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Thailand März + April 2007 Archive

6.03.07

Tag -1 - Die Vorfreude ist groß

Morgen geht es endlich los!
Die letzten Vorbereitungen sind getroffen: Badehose, Sonnencreme bis zum Abwinken und eine große Anzahl von T-Shirts sind eingekauft und warten vor dem Rucksack aufs Einpacken.

Unser Flieger nach Bangkok mit Zwischenstopp in Dubai erwartet uns morgen um 14:45 Uhr in München am Flughafen (Ankunft in BKK-Ortszeit: 11:55 - in Österreich ist es dann 6:55, also eine gute Zeit zum Aufstehen). Dann werden wir vier Wochen quer durch Thailand ziehen um Land und Leute zu erleben: Wandern im Norden, Historisches im Zentrum und Badeurlaub auf verschiedensten Inseln im Süden von Thailand ist geplant.

Wir werden natürlich Tagebuch führen und öfter mal ein Internet-Cafe aufsuchen um unsere Eindrücke hier im Weblog zu präsentieren.

Also: Auf einen schönen Urlaub und viele Weblog-Einträge :)

7.03.07

Tag 0 - On the Road to Bangkok

Der erste Teil der Anreise nach Bangkok hatte schon mal sehr gut geklappt: Die Anreise von Perwang mit dem Auto zum München Airport (Taxi Erwin) hat Gott sei Dank, trotz vieler spinnender Deutsche auf der Schnellstraße, problemlos hingehaut.
Der Flug von München nach Dubai mit den Emirates war außerordentlich komfortabel: Videobildschirm für jeden Sessel, ca. 10 Videokanäle, ca. 25 Radiosender, ca. 50 Games (Elisabeth ist bei Tetris gegen Tobias zugegebenermaßen chancenlos). Und vor allem das Highlight: Kamerabild mit Liveübertragung von der Nase des Flugzeuges - vor allem bei Start und Landung sehr cool!
Auch das Essen war sehr genussvoll, geprägt von fremdländischen Gewürzen, die wir sonst nur von Chelis oder Mohammeds Küche kennen.
Als erste Etappe Zwischenlandung im größten Einkaufszentrum EVER, manche nennen es auch Dubai International Airport!

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Dubai International Airport - 00h30 Ortszeit


Es folgten ca. 3 Stunden Warten auf den Weiterflug nach Bangkok: Wir begafften Ölscheichs und verschleierte, arabische Frauen - top bis jetzt: voll verschleierte Frau mit Schlitz für die Brille!
Dann ging es in einem vollgesteckten Flugzeug nach Bangkok: Wir verschliefen den größten Teil des Fluges und Elisabeth waren die gebratenen Nudeln mit Hühnern und Pilzen um 4h30 als Frühstueck zu steil ...

8.03.07

Tag 1 - Bangkok präsentiert sich uns

Wir waren so "mutig" und beschlossen den Zug vom Flughafen ins Zentrum zu nehmen, doch zuerst zurück an den Start und behebe Baht. Das einzige Problem am Zug war nur, dass er noch nicht fertig gebaut war ... ;)
Also doch Bus + SkyTrain bis zu unserem sauberen, einfachen Guesthouse "Wendy-House". Nach fast 24 Stunden Anreise von Salzburg nach Bangkok City gönnten wir uns eine Stunde Schlaf im ausgestreckten Zustand in unserem Bett.
Danach ging es auf zum Bahnhof in gewohnter Weise - natürlich mit den Öffis. Dort hatten wir für Samstag nacht und nicht wie geplant für Freitag ein Ticket nach Chiang Mai (klimatisierter Schlafwagen) gebucht. Wir haben es noch gar nicht bemerkt - der ganze Bahnhof, d.h. alle Menschen auf dem Bahnhof bleiben stehen, halten inne und hören der thailändischen Hymne zu - auch eine Abordnung des thailändischen Militärs salutiert vor dem Bild des Königs .

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Essenstand zur Mittagszeit am Strassenrand in Bangkok

Um einen intensivere Eindruck von Bangkok inkl. der gesamten Geruchsvielfalt zu bekommen, hatten wir beschlossen den Rückweg vom Hauptbahnhof zu Fuß in Angriff zu nehmen. Nach dieser Odyssee (bedingt durch schlechte bzw. keine Beschilderung der Strassen und vielzähligen Tuk-Tuk-Fahrern, die meinen alle Touristen mit Stadtplan benötigen einen fahrbaren Untersatz) erreichten wir erschöpft unser Guesthouse. Als krönenden Abschluss diese Tages beschlossen wir das, als besonders gemütlich beschriebene, Resaurant Le Lys, aufzusuchen. Endlich angekommen stellte sich heraus, dass dieses Lokal in einen komplett anderen Stadtteil umgezogen war.
Nachdem der Hunger schon sehr groß war, beschlossen wir, das nächstbeste Lokal mit zahlreichen einheimischen Gästen aufzusuchen und landeten "versehentlich" in einem italienischen Restaurant mit etwas eigenartiger Lasagne. Das führte dazu, dass Elisabeth mit knurrendem Magen zu Bett gehen musste und sie beschloss spontan die nächsten vier Wochen als Vegetarierin zu verbringen.
Als Betthupferl: Ein letztes Bier vor unserer Unterkunft, um dann mit großer Vorfreude auf die kommenden Tage ins Bett zu sinken.

9.03.07

Tag 2 - Bangkok Sight Seeing

Mit dem Verdacht die Nacht mit Flöhen im Bett zugebracht zu haben, krochen wir am Vormittag aus dem Bett um frisch gestärkt (Tobias -> typisches Thai-Frühstück (Reissuppe) und Elisabeth -> halb rohe Eier) die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Bangkoks zu erkunden. Wir beschlossen wie Einheimische mit dem Klong-Taxi ins Zentrum zu fahren. Khlong-Taxis sind eine super schnelle Möglichkeit in das Zentrum zu kommen und zwar per Boot auf den kloakigen Flüssen von Bangkok. 2 Burschen agieren seitlich am Boot (mit Helm am Kopf um Schutz vor den Brücken zu haben) und managen das An- und Ablegen am Pier. Während der rasanten Fahrt kassieren die Jungs den Fahrpreis und die Passagiere an Board versuchen hinter den seitlich am Boot hochgezogenen Planen Schutz vor dem ins Boot spritzende Wasser zu finden und in den wenigen Sekunden in denen das Boot anlegt ein- bzw. auszusteigen.

