Phi Phi.

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