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Tag 2: Sightseeing in Bangkok

In der Nacht laeutet um kurz vor 2 Uhr der Wecker, Koenig-Fussball regiert ab diesem Zeitpunkt bei uns im Zimmer. Elisabeth ist wegen dem Halbfinalspiel so aufgeregt, dass sie sich schon seit 1 Uhr im Bett waelzt, manche sagen auch Jetlag dazu ;)
So schauen wir zu zweit auf einem thailaendischen Sender das Spiel und zwar mit englischem Originalkommentar bei dem ein Thai einfach drueber kommentiert, bei diesem Mischmasch verstehen wir gar nichts mehr ... Ist ja egal, wir sehen den ungefaehrdeten Aufstieg von Barcelona ins Finale -> STRIKE, BARCA SON CAMPIONS und knabbern dabei leckere Wasabi-Nuesse. Danach schlafen wir wieder friedlich weiter, waehrend die Klimaanlage durchlaeuft, die Hitze drueckt von ueberall ins Zimmer.

Am naechsten Morgen freuen wir uns schon, halbwegs ausgeschlafen, auf das Wendy-Fruehstueck - aber die Welt hat sich weitergedreht: Es gibt jetzt Buffet mit Cornflakes, Toast, Croissant. Den Traenen nahe fragen wir nach Asian Breakfast, die Kellnerin versteht uns natuerlich ueberhaupt nicht und holt Wendy, der wir unseren Extrawunsch erneut vortragen - "Ah rice soup" ist die Antwort und natuerlich hinten nach "You are welcome". Sie uebersetzt fuer uns und alle Beteiligten freuen sich sichtlich ueber unsere Thai-Vorlieben. Wir auch und so geniessen wir kurz darauf unsere Reissuppe mit Schwammerl - YAMMI!
Der Fortschritt hat hier wirklich Einzug gehalten, etliche Gaeste sitzen mit ihrem iPhone hier und gleich bei dreien kann ich einen Blick auf Facebook erhaschen, da sind wir ja froh, dass wir Netbook und Handy zu Hause gelassen haben und stattdessen Internet Cafes bevorzugen, ist fuer das Urlaubsfeeling irgendwie netter und kommunikativer ...

So gestaerkt ruesten wir uns fuer einen Sightseeing-Tag und nehmen zuerst mal ein Taxi nach Chinatown. Dort angekommen schlendern wir durch die engen Strassen, die Eindruecke ueberwaeltigen uns - das hier ist ein riesiger Markt mit Vierteln, die nach verkauften Waren geordnet sind. Die Sinneseindruecke sind unglaublich: eng, laut, geruchsintensiv und natuerlich drueckend heiss. So vergeht die Zeit wie im Flug und wir spazieren an unzaehligen Waren vorbei, von Dildos ueber Waffen bis zu mehreren Strassenzuegen mit Schuhen und Taschen, Lebensmittel, Schmuck, usw. Mittagessen tun wir dann gleich bei einer Garkueche am Strassenrand, wo uns der leckere Geruch beim Vorbeigehen in die Nase steigt, wir bestellen mit Haenden und Fuessen Noodle Soup vegetarian original chinese style - YAMMI ONCE AGAIN :)

Impressionen aus Chinatown

Bangkok Chinatown

Bangkok Chinatown Gasse

Nach dem Mittagessen haben wir noch ein bisschen Energie, allerdings ist es mittlerweile unertraeglich heiss, wir huschen von Schatten zu Schatten und die beiden Wats die wir noch besuchen wollen zu finden ist bei diesem Strassenwirwarr ein Ding der Unmoeglichkeit. Also stolpern wir in ein Cafe, die Kuehlschranktemperaturen sind ein Hit und wir goennen uns Thai-Tee mit Milk, ungewohnt aber sehr schmackhaft. Die Leute in dem Lokal sind sehr freundlich, wir ratschen ziemlich lange und Oesterreich wird wiedermal wegen der EM erkannt: "Ah beautiful pictures from TV". Der Kellner meint es sei extrem heiss im Moment, wir sollen ruhig noch eine Zeitlang relaxen hier. Und so fuehlen wir uns richtig eingeladen und sitzen sehr lange in dem Lokal. Beim Abschied lassen wir uns noch den Weg zu beiden Wats erklaeren, wir sind ueberraschenderweise gar nicht weit weg :)