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Bangkoker Wasser Taxi - das schnellste Fortbewegungsmittel in der Stadt

Die Thailänder sind extrem hilfsbereit: geschädigt durch Reiseführer und Internet hatten wir zwei Personen, die uns gestern einfach nur weiterhelfen wollten, sehr misstraut. Dafür wären wir dann fast auf einen Standard-Touristentrick reingefallen - die Lehre daraus: sich nie eine ach so günstige Tuk-Tuk Fahrt zu irgendwelchen Sehenswürdigkeiten andrehen lassen. BTW: berühmte Bauwerke haben nicht "zufällig" andere Öffnungszeiten wie im Reiseführer beschrieben - egal was irgendwelche freundlichen Personen auf der Strasse behaupten.

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Der erste Blick auf den Grand Palace

Der erste Weg führte uns zum beeindruckenden Grand Palace - dem Königspalast. Ein riesiges Areal mit vielen königlichen Gebäuden und dem berühmten Wat Pra Kaew, welcher den Smaragd - Buddha im Zentrum des Wats beherbergt. Noch nie zuvor haben wir beide die asiatisch/buddhistische Kultur so nahe erleben können wie heute. Für uns Europäer sind dies einmalige Eindrücke die sicherlich unvergessen bleiben und zuerst einen Schwall an Reizen bringen aus dem jeder seine ganz persönlichen Eindrücke bzw. Ausschnitte mit nach Hause nehmen kann.

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Buddhistische Prachtbauten

6_watKaew.jpgWat Phra Kaew - Heimat des wertvollen Smaragd-Buddhas

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"Unser" persönlicher Leibwächter ;)

Nach der ausführlichen Besichtigung des Königspalastes mit Audio-Guide ging es zu Fuß weiter zum Wat Pho, wo ein überdimensionaler, vergoldeter, liegender Buddha (46 m lang, 15 m hoch) zu bestaunen war. Neu für uns war, dass die Wats (Def. lt. Wikipedia: Komplex, der von einer Mauer umgeben ist und hauptsächlich religiösen Zwecken dient) nicht nur religiöses Zentrum sind, sondern sowohl Lebensraum für die Mönche bieten als auch Schulklassen oder Basketballplätze beherbergen.

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Wat Po und der riesige schlafende Buddha

Neben den kulturellen Höhepunkten des heutigen Tages gab es auch das erste kulinarische Highlight: Roti-Mataba. Wir genossen Roti (frittiertes Fladenbrot), Mataba (gefülltes Roti), Thai-Curry und Masaman (thailändisches muslimisches Curry). Das Ambiente des Lokals war offenbar typisch thailändisch - SEHR einfach eingerichtet (Plastik Tische und Hocker und abgestoßenes Geschirr). Wir verwöhnten Europäer sind dieses einfache, jedoch saubere Ambiente noch nicht 100 %ig gewohnt. Obwohl wir gerade am besten Weg sind uns diesbezüglich zu akklimatisieren.

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Unser erstes thailändisches Essen: Roti Mataba

Die berühmte Bagpacker-Strasse Kao San Road aus dem Buch "Der Strand" können wir auch "abhacken" und probieren so schnell wie möglich zu vergessen. Touristischer Einheitsbrei der rein gar nichts vom besonderen Flair Bangkoks bieten kann. Darum findet man bis auf die Verkäufer keine Thais; die würden wohl nie freiwillig einen Fuß dorthin setzen.
Morgen wird es mit dem Nachtzug weiter nach Chang Mai gehen. Da wir dort eine mehrtägige Trekking-Tour planen, könnte sich der nächste Eintrag etwas verzögern.

Danke für die lieben Kommentare und das treue Lesen! :)

10.03.07

Tag 3 - Auf nach Chiang Mai

Ausruhen im Guesthouse: Wir waren von unserer Floh-Paranoia geheilt und buchten das Guesthouse auch noch für unseren letzten Tag in Bangkok vor dem Rückflug (den Gedanken daran vergaßen wir allerdings so schnell wie möglich ). Um 12.00 Uhr checkten wir dann aus und besichtigten Jim Thompsons House:

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Jim Thompsons Haus

Thailändische Architektur, Kultur und Kunstgegenstände, gesammelt von einem Amerikaner, prachtvoll in Szene gesetzt, umrahmt von tropischen Pflanzen, die einem das Gefühl eines Jungels mitten in der Großstadt geben, vermittelten uns einen Eindruck der traditionellen thailändischen Lebensart.

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prachtvolle Natur - der Dschungel mitten in der Stadt

Dann starteten wir einen 2ten Anlauf das Lokal Le Lys, diesmal an seiner neuen Adresse, zu suchen. Und die schweißtreibende Suche (Bangkok kam uns an diesem Tag so heiß wie noch nie vor) zahlte sich wirklich aus: wir aßen das bislang beste Thai-Curry und die Früchte zur Nachspeise schmeckten extrem reif und süß.

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Skyline von Bangkok

Dann begaben wir uns voll bepackt Richtung Bahnhof, wo wir beim Eingang zur Metro unsere vollgestopften Rucksäcke öffnen mussten. Durch unseren verzweifelten Blick warfen die Polizisten nur einen kurzen Blick rein und halfen uns dann die "Ungetümer" wieder anzuschnallen.
Kurz darauf saßen wir im Nachtzug nach Chiang Mai. Unverständlich war es nur, wie wir die Betten von "oben" so runterklappen können, um auch tatsächlich darin zu schlafen. Nachdem einige Bag-Packer ebenso ahnungslos herumschauten, setzten wir uns beruhigt in die Sessel und warteten erst mal ab. Unser "Expresszug" wurde mit Dieselmotoren an jedem einzelnen Waggon betrieben. Die Fahrt selbst war sehr komfortabel, die Betten wurden von einer Zugbegleiterin vor unseren Augen mit frischen Laken bezogen, sodass sie einen kuscheligen Eindruck erweckten. Bald stellte sich heraus, dass man in den oberen Betten (<-unsere) kräftig durchgeschüttelt wurde. Elisabeth schreckte einige Male im Schlaf auf und versuchte sich mit beiden Armen festzuhalten, um nicht mit samt der Matratze auf den Boden zu plumpsen, wenn der Zug wieder einmal ganz wild schaukelte. Wir schliefen zwar nicht viel, trotzdem waren die 13 Stunden Fahrt so weit gemütlicher zu verbringen als im Sitzen.

Als wir den Zug verließen begrüsste uns schon die landschaftlich interessante Gegend des Nordens inkl. dicker Rauchschwaden durch die abgebrannten Reisfelder - wir waren in Chiang Mai angekommen!

@Judith: Fotos gibt es leider erst zu Hause, da wir sie von der Kamera nicht vom Internet-Cafe aus ins Internet geben können; es hat in Bangkok aktuell 29 Grad und es ist aber 11 Uhr in der Nacht - am Tag hat es immer so um die 35 Grad.

