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Tag 4+5: Ayutthaya

Wir beschliessen es ruhig angehen zu lassen und hier gleich mal drei Naechte zu bleiben. Darum legen wir zuerst mal einen Tag Faulenzen ein, es ist einfach zu heiss um staendig unterwegs zu sein. Dafuer geniessen wir das nette Ambiente in unserem Guesthouse ausgiebig: Es ist sehr ruhig gelegen inmitten eines kleinen Parks mit vielen Gruenflaechen und einem grossen Teich. Das Haus selbst ist im Teakhouse-Stil gebaut und bietet geraeumige Zimmer mit A/C sowie einen grosszuegigen Aufenthaltsbereich.
Auch mit Faulenzen geht der Tag sehr schnell vorbei, unsere Aktivitaeten beschraenken sich am Nachmittag auf Folgendes: Fruitshake trinken, Internet-Cafe (mit sehr langsamen Internet wodurch wir sehr lange fuer unseren Beitrag brauchen) und danach zur Belohnung wieder auf einen Fruitshake ...

Fuer das Abendessen suchen wir ein empfohlenes Lokal aus dem Reisefuehrer, das sich laut Beschreibung super anhoert - "Nicht verwestliches Thai-Essen und ein grandioser Blick auf die beleuchtete Ruine". So starten wir los - das Lokal entpuppt sich schliesslich als leeres Restaurant mit durchschnittlichem Essen (wir ueberlegen beim Warten auf das Essen und sind uns einig, dass wir noch nirgendwo in Thailand schlechtes Essen bekommen haben, sowohl was den Geschmack, als auch die Vertraeglichkeit betroffen hat). Der Blick ist durch einen grossen Baum verdeckt - naja, besichtigen wir eben danach die beleuchtete Ruine und der Spaziergang hat uns nach dem Faulenzertag sicher gut getan ;)
Als wir wieder im Guesthouse ankommen starten wir uns Kniffelritual gemuetlich mit einem Chang im Aufenthaltsbereich und es faellt uns wieder einmal ein typisches Farang-Paerchen, diesesmal mit Kind, auf. Natuerlich kommen wir ins Gespraech: Er ist Schweizer und betreibt gemeinsam mit seiner Thai-Frau ein Guesthouse in Chiang-Mai. Sie sind gerade auf dem Nachhauseweg von einem zwei woechigen Urlaub im Sueden. Waehrendessen wurde ihr Guesthouse durch Hagel (!!) beschaedigt und deswegen wartet einige Arbeit zu Hause auf sie (man merkt an der Menge leerer Bierflaschen, dass sie ihren letzten Urlaubstag noch ordentlich gefeiert haben). Es entwickelt sich ein zwei Stunden langes, sehr interessantes Gespraech in dem wir einige spannende Behauptungen erfahren: Thais sind nicht geschaeftstuechtig, geben immer alles gratis (er schimpft ueber den W-Lan Wahn, Gaeste regen sich stark auf wenn dieser gratis Service nicht zur Verfuegung steht), ihnen ist zu vieles egal und es herrscht grosse Korruption, aber er liebe es hier zu leben ...
Wir versprechen ihn das naechste Mal in Chiang Mai zu besuchen!

Am naechsten Morgen bemuehen wir uns frueh aufzustehen um fuer unsere geplante Tempeltour der aergsten Hitze auszukommen, nachdem wir den Wecker aber auf eine "unrealistische" Zeit stellen stehen wir natuerlich spaeter wie geplant auf. So mieten wir uns Raeder beim Guesthouse und bekommen gleich Diskount weil wir auch eine Tour gebucht haben (2 Tage vorher) und los geht die abenteuerliche Fahrt mit Linksverkehr. Wir besuchen imposante Ruinen und bezahlen verwundert ueberall 50 Baht Eintritt, so weit zu nicht geschaeftstuechtig :)
Das Highlight ist sicher der mit den Wurzeln eines Baumes verwachsene Kopf einer Buddhastatue, eines der begehrtesten Fotomotive in Ayutthaya:

Insgesamt ist zu unserem Ausflug zu sagen, dass die Stadt aufgrund der Naehe zu Bangkok sicher einen Ausflug wert ist, da man hier nett herumschlendern und etliche tolle Ruinen besichtigen kann mit Sukothai allerdings nicht mithalten kann.