Der erste Tempel bietet drei Religionen unter seinem Dach: Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus (man probiere mal sich das bei uns im Christentum vorzustellen ...) und vor allem viele Glaeubige die hier zum Beten sind.
Der zweite Tempel ist sehr praechtig, eine wunderschoene Tempelanlage mit einer grossen Stupa und natuerlich dem grossen Buddha aus massivem Gold (der Reisefuehrer meint hier kniet nicht nur Onkel Dagobert nieder ;). Wir geniessen den Flair eine Zeitlang bevor wir dann zum Hauptbahnhof weitergehen um auf dem Weg zur U-Bahn noch den Zugplan fuer die geplante Fahrt nach Ayutthaya zu erfragen. Vor dem Eingang zum Bahnhofsgebaeude riecht es so gut, dass wir spontan auf ein gruenes Curry einkehren, die Strassenstaende ziehen uns heuer magisch in den Bann!

Wat in Chinatown

Golden Buddha

Wat Traimit

Nach dieser kleinen Staerkung geht es weiter zum Lumphini Park. Dieser Park ist eine Oase in der Stadt, gruen und mit vielen Wasserflaechen. Hier gibt es eine Art Open-Air Fittness-Studio, gratis zur Verfuegung gestellt, wo man viele, dementsprechend muskuloese, Thais trainieren sieht. Wir konzentrieren uns lieber aufs Ausrasten und tanken soviel Energie, dass wir endlich die Kniffel-Urlaubswertung eroeffnen koennen (Elisabeth siegt knapp nach hartem Kampf).

Kniffeln im Lumphini Park
Die Kniffelsaison ist eroeffnet

Nach dem Kniffeln entdecken wir eine sehr grosse Eidechse und schiessen verbluefft einige Photos, bis uns ein kleiner Junge erklaert, dass sei nur der Baby-Dragon, er koenne uns noch einen viel groesseren zeigen und tatsaechlich, es gibt hier Exemplare von geschaetzten zwei Metern Laenge die im Park unterwegs sind (dieser im Teich schwimmend). Beeindruckt beobachten wir einige Zeit diese imposanten, urzeitlichen Tiere. Am Weg aus dem Park lernen wir noch einen Deutschen kennen der hier studiert und gerade seine Semesterferien geniesst, auch eine gute Idee in Thailand seinen Master zu machen :)

Dragon im Lumphine
Das ist uebrigens die kleine Dragon Variante ...

Als wir weiter marschieren merken wir nach einiger Gehzeit, dass ploetzlich alle Jogger stehen bleiben und verharren, wir blicken uns kurz verwundert an bevor wir kapieren, achja es ist 6 Uhr abends, Zeit fuer die Koenigshymne - wir bleiben natuerlich auch aus Respekt so lange stehen und verhalten uns ruhig.

Zur Belohnung goennen wir uns auf dem Rueckweg noch ein grandioses Abendessen im "Polo Fried Chicken", Nomen est Omen in diesem eindeutig laotisch gepraegten Lokal essen wir selbstverstaendig das titelgebende Mahl inklusive Klebereis mit scharfen Dip-Saucen, ein echtes Gedicht und (zumindestens kulinarisch) ein kurzer Ausflug nach Laos.
Waehrend ich diese Zeilen schreibe geniesst Elisabeth eine Thai-Massage bevor wir dann morgen weiter reisen werden.

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Kommentare (2)

andrea:

... da werden wieder erinnerungen wach ...
chinatown ist sensationell: ich musste dort auf die toilette. also haben wir uns ein lokal gesucht und etwas zu trinken bestellt. ich fragte nach dem örtchen und es wurde mir mit händen und füßen erklärt. was ich vorfand war ein raum, ab ähnlichsten noch vergleichbar mit einer waschküche! rechts ein in die wand eingemauerter trog, der die ganze seite einnahm. ein fußboden aus beton und in der mitte ein abfluss - eine echte herausforderung für einen europäer ;-)
bin schon gespannt, obs auch einen bericht von der taimassage gibt ...
glg andrea

JudL:

huiiii, der drache is ja hardcore :( igitt!!!
schön, dass ihr so schnell etwas von euch hören lässt ... Thailand hat euch also wieder - genießt es ... nur mehr 5 wochen und 3 Tage ;)

Über diese Seite

Diese Seite enthält einen einzelnen am 4.05.11 21:03 erschienenen Blogeintrag.

Zuvor erschien in diesem Blog Tag 0+1: Wir kommen an.

Danach erschien Tag 3: Auf nach Ayuttaya.

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