11.03.07

Tag 4 - Im Norden Thailands / Pai

Unser Plan war von Chiang Mai ganz in den Norden von Thailand zu gelangen, in das Örtchen Pai (ein Trekking-Mekka) nahe der Grenze zu Myanmar. Also ließen wir uns von einem Pritschenwagen vom Bahnhof zum Bus-Terminal chauffieren, völlig überteuert wie wir später bemerkten, trotzdem kostete es nur ca. 1 Euro. Da gleich ein Bus nach Pai abfuhr, nutzten wir die Gunst der Stunde und fanden uns einem einheimischen Bus, vollgestopft und mit Sitzbänken wo wir keine Chance hatten unsere Beine unterzubringen, wieder. Die Fahrt wurde ein echtes Erlebnis: anstrengend, aber mitten unter den Einheimischen. Noch dazu funktionierten die Türen des Bus nicht - sie konnten nicht geschlossen werden und so zog es doch gewaltig (es war kurz nach 7 Uhr in der Früh und hier im Norden war es doch deutlich kälter). Wir gruben noch und noch wärmere Sachen aus unseren Rucksäcken aus ...
Die Busfahrt dauerte für die Distanz von 134 km über 4 Stunden (inkl. 20 min Pause) und es gab keinen Knochen in unserem Körper, der auf der steilen und kurvigen Strecke (Strasse wäre abschnittsweise ein übertriebener Ausdruck dafür), nicht komplett durchgeschüttelt wurde. Teilweise war es so steil, dass unser Bus die Strecke nur mit dem 1. Gang bewältigte - aber selbst da überholten wir noch einige LKWs, die wirkten als als ob sie stehen würden.

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Mit dem Bus nach Pai - wir frieren!

So erreichten wir Pai - unser erster Eindruck war: "Wo sind wir jetzt gelandet?!" Wir kamen quasi aus der Millionenmetropole Bangkok und standen plötzlich in einem 3.000 Einwohner Dorf. Trotzdem waren es sicher mehr Touristen pro Quadratkilometer als in Bankgok, in der Hauptsaison stellen wir uns den Tumult schrecklich vor. Wir stiegen aus dem Bus und versuchten uns kurz zu orientieren. Zu Fuß ging es der Nase nach um eine geeignete Unterkunft hier in Pai zu finden. Da die Mittagssonne auf unseren Kopf stach und wir seit einigen Stunden nichts gegessen und wenig getrunken hatten verlief die Suche ein wenig unlocker. Wir wanderten ein und die selbe Strasse mehrmals auf und ab um das eine oder andere im Lonley Planet beschriebene Guesthouse zu finden. Nachdem wir bei einigen Guesthouses nachgefragt hatten, waren wir schließlich doch in einer Bambushütte nahe am Fluss gelandet. Wir ladeten erstmals den Rucksack ab und begaben uns sofort auf die Suche nach Essbarem. Natürlich suchten wir ein Lokal, welches in unserem Lonley Planet beschrieben war und landeten wieder bei herrlichem Thai-Essen! Übrigens: unser Reiseführer gibt uns viele hilfreiche Tipps bezüglich Unterkunft oder Essen, aber die Tipps von anderen Travellern sind wirklich Goldes wert, wie wir später feststellten.

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Die Landschaft rund um Pai

Unser großes Ziel war - eine Trekking-Tour, also checkten wir erst mal das Angebot in Pai und trafen dabei 2 Kanadierinnen: Christine und Karren. Mit den beiden untersuchten wir in stundenlanger "Arbeit" die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Trekking-Touren. Die Zwei waren sehr kommunikativ und erzählten uns unter anderem, dass sie in einem sehr netten Guesthouse wohnten, um 200 Baht, (4 Euro) den selben Preis, den wir für unsere Bambushütten zahlten. Nur hatten sie auch WC und Bad im Zimmer, im Gegensatz zu uns! Kurzum marschierten mit ihnen zum Guesthouse und beschlossen auch hier einzuziehen. Die kleinen Holzhäuschen waren sehr sauber, komfortabel und preiswert. Wir entschieden uns außerdem mit den beiden Kanadierinnen eine 2-Tages-Trekking-Tour zu machen inkl. Elefantenreiten und Bambusfloss-Fahrt. Durch die beiden Kanadierinnen lernten wir auch Marco kennen - Italiener, Aussteiger, Weltenbummler. Er ist ein ehemaliger Profi-Basketballspieler (was man ihm auch ansah), hat in Italien sein ganzes Hab und Gut verkauft und kam gerade aus Indien, wo er den Winter verbrachte, da es dort im Winter am billigsten sei.

Um für die morgige Trekking-Tour fit zu sein, gingen wir nach dem Abendessen bald ins Bett.

12.03.07

Tag 5 - Wir erkundeten Pai und Umgebung

Die Trekking-Tour zerplatzte wie eine Seifen-BLASE!! Eine Blutblase an Elisabeths Ferse artete aus und machte es für uns unmöglich an der Trekking-Tour mit tägl. ca. 6 Stunden Marsch teilzunehmen. Wir bekamen zu mindestens die Hälfte der Anzahlung zurück und beschlossen alternativ ein Rad zu mieten um auf eigene Faust die nähere Umgebung von Pai zu erkunden. Bei unserer Rad-Tour durch die thailändische Hügellandschaft sichteten wir neben der für uns neuen Landschaft auch die ersten Elefanten. Zufällig trafen wir Marco auf der Strecke wieder und schlossen uns ihm spontan auf seinem Weg zu lokalen Sehenswürdigkeiten an. Wir besichtigten kochend heiße Quellen, einen Canyon und die 2nd World War Bridge, welche von den Japanern bei ihrem Durchmarsch durch Thailand erbaut wurde. Nach ca. 30 km bergauf/bergab-radeln waren wir, vor allem unsere Beine, sehr müde geworden. Wir beschlossen die Tour für den aktuelle Tag zu beenden und am kommenden Tag noch einen kleinen Ausflug zu einem Bergdorf zu planen und dann schließlich am Nachmittag die Rückreise nach Chiang Mai anzutreten.

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gebaut von den Japanern im 2. Weltkrieg beim Durchmarsch

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Kinder beim Spielen am Straßenrand

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Ein natürlich entstandener Canyon

Nach diesem Ausflug hatten wir die Schönheit und Besonderheit von Pai kennen gelernt, unser anfänglicher, eher skeptischer Eindruck hatte sich wesentlich zum Positiven verändert. Außerdem waren wir hier in Pai mit vielen anderen Bag-Packern ins Gespräch gekommen und hatten einen netten Austausch erlebt.

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Pai: Dunst, Sonne, landschaftliche Schönheit

13.03.07

Tag 6 - Back to Chiang Mai

Unsere geplante Radtour verschliefen wir irgendwie in unserem gemütlichen Bettchen im Guesthouse. Als wir dann aufs Rad stiegen um es zurück zu geben waren wir beide froh die Radtour verschlafen zu haben - unser Hinterteil schmerzte vom Vortag noch sehr intensiv ... :(
Wir beschlossen sofort den Bus um 12 Uhr mittags zurück nach Chiang-Mai zu nehmen und wunderten uns zuerst mal wieviele Leute in diesen Bus reingestopft wurden. Als die Fahrt losgegangen war verstanden wir auch wieso die Türen nie geschlossen wurden - das hätte zuviel Platz weggenommen... der Assistent des Fahrers stand während der gesamten 4-stündigen Fahrt mit dem Körper außerhalb der Tür und hielt sich mit beiden Händen fest.
Während dieser Fahrt hatten wir zum ersten Mal wirklich Angst - der Fahrer fuhr mit extrem hoher Geschwindigkeit und der total überfüllte Bus wirkte so als ob er bei jeder Kurve gleich umfallen würde. Zusätzlicher Nervenkitzel kam auf als ein großes fliegendes Tier helle Aufruhr im Bus verursachte, bis es eine thailändische Mitfahrerin mitsamt ihrer Kopfbedeckung aus dem Bus beförderte. Abgerundet wurde das intensive Erlebnis durch ein kleines Kind, welches direkt hinter uns saß und uns mit mehrmaligem Sprühregen in den Nacken eindeckte.
Mit der Zeit wurde es Gott sei Dank besser: entweder der Fahrer hatte seine Geschwindigkeit reduziert, oder wir hatten uns einfach daran gewöhnt - egal, nach den 4 Stunden waren wir froh endlich in Chiang Mai zu sein! Die Busfahrt hatte uns 72 Baht (das sind 1,40 EUR) und 5 graue Haare pro Person gekostet.

Nun hatten wir wiedermal den Ehrgeiz nur Öffis zu benutzen und so riefen wir von der Telefonzelle in einer uns empfohlenen Unterkunft namens "Julie Guesthouse" an und fragten nach einem freien Zimmer. Da die Rezeption das bejahte schnappten wir uns den nächsten Busfahrer und hielten ihm unserem Reiseführer-Stadtplan unter die Nase um den Weg bzw. welchen Bus wir nehmen mussten zu erfragen. Bald waren es 6 bis 7 Busfahrer die eifrig diskutierten welche die Buslinie sei, bei der wir den kürzesten Fußweg haben. Nach 10min Diskussion wurden wir in einen Bus geleitet, bezahlten wiedermal einen Spottpreis und erhielten den Extra-Service inkl. Aussteighinweis und die Richtung wohin wir uns wenden mussten. Es verblüfft uns wiedermal wie selbstlos freundlich die Thailänder zu Touristen sind.
So gelangten wir zu unserem Guesthouse wo wir mal für drei Tage eincheckten und sofort einen thailändischen Kochkurs buchten (damit wir dann die Zuhausegebliebenen verwöhnen können :) ).
In den nächsten Tagen wird dann natürlich noch Sightseeing und Shopping beim Chiang Mai Nighbazaar angesagt sein.

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Julie Guesthouse - unsere Unterkunft in Chiang Mai

Doch damit genug für heute - ihr müsst unbedingt lesen wie es weitergeht :)

14.03.07

Tag 7 - Wir lernten Thai-Kochen

Wir wurden um 9h30 von unserem Guesthouse abgeholt und mit einem Pritschenwagen zuerst einmal auf einen Markt gefahren. Dort wimmelte es von Thais die Einkaufen gingen und die angebotenen Lebensmittel sahen sehr delikat aus. Am Markt wurden uns die verschiedenen Zutaten für typische Thai-Gerichte vorgestellt, und als Hintergrundinformation wurden wir mit Feinheiten, auf die man beim Einkaufen achten sollte, versorgt.

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Einkaufen am Markt für den Kochkurs

Dann ging es ab zur Kochschule, etwas außerhalb der Stadt, wo wir eine typische Köchin (etwas runder, resolut, lustig und alles schmeckt "yammy yammy") als Lehrerin erhielten. Das Kochen machte viel Spass und wir zauberten schnell einige echt leckere Thai-Gerichte wie: Green Curry With Chicken (Gaeng Kheo Wan Gai), Thai Fried Noodles (Phad Thai), Chicken With Cashew Nuts (Gai Phad Med Mamuang), Spring Rolls (Paw Pia Tord) with Thai Hot and Sour Prawn Soup (Tom Yam Goong) - die wir dann auch gleich verspeisten. Noch dazu lernten wir viel Nützliches: "Happy Room" ist die Toilette auf thailändisch mit folgender Erklärung: "When you need a happy room and you can't find one - you will be unhappy" und dass man bei Thai-Gerichten nicht immer alles essen soll - da haben sich sicher einige Thais mit uns schon köstlich amüsiert ...

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Nokky - unsere Chefköchin und Lehrerin

Am Nachmittag war dann echtes Action-Kochen angesagt mit einer großen Stichflamme inklusive aufregender Photos. Die Zeit verging viel zu schnell, allerdings waren wir fast froh, dass nach dem x-ten Gang + Nachspeise der Kurs vorbei war - wir konnten beim besten Willen nichts mehr runterkriegen und rollten mit dem Pritschenwagen zurück ins Guesthouse.

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Wir kochen leckere Thai-Speisen

Am Abend besuchten wir eine der Attraktion von Chiang-Mai - den Chiang Mai Night Bazaar, wo es viele tolle Kunsthandwerksgegenstände gibt, wobei wir (speziell Elisabeth) leider aufgrund unserer Rucksackreise nicht so intensiv zuschlagen konnten, wie wir wollten. So musste ein Accessoire für unsere Wohnung (neugierige Personen können es bald nach unserer Rückkehr bewundern) und ein Ring für Elisabeth reichen und wir mussten wiedermal feststellen, dass wir keine guten Feilscher sind!

Für morgen wird eine intensive Sightseeing Tour quer durch Chiang-Mai geplant.

P.S. für meine Arbeitskollegen - nachdem ich jetzt sogar ein Thai-Cooking Zertifikat habe bin ich natürlich gerne bereit für TEF-Code und Essensmarkerl plus zur Verfügung gestellten Wok-Equipment delikate Mittagsgerichte zu zaubern ;)

15.03.07

Tag 8 - Chiang Mai Sightseeing

Am Plan stand: Chiang Mai mit dem Rad zu erkunden - doch dafür mussten wir uns zuerst einmal eines (besser gesagt zwei) besorgen. Und das war nicht so einfach wie wir es uns vorgestellt hatten, in jeder Strasse gab es ein Geschäft mit Mopeds, aber Räder gab es laut Hinweis der Händler nur in Soi 5. Doch die mussten wir zuerst mal finden ... und so hatten wir doch ziemlich lange bei brütender Hitze (und wir hatte uns am Tag zuvor noch gedacht, es ist gar nicht so heiß in Chiang Mai - an diesem Tag erfuhren wir: NUR 36 Grad, normal hat es über 40) danach gesucht. Als wir dann endlich dort waren nahmen wir die naja sagen wir einfach Stadtfahrräder dazu freudig entgegen und schwangen uns aufs Rad um die TAT (=Tourism Authority of Thailand) zu suchen um dort Information bezüglich Bus bzw. Flugzeug in den Süden zu erhalten.
Im 3-spurigen Stadtverkehr unter immer stärker stechender Sonne war jetzt wieder suchen angesagt und ohne die Hilfe eines freundlichen TukTuk-Fahrers wären wir wahrscheinlich auch noch ein viertes Mal am TAT-Büro vorbeigefahren ohne es zu entdecken. Im Büro angekommen konnten uns die Angestellten mit Busplänen nach Sukhothai (unserem nächsten Ziel) und Infos über Inlands-Billigfluglinien ziemlich weiterhelfen.

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Mit dem Rad quer durch Chiang Mai

Jetzt setzten wir uns erstmal erschöpft in ein Lokal um der Hitze ein bisschen zu entkommen und die nächsten Tage zu planen. Frisch gestärkt machten wir uns dann auf um einige der über 300 Wats von Chiang Mai zu besichtigen. Die Eindrücke, welche wir dabei sammelten, waren für uns sehr intensiv - die wunderschönen Tempelanlagen plus die unglaublich freundlichen Einheimischen. Wir kamen mit 4 Thais (davon ein ehemaliger Mönch, ein Polizist und ein Thailänder der jetzt in Deutschland lebt) intensiver ins Gespräch und sie versorgten uns einerseits mit interessanten Informationen und guten Tipps und erzählten uns andererseits von ihrer Kultur um im gleichen Atemzug auch an unserer interessiert zu sein.

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Im Gespräch mit einem buddhistischen Mönch

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Eines der unzähligen Wats mitten in Chiang Mai

Es ist wirklich unglaublich wie offen, freundlich und hilfsbereit diese Menschen sind - daran muss man sich als Österreicher erst gewöhnen, doch mittlerweile schätzen bzw. genießen wir diese Offenheit und das Gespräch mit den Thailändern sehr. Von dem Polizisten hatten wir gleich ein bisschen Thai gelernt: ausgesprochen heißt Danke - "Kub Koon Kaa" und Hallo - "Sa wat dee Kub/Ka" männlich/weiblich. Als krönenden Abschluss der Tempeltour hatten wir zuerst festlich geschmückte Thailänderinnen in ihrer Festtracht und Mönche beim Beten erleben dürfen.

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Thailänderinnen - festlich geschmückt

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Buddhistische Mönche beim Beten

Am Abend war dann noch das Buchen des Fliegers von Bangkok in den Süden zu erledigen: Diese Aufgabe raubte uns viel Energie, zuerst war das Internet im Internet-Cafe schrecklich langsam und als wir uns dann endlich für eine Fluglinie + Termine entschieden hatten und alle notwendigen Daten eingegeben hatten versagte Elisabeths Kreditkarte den Dienst ... :( sie wusste ihren neu erworbenen Security-Code nicht mehr und so konnten wir den Flug nicht buchen. Also das ganze Prozedere von vorne - diesesmal mit Tobias Kreditkarte. Als wir dann endlich alles abgeschlossen hatten und mit einiger Mühe auch noch die Bestätigung ausgedruckt bekamen sanken wir ziemlich erschöpft ins Bett, mit dem Gedanken einen wunderbaren Sigtseeing-Tag erlebt zu haben und am nächsten Morgen früh aufstehen zu müssen - es wird Adventure-Tour angesagt sein.

16.03.07

Tag 9 - Adventure Tour und Kauffieber

An diesem Tag stand die "abgespeckte" Variante der Trekking-Tour auf dem Programm, ein "One-day-trip" mit Elefanten reiten, Baden in einem Wasserfall, "Walking", Besuch bei einem kleinen Bergdorf und Bambu-Rafting. Also kurz gefasst eine perfekt koordinierte Touristen-Tour geeignet fürs Kleinkind bis zum O-papa; wir mitten drin. Wir dachten uns, dass wir mit dieser Variante gleich "mehrere Fliegen mit einer Klatsche" kriegen konnten und auch die blasenfreundliche Variante auserkoren hatten.
Wir starteten um 8.30 Uhr von unserem Guesthouse aus mit 6 weiteren Touristen (2 Koreanerinnnen, 2 Briten, 2 Französinnen) die Tour. Gleich zu Beginn ging es los mit dem Elefantenreiten! Ganz bequem waren ca. 2 Meter hohe Bambus-Stufen aufgebaut, um leichter auf den Rücken der Elefanten zu kommen. Kurz darauf saßen wir zu Zweit auf "unserem" Elefanten mit einer kleinen Staude Bananen in der Hand um unseren Elefanten ein bisschen zu motivieren... Der Guide, welcher auf dem Kopf des Elefanten saß, leitete unsere Elefanten-Karawane sicher durch die hügelige Landschaft von Chiang Mai. Unser Lauf-Elefant (wir überholten mit ihm alle anderen Elefantenreiter) brachte uns wieder sicher an unseren Ausgangspunkt zurück, zum Abschluss gab es noch die Möglichkeit vor dem Elefanten zu posieren und Fotos zu machen. Man muss sich das Ganze so vorstellen - man sitzt auf einem 2,5m Tier, das geschätzte 2 Tonnen wiegt, bewegt sich durch die Landschaft und bekommt ständig seinen Rüssel vor die Nase gehalten um auch die letzten Bananen in seinem großen Rachen verschwinden zu sehen - alles in allem natürlich sehr beeindruckend und irgendwie auch ein bisschen furchterregend (inkl. laut kreischender Koreanerin).

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Wir und unser Elefant

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Elefanten Tankstelle

Weiter ging die Tour in Richtung Wasserfall, wir marschierten ungefähr 1 Stunde bei ca. 36 Grad zu einem herrlichen Wasserfall, wo es auch möglich war eine Abkühlung zu nehmen und baden zu gehen. Gleich anschließend ging es zu Fuß weiter um das Bergdorf zu besichtigen. Wir sahen dort Menschen, die aus Myanmar vertrieben wurden und sich nun im Norden von Thailand angesiedelt haben. Diese Menschen leben in ärmlichen Verhältnissen und sind trotzdem sehr, sehr freundlich. Einige bieten selbst gewebte Schals und Ketten an, Elisabeth kaufte dort eine handgemachte thailändische Kuhglocke und hat eine Riesenfreude damit!

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Wanderung zum Wasserfall inkl. Baden

Gleich anschließend wurden wir zu einer Hütte gefahren, wo uns ein sehr schmackhaftes, natürlich thailändisches, Essen serviert wurde. Nach der kurzen Mittagspause ging es weiter zum Bambu-Rafting. Uns wurde schon im Guesthouse beim Buchen der Tour gesagt, wir sollten eine 2. Garnitur an trockener Kleidung mitnehmen, noch wir beide wollten es nicht wahr haben, dass wir beim Bambu-Rafting dermaßen nass werden können ... Das Bambu-Rafting artete in einer Massen-Wasser-Schlacht aus und alle waren binnen kürzester Zeit von oben bis unten nass - besonders nass gemacht hatten uns einheimische Kinder, die am Fluss wohnen und mit Riesenvergnügen alle vorbeikommenden Flosse "attackieren". Es war ein RIESENSPASS und die Insassen auf den anderen Booten wurden natürlich noch nässer wie wir - also Sieg für unser Floss ;)

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Mit dem Bambus Floss den Fluss hinunter

Nachdem wir am Abend wieder in unser Guesthouse zurückgebracht wurden, beschlossen wir an unserem letzten Abend in Chiang Mai noch eine ausgedehnte Shopping-Tour auf dem großen Night-Bazaar zu machen. Gesagt, getan. Elisabeth war natürlich sofort dem Kauffieber erlegen, und nach einiger Zeit war auch Tobi in den Genuss des Kaufrausches geraten. Wir hatten riesigen Spass auf dem Markt, wo es viele Schnäppchen und Accessoire zu erstehen gab - wir hatten im großen Stil zugeschlagen! Das Feilschen wurde mit der Zeit fast zu einer Leidenschaft und so haben wir sogar bei einem Artikel um 10 Baht (= 20 cent) zu feilschen begonnen und ihn dann um 6 Baht (= 12 Cent) bekommen ;)
Ergebnis der Shopping-Tour: Ein ganzer Rucksack (der natürlich auch auf dem Bazar gekauft wurde) wurde vollgefüllt und "luxuriöser" Weise sind wir dann mit dem Tuk-Tuk zum Wahnsinnspreis von 50 Baht (1 Euro) heimgefahren. Wir freuen uns schon riesig unsere Wohnung mit den vielen neuen Dingen zu dekorieren und die Mitbringsel zu verteilen!

Noch eine Nacht in Chiang Mai und dann wird es am nächsten Tag um 7.00 Uhr früh mit dem Bus weitergehen nach Sukhothai!

17.03.07

Tag 10 - Anreise nach Sukhothai

Früh morgens um 5.30 Uhr holte uns der Wecker aus unseren Traumen und wir brachen mit einem Tuk Tuk auf in Richtung Arcade Busterminal, Chiang Mai. Auf dem Weg dort hin, die Sonne war noch nicht aufgegangen, sahen wir erstmals die Mönche am Morgen durch die Strassen ziehen um Gaben von den Glaubigen zu empfangen. Die Mönche haben ja so keinen Besitz und leben nur von dem, was sie an Gaben bekommen. Und nicht dass man meinen möchte, die Mönche wären dankbar für die Gaben, nein, die Gläubigen, die die Gaben herschenken sind dankbar dafür, dass sie Gaben geben können! Diese Dankbarkeit äußert sich darin, das die "Spender" vor den Mönchen knien während sie die Gaben verschenken ... Interessante Denkweise, nicht wahr?

Gemäß Information in der Touristeninformation fuhren zu jeder vollen Stunde Busse nach Sukhothai, als wir am Bahnhof ankamen, sagten uns die freundlichen Leute am Ticketschalter, der Bus gehe in 5 Minuten, wir sollen uns beeilen! Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet uns, es war 5 Minuten vor halb 7. Fragend sahen wir uns an und entschieden blitzschnell diesen Bus zu nehmen; die Frage nach dem Warum der Bus jetzt schon fährt sparten wir uns (Zeitpläne sind in Thailand nicht so entscheidend) und stiegen in den gut gekühlten Bus.

5 1/2 Stunden später krochen wir wieder aus dem Bus - der Po tat vom Sitzen weh und wir waren froh uns endlich wieder ein wenig ausstrecken zu können. Wir schnappten unser Gepäck und versuchten gleich das Ticket für die Weiterfahrt am nächsten Tag nach Bangkok zu kaufen (wir mussten auf jeden Fall am nächsten Tag in der Nacht mit einem Bus nach Bangkok kommen, da wir von dort den Flug nach Krabi gebucht hatten). Die Kommunikation mit den Schalterbeamten war etwas schwierig, trotzdem bekamen wir nach einiger Zeit zwei Tickets für den Bus, diesesmal erste Klasse und etwas teurer (6 Euro für 7 Stunden Fahrt), aber zum Schlafen dadurch hoffentlich besser geeignet.

Vom Bahnhof aus telefonierten wir kurz mit unserer präferierten Unterkunft hier in Sukhothai und checkten, ob es freie Zimmer zu einem guten Preis gab. Nach einem längeren Gespräch mit der einzigen (?) Taxifahrerin am Busbahnhof ließen wir uns Schluss endlich doch von ihr ins Hotel fahren, für stolze 150 Baht und wir fühlten uns das erste Mal über den Tisch gezogen. Doch wer weiß? Vielleicht sind ihre "G'schichteln" ja doch wahr gewesen ...

Im Old Town Guesthouse gleich neben dem wunderschönen historischen Park von Sukhothai hatten wir ein sehr schönes, großes Zimmer mit Kühlschrank und Aircondition, obwohl wir das in Betrieb nehmen der Aircondition noch in keinem Guesthouse bisher geschafft haben ...

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Erster Eindruck von Sukhothai

Am Nachmittag starteten wir los und kauften ein Ticket um alle Sehenswürdigkeiten und Parkanlagen besichtigen zu können. Es war extrem heiß und wir waren uns beide einig, dass wir so hohe Temperaturen noch nie erlebt hatten! Zu Fuß gelangten wir zum Nationalmuseum, indem viele Ausgrabungsstücke ausgestellt waren und allgemeine Information über die Region angeboten wurden.
Nach der extremen Hitze und Schwitzerei gönnten wir uns ein paar Stunden Rast. Am gleichen Abend planten wir bald zu Bett gehen um am nächsten Tag ab 7.00 Uhr (wenn es hoffentlich noch nicht so extrem heiß sein wird) die Parkanlage und Ausgrabungsstätten mit dem Rad zu erkunden.