Impressionen der Tempeltour







Dafuer erleben wir viele Thai-Touristen die am Wochenende hierher kommen, es gibt einen riesen Markt, Dauerbeschallung durch Thai-Pop und etliche Boeller -> ergibt eine beeindrucken Kulisse.
Das Highlight sind sicher die Elefanten, die ploetzlich am Gehsteig auftauchen und an uns vorbei marschieren, die Thais buchen anscheinend alle elephant riding und diese Tiere sind immer wieder beeindruckend fuer uns.

Zum Mittagessen kehren wir dann auf dem Rueckweg in ein Strassenlokal am Wegrand ein, natuerlich spricht hier niemand Englisch und auch mit Haenden und Fuessen schaffen wir es nur chicken zu bestellen. So bringt uns die Koechin einfach Speisen, die sie fuer andere zubereitet hat und wir nicken ab, woraufhin auch fuer uns solche Speisen gekocht werden. So essen wir deep fried chicken, irgendeinen Salat mit Mais und Eiern, sticky rice (hier kapieren wir, dass das Lokal laotisch gepraegt ist) und zu guter letzt Schweineleber mit Koreander und Zwiebeln (very very spicy). Spaetestens hier verweigert Elisabeth das Weiteressen, waehrend ich tapfer alles bis auf die seltsam anmutenden Eier zusammen esse. Ergebnis: Eine Person voellig ueberfressen, die andere hungrig, who is who ist jetzt die Aufgabe zu erraten bis zum naechsten Beitrag :)

Den Rest des Nachmittags verbringen wir damit die weitere Reise weiterzuplanen, morgen wartet sicher eine grosse Herausforderung auf uns - die Weiterreise nach Kambodscha (ueber Bangkok und den beruehmt beruechtigten Grenzuebergang) in geschaetzten 10 bis 12 Stunden.
Als wir am Abend mit unseren Raedern zum Nachtmarkt fuer ein letztes thailaendisches Abendessen aufbrechen wollen stoppt uns unsere Frau Lehrer - "no light, dark outside, too dangerous" - ok, dann eben nicht, aber fuer den Fussmarsch sind wir zu bequem, also muss das Lokal gleich um die Ecke herhalten.

In diesem Moment sitze ich in einem speziellen Internet Cafe ausserhalb des Touristenzentrum, 50 min lang wird schon das gleiche Techno-Lied in ziemliche Lautstarke aufgelegt, gott sei dank rettet mich youtube nachdem ich den Kopfhoerer eines anderen Computers angesteckt habe und damit dieses schrecklich uebertoenen kann. Hier ist es voll mit spielenden Kids (WOW, Warcraft, irgendwelche Shooter), man sitzt auf rosa Sesseln, dafuer ist es wirklich sehr billig und das Equipment super.

schau mer mal wie schnell wir in Kambodscha einen Internetzugang finden und damit einen Beitrag posten koennen, in diesem Sinne - stay tuned und bis bald!

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Kommentare (4)

erwin:

Hallo, ihr zwei!
Danke für die ausführlichen und so gut informierenden Beschreibungen eures Urlaubs - so bekommt auch der Nichtflieger Asienfeeling. Das mit einem Gotteshaus für viele wird auch für Europa und das Christentum schon noch kommen - ich zähle da sehr auf eure Generation (dabei wärs ja im Christentum noch einfacher - eine Religion und nur verschiedene Konfessionen). Ich hab euch gestern in Fern- sehen gesehen - beim Nuhr im Festspielhaus (: fast am Ende der Vor- stellung und ihr zwei in Großaufnahme. Für Tobias: Gladbach ist auf Relegationsplatz und Platz 15 ist auch noch möglich. Also super Fussballzeiten. lg Erwin

sabine:

Hallo,
danke für die leichte Aufgabe die es zu lösen gibt(who is who),die Lösung zu schreiben, überlasse ich gerne den lieben Verwandten, die bestimmt so wie ich, sich sehr freuen , so tolle Berichte lesen zu dürfen.

Also dann bis bald und eine gute Reise nach Kambodscha,
bis bald
sabine

Gabriel:

Hallo ihr beiden,

der Reisebericht ist sehr interessant. Das Foto mit der riesigen Buddastatue hat mir sehr gefallen.

Schöne Grüße
Gabriel und Familie

HPK:

Hallo ihr zwei,

wie immer coole Fotos und interessante Logs :)

Alles gute für die Reise nach Kambodscha!

Lg, HPK

Über diese Seite

Diese Seite enthält einen einzelnen am 7.05.11 22:05 erschienenen Blogeintrag.

Zuvor erschien in diesem Blog Zeitplan.

Danach erschien Tag 6: Auf gehts nach Kambodscha.

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