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Tag 3: Auf nach Ayuttaya

Die erste Thai-Massage dieses Urlaubs hielt was sie versprach: in einem sehr vornehmen Ambiente geht es gleich zur Sache und ich werde von oben bis unten durchgeknetet. Die kommunikative Thai erzaehlt mir so allerhand und will wissen woher ich komme, wie alt ich bin usw. Small talk thai style. Als sie bei den Schultern angelangt ist, sagt sie ploetzlich: "oh, very hard - thai massage - every day!"
In der Nacht werden wir von einem heftigen Gewitter samt Platzregen aus dem Schlaf gerissen. Am Morgen danach ist es dann draussen wie in der Sauna nach dem Aufguss - der Regen in der Nacht hat volle Wirkung gezeigt. Auf dem Weg zum Bahnhof im klimatisierten Taxi spueren wir von den tropischen Temperaturen noch weniger, im Zug nach Ayuttaya, 3. Klasse, dafuer schon mehr. Die 80 km legen wir in flotten eineinhalb Stunden zurueck. Der Preis fuer die Fahrt mit dem Zug kostet 15 Baht pro Person (in Euro sind das 0.33). Waehrend der Fahrt lassen wir die Gedanken wie die Landschaft an uns vorbeiziehen und freuen uns ueber die Leichtigkeit des Reisens in Thailand. Den fragenden und suchenden Blicken der vereinzelten Touristen im Zug nach der Haltestelle Ayuttaya hilft der ploetzlich auftauchende Schaffner und kuendigt das Reiseziel an.

Gut vorbereitet wissen wir Bescheid und gelangen zur Faehrueberfahrt von wo aus wir glauben unser Guesthouse in Kuerze erreichen zu koennen. Doch allen Vorbereitungen zum Trotz finden wir uns nicht so schnell zurecht. Nur um die Begleitumstaende zu schildern: es ist Mittag, dh es ist brenn-heiss und jeder von uns hat gut 15 kg an den Koerper geschnallt, ausserdem kommt noch das Gefuehl von Hunger hoch. Wir realisieren auf halbem Weg, dass wir den Massstab der Karte nicht beruecksichtigt haben. Neben all dem versuchen wir noch unzaehlige Tuk-Tuk Fahrer abzuwehren, die uns zwar anfaenglich mitnehmen wollen, dann aber doch freundlich den Weg zeigen. Ohne die haetten wir es vermutlich nicht geschafft und nach ca. 30 min. kommen wir, naja durchgeschwitzt ist wohl untertrieben, in unserem feinen Guesthouse an.

Die netten Ladies vom Empfang (wir vermuten es sind zwei penisonierte Lehrerinnen) empfehlen uns gleich eine Boattour - "all people like" - und wir nehmen nach kurzer Beratung an. Zwei Stunden spaeter finden wir uns mit 3 ChinesInnen, 1 Japanerin und 1 Koreanerin in einem kleinen Longtailboat wieder. Wir schippern von Wat zu Wat und erleben in einem davon ein buddhistisches Ritual. Beginnend mit dem Chanting der Moenche, das von ueberall via Lautsprecher zu hoeren ist folgt eine Raeucherzeremonie und im Inneren den Wat werden von der riesigen Buddha-Statue safrangelbe Tuecher auf die knieenden Glaeubigen geworfen. Wir stehen fasziniert da und beobachten das Treiben.
Sehr beeindruckend ist auch die Tempelruine bei der wir mit herrlicher Abendstimmung einige Fotos machen. Dabei werden wir von einem Fotografen mittels Zungenschnalzer vor einer Stupa verstaubt. Erstaunt blicken wir uns um. Im Thai-Englisch sag ich zu ihm "20 Baht, Sir!" Ganz verbluefft schaut er mich an und darauf sag ich ihm, "No, just kidding!" Wir kommen mit dem alten Herrn ins Gespraech und er erzaehlt uns, dass er Profifotograf ist und fuer eine Zeitschrift in Suedafrika (wohin er als Deutscher ausgewandert ist) einen Beitrag macht.

Impressionen von der Tour

Anfahrt Wat


Buddhistische Ritual


Profi Photo


Stupa Sonnenuntergang

Der Abschluss der Tour ist auf dem hiesigen Nightmarket wo wir mit unserer Gruppe vom Ausflug gemeinsam Abend essen. Der Austausch mit den AsiatInnen ist sehr lustig und informativ. Beim Essen selbst greifen sie zu den Staebchen, wir zu Loeffel und Gabel. Sie ruecken alle servierten Speisen in die Mitte des Tisches damit alle von allem zugreifen koennen, auch wir schliessen uns diesem asiatischen Brauch an. Beim Smalltalk erfahren wir zB, dass nur die Koreaner scharfes Essen gewohnt sind, und die Japaner, Koreaner und Chinesen zwar nicht miteinander sprechen koennen (nur auf Englisch) aber die gleichen Schriftzeichen haben.

multikulti
Multi Kulti beim Abendessen am Nachtmarkt

Insgesamt fuehlen wir uns hier sehr wohl und beschliessen noch 2 weitere Naechte in diesem netten Staedtchen zu bleiben.

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Kommentare (3)

Sabine:

eure beschreibungen und auch die bilder soooooooooooo schön und den curry kann ich auch schon riechen,!!!!
,....danke das ihr so viel schreibt, bis bald
sabine

ace:

Na, Ihr zwei...
vom Neid hab ich ja schon letztes Mal geschrieben, aber das ist ja schon fast eine Frechheit, wenn man liest, wie gut es euch geht...

Weiter so!
lg

andrea:

danke für den bericht von der massage :-)
ihr seid ja schon richtig eingetaucht in die urlaubsstimmung! Sehr schön!
Liebe Grüße aus dem sonnigen Salzburg
Andrea

Über diese Seite

Diese Seite enthält einen einzelnen am 6.05.11 14:24 erschienenen Blogeintrag.

Zuvor erschien in diesem Blog Tag 2: Sightseeing in Bangkok.

Danach erschien Zeitplan.

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