18.03.07

Tag 11 - Erforschung von Sukhothai

In der Früh schafften wir es wirklich um 7.00 Uhr aufzustehen um in den Park zu gehen und Räder auszuleihen. Es war kühl und angenehm ruhig und wir genossen den Start unseres Ausfluges mit dem Rad sehr. Der Sukhothai Historical Park ist wirklich sehr eindrucksvoll - alte Tempelruinen aus dem 13. Jahrhundert, ausgegraben und wieder aufgebaut und das alles in der stimmungsvollen Umgebung eines wunderschönen Parks mit viel Grünfläche, Bäumen und Teichen. Dazu die wundervolle Stimmung der langsam erst stärker werdenden Sonne. Die Erforschung mit den Fahrrädern machte uns sehr viel Spass und wir schossen einige eindrucksvolle Bilder, allerdings wurde uns um 10:00 Uhr die stechende Sonne (es war an diesem Tag wirklich extrem heiß) zu viel und wir beschlossen die letzten beiden Stunden bis zum Auschecken in unserem Guesthouse zur Rast und zum Energie tanken zu verwenden.

Frisch gestärkt nach einem Mittagessen brachen wir wieder auf um die weiter entfernt gelegenen Sehenswürdigkeiten des Parkes mit dem Rad zu erreichen - so zB: einen großen sitzenden Buddha, einen Tempel der von Elefantenstatuen gehalten wird und einen Wat der auf "unglaublichen" 200m Meereshöhe liegt und zuerst mal erklommen werden musste. Die Hitze machte uns natürlich zu schaffen und so beschlossen wir schon am späten Nachmittag nach New Sukothai zu fahren wo uns in der Nacht ein Bus nach Bangkok bringen sollte. Die Fahrt in die Stadt passierte mit einem Massentaxi - man muss sich das so vorstellen: Ein umgebauter Pritschenwagen auf dem ca. 20 Leute sitzen, Bushaltestellen gibt es nicht, der Fahrer bleibt stehen und nimmt einen mit wenn man winkt und um den Aussteigewunsch zu äußern klingelt man, außerdem gibt es keinen Fahrplan, der Wagen fährt wenn genügend Fahrgäste da sind.

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In der Stadt wollten wir uns nur schnell ein Restaurant zum Abendessen suchen, doch das verkam zu einer halben Odyssee. Wir liefen mit unseren schweren Rucksäcken (vorne und hinten beladen) quer durch die Stadt auf der Suche nach einem Lokal und fanden aber nur Märkte - als wir die Stadt schon als lokallos betitelt hatten, wies uns eine freundliche Frau mit 2 Kindern am Moped den Weg zu einem Lokal, wo wir dann etwas überteuert (8 Euro) aßen, uns allerdings gut ausrasteten und den Aufenthalt genossen.
Dann ging es ab zur Busstation wo wir noch ca. 2 Stunden auf den Bus warten mussten um dann am nächsten Tag in der Früh von Bangkok weg in den Süden zu fliegen um auf die erste Insel (Rai Leh) zu gelangen.

Bitte also nicht wundern wenn wir nicht mehr so regelmäßig schreiben können, aber wir haben keine Ahnung wie es mit der Internetverbindung mitten im Meer aussieht ;)

es gibt übrigens zwei neue Kategorien im Weblog: Reiseroute und Unterkünfte - viel Spass damit!

20.03.07

Tag 12 + 13: Ab in den Sueden

Zuerst noch ein Nachtrag zum vorherigen Tag: Nachdem wir das Internet-Cafe verlassen hatten mussten wir in 2h zum einige km entfernten Busbahnhof gelangen. Wir vertrauten dem Touristentrick: Einfach vollgepackt am Straßenrand marschieren, nach spätestens 2min bleibt ein fahrbarer Untersatz stehen, der einem für "fifthy baht" zum gewünschten Ziel bringt.
Soweit zur Theorie ... nur diesesmal funktionierte es nicht!
Nach einer halben Stunde Marsch inkl. 20 Kilo Gepäck pro Person waren wir schon etwas verzweifelt und total durchgeschwitzt, bis uns einige Männer ansprachen - wo wir hinwollen. Wir dachten zuerst das seien TukTuk-Fahrer, aber als der Mann, der mit uns sprach, nachdem wir die Location genannt hatten, herumüberlegte wieviel er verlangen sollte und schließlich 60 Baht sagte war uns klar - da will sich ein Einheimischer ein bisschen was (zB: sein Abendessen) dazu verdienen.
Wir waren sehr froh und erleichtert jemanden gefunden zu haben und handelten ihn nur mehr pro forma auf 40 Baht herunter - gezahlt hätten wir in diesem Moment auch ein Vielfaches.
Also ab im Privatauto zum Busbahnhof - der Fahrer rief bei der Abfahrt seinen Freunden noch etwas aus dem Fenster zu, worauf die lauthals loslachten - Elisabeth interpretierte es dem Tonfall nach mit: "De Turistn stingan wia d'Sau!!". Ok, wir hatten eine anstrengende Rucksack-Schlepperei hinter uns und es war auch in der Nacht brütend heiß, also war das schon möglich - die Asiaten sind da angeblich sehr empfindlich.
Also ging es mit Spitzen bis zu 120 km/h quer durch die Stadt, der Mann hatte anscheinend keine Angst vor der Polizei, aber kein Wunder - er war ja wahrscheinlich selbst einer (Polizei-Jacke + Funkgerät im Auto). So erreichten wir schnell unser Ziel, wo wir nach einer kurzen Wartezeit ("versüßt" durch eine Kakerlake auf Elisabeths Rucksack) in unseren Bus inkl. Stewardess nach Bangkok aufbrachen.Der Bus war echt komfortabel - zwar nicht unser österreichischer Standard, aber die Sitze zurückstellbar plus viel Platz zum Schlafen. Erheitert hatte uns das angekündigte Meal im Bus (Tobias hatte sogar kurz überlegt deswegen das Abendessen einzusparen): 12 Erdnüsse + 2 Kekserl + kleine Flasche Wasser -> da hätte uns der Magen ja schön geknurrt.

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New Sukhothai Busbahnhof

Problemlos erreichten wir um 5Uhr in der Früh Bangkok. Die Eindrücke waren überwältigend: gleichzeitig erreichten Dutzende Busse den Busbahnhof, die Passagiere wurden in hunderte Taxis verfrachtet (die in 9 Spuren aufgereiht warteten) und koordiniert wurde das Ganze von einigen Einweisern die lautstark pfeifend das ganze Chaos zu sortieren probierten. Wir standen ein paar Minuten nur da, verblüfft und von den ganzen Eindrücken überwältigt bevor wir auch in ein Taxi verfrachtet wurden. Wir ließen uns zur nächsten Metro-Station verfrachten, warten bis 6 Uhr bis die geöffnet hatte und fanden mit Hilfe einer freundlichen Schalterbediensteten dann die billigste Lösung um zum Flughafen zu gelangen: Metro + Öffentlicher Bus + Gratis Shuttle Bus zum richtigen Terminal für uns beide weniger als 100 Baht - es fuhren diese Route auch nur Einheimische :)
Am Flughafen haben wir uns erstmal frisch gemacht (waschen auf der Toilette inkl. Leiberl wechseln) und frühstückten gemütlich, bevor wir etwas unruhig (leichte Turbulenzen) nach Krabi geflogen wurden.

Dort angekommen nahmen wir mit 2 Schweden ein Taxi zum Pier von Krabi, wo wir ein Longtailboat nach Rail Leh charterten. Pünktlich 2 Minuten nachdem wir das Ticket gekauft hatten begann es zu gießen, wir meinen damit REGEN! Wir packten neben den 2 staunenden Schweden unsere Regenjacken aus.

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Ankunft im Süden - es regnet zum ersten Mal in Thailand

Haben wir schon erwähnt, dass ich (Tobias) eine Unverträglichkeit gegen junge Piefke Touristen habe? Ein Beispiel gefällig: Kurz nach uns stürmten 4 dieser Spezies herein, lärmend und polternd, und buchten ein Longtailboat und Unterkunft (für das Boot zahlen sie gleich 20 Baht pro Person mehr als wir). Mit unserem Glück kamen sie natürlich zu uns aufs Boot und da wir mit den Schweden nur Englisch redeten, checkten sie es nicht, dass wir mit ihnen eine Sprache teilen (sondern erst dann, als wir uns am Strand wieder über den Weg liefen, sie uns auf Englisch ansprachen und Elisabeth auf Deutsch antwortete).

Der Regen hörte nach einer guten halben Stunde ebenso schnell wie er begonnen hatte wieder auf und mit etwas Verspätung (unser Fahrer musste das Boot noch leer schöpfen) brachen wir auf. Endlich Meer!! Zwar nur auf dem Boot, aber die Weite war trotzdem wunderbar. Nach ca. 1 Stunde Fahrt kamen wir auf der Insel an - da Ebbe war, mussten wir ziemlich ein Stück durch knietiefes Wasser gehen inkl. laut fluchender deutscher Tussen mit Turnschuhen und Koffern, die uns dann später erzählten, dass sie sich "total verscheißert" fühlten - naja ist halt nicht Ballermannsex auf Mallorca sondern Easy-Life in Thailand.

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Mit dem Longtailboot nach Rai Leh

Auf Rai Leh liefen wir fast eine Stunde mit unseren Rucksäcken herum um eine gute und günstige Unterkunft zu finden. Wir mussten feststellen, dass die Preise höher und die Qualität der Zimmer schlechter als im Norden von Thailand war. So nahmen wir dann eine Unterkunft, die zwar noch immer noch genug kostete (1000 Baht), aber sauberkeits-mäßig (trotz Schimmel im Bad) für uns ok war.
Dann ging es aber ab zum Strand - Rai Leh war landschaftlich wirklich eindrucksvoll, Elisabeth empfand die Bucht gar als total postkartentauglich und so beschlossen wir gleich noch einen ganzen Badetag anzuhängen.

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Rai Leh Beach

Am übernächsten Tag (Mittwoch) wird es aber weiter gehen nach Ko Lanta, Rai Leh war uns zu teuer, zu touristisch (bis zum ersten unfreundlichen Personal in Thailand, das einfach abgearbeitet nach einen langen Saison wirkte) und zu viele Deutsche (Siesta - Stichwort für uns ist als uns eine Stimme aus dem Schlaf riss "Mann, ich wär auch gern so braun"). Unseren ersten Sonnenbrand haben wir trotz aufpassen, aber anscheinend nicht genug, auch bekommen.

Am Abend hatten wir das volle Show-Kochen erlebt! Wir beide haben Fisch bestellt, welcher direkt neben uns aufs feinste gegrillt wurde. Als Beilage gab es Kartoffel in der Folie und Maiskolben. Geschmeckt hat die Gesamtkomposition hervorragend! Mit einem Cocktail ließen wir den Abend noch ausklingen.

PS: So wie es derzeit aussieht, hat Elisabeth ihr Handy irgendwo in Thailand angebaut, also sms schreiben hat diesbezüglich keinen Sinn.

21.03.07

Tag 14 - 25: Ko Lanta

Am folgenden Tag ging es früh mit dem Speedboat weg von der Rai Leh Richtung Ko Lanta. Durch den Marsch zum anderen Beach, wo wir zusteigen konnten, hatten wir unser Workout, bei fast 40 Grad Celsius mit 20 kg Gepäck 15 min marschieren, für diesen Tag schon wieder absolviert ;)
Mit unserem Glück trafen wir am Strand unsere Lieblingsdeutschen wieder - die natürlich die gleiche Fähre nahmen und schon wieder die Unterkunft irgendwo - in einem sogenannten Reisebüro - gebucht hatten, die zahlen anscheinend gerne mehr Geld für die gleiche Leistung ...

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Auf dem Weg nach Ko Lanta

Die Überfahrt mit dem Boot genoss ein Teil von uns (Tobias) mit Betrachten der unendlichen Weite des Ozeans sehr, während der andere Teil (Elisabeth) die ganze Zeit mit Übelkeit kämpfte - sodass wir auf Ko Lanta zuerst mal eine ordentliche Rast, plus verspätetes Frühstück, machten.

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Ein letzte Blick zurück auf Rai Leh

Nach dieser Rast war der ärgste Rummel am Pier (wo um jeden Touristen der mit dem Boot ankommt geworben wird) auch vorbei und wir wurden schließlich von unserer gewünschten Unterkunft "gefunden". Nach einem wilden Ritt ganz in den Süden der Insel hinten auf der Ablagefläche des Pick-Ups (inkl. jammernder deutscher Touristinnen - "Mir tut mein Popo so weh und wehe das ist nicht schön dort!" - ja die sind da anscheinend leider überall) erreichten wir etwas rot eingefärbt, durch den Staub, unsere Bungalows - wir glaubten im Paradies angekommen zu sein: wunderschöne Bambushütten, ca. 20 Schritte vom Strand entfernt, rauschendes Meer, welches einