Alpine World Ski Championships ARE 2007
Nachdem Tobi und ich es tatsächlich geschafft haben einen Reiseweblog anzulegen, kommt hier natürlich ein Nachtrag von meinem spannenden Aufenthalt in Schweden während der Ski-WM 2007 in Schweden. Ich werde versuchen einen Auszug meiner vielfältigen Eindrücke während der 10 Tage in Mittelschweden wiederzugeben.
Anreise - Erste Eindrücke von Schweden:
Der erste Eindruck von Schweden beim Flug über die Küste Schwedens war: Schnee am Strand? Noch nie gesehen! Der zweite Eindruck war beim Anflug auf Stockholm: sehr viel Wald - es wirkt mit dem Schnee alles sehr trostlos! Assoziationen mit dem österreichischen Mühlviertel kamen in mir hoch. Schließlich ein dritter, sehr prägender, Eindruck: KÄLTE!! Beim Aussteigen aus dem Flugzeug kam plötzlich eine eisige Kälte über mich! Binnen 1 Minute (am Weg vom Flugzeug zum Flughafengebäude) froren meine Finger regelrecht ein und ich beschloss, von nun an nicht mehr ohne Handschuhe + Haube draußen herumzulaufen.
Auf dem Weg nach Are von Östersund (mit dem Bus) bekam ich bereits einen ersten wundervollen Einblick von Mittelschweden. Es ist ca. zwei Uhr Nachmittag, die Sonne strahlend schön, und die Landschaft, welche von Bäumen und Schnee geprägt war, intensiv beleuchtet. Nach ca. einer Stunde Fahrzeit zeigte sich der Areskutan, der Berg auf dem alle Rennen stattfanden, welcher in den hellsten Farben strahlte.
Erster Morgen - Erster Renntag:
Es hat 28 Grad Celsius MINUS!!! Und so kalt blieb es den ganzen Tag. Die Kälte ist zentrales Thema in Are. Jede/r friert (auch die Schweden). Ich habe versucht mich so warm wie möglich anzuziehen: 3 Schichten an den Füßen und 6 Schichten am Oberkörper. Doch alles half nichts! Die Kälte war erbarmungslos und kroch langsam aber stetig durch die einzelnen Schichten bis zur nackten Haut. In meinen Fingern spürte ich noch beim Einschlafen am Abend im Bett die Kälte.
Der erste Tag in Are war auch der erste Renntag (Super-Kombi) für Michaela, das bedeutete dass wir quasi den ganzen Tag draußen waren. Nachdem wir das Fan-Transparent von Michaela an den Kommentatoren-Hütten im Zielraum montiert hatten, verbrachten wir die meiste Zeit im Zielgelände. Wir versuchten durch gute Laune, Bewegung, Späßchen mit anderen frierenden Ski-Fans und Tee die Kälte einigermaßen zu verdrängen.
Das Rennen selbst war sehr spannend, zumal die Abfahrt sehr spektakulär war: der Zielsprung ging ca. 50 Meter weit, die Maximalgeschwindigkeit lag bei ca. 125 km/h, die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug ca. 100 km/h. Ich war extrem froh, dass meine Cousine die Abfahrt so bravurös gemeistert hatte und vor allem gesund ins Ziel kam!
Eine besondere Erfahrung für mich war, den Ski-Zirkus mit samt allen Stars, Sternchen und Adabei´s hautnah erleben zu dürfen! Es war einmalig und sehr interessant, in diese für mich bis dahin fremde Welt einzutauchen. Ich bewundere Michaela, wie sie mit Konsequenz, Charme und Schmäh ihren "Ski-Alltag" meistert!
Besuch aus Südschweden
Meine liebe Freundin Annika hatte mich in der Kälte des Nordens für zwei Tage besucht! Sie ist mit dem Zug von Malmö über Stockholm nach Are (Fahrzeit: 12 Stunden) gekommen und wir haben geplaudert wie in alten Zeiten! Ich hatte mich mittlerweile schon ein wenig an die Eiseskälte gewohnt, und die Spaziergänge auf dem zugefrorenen See zu den Entertainment-Zelten war spitze.
Zwei Tage zuvor war eine Skido-Safari angesagt! Jeder von uns hat ein eigenes Skido bekommen und nach einer kurzen Einführung ins Skido fahren ging es bei perfektem Wetter los. Sonnenschein, blauer Himmel und nicht all zu kalte Temparaturen (geschätzte, 12 Minusgrade) waren fast perfekt um mit den "Schneemopeds" durch die herrliche Landschaft zu brausen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese 10 Tage in Schweden für mich ein aufregendes und einmaliges Erlebnis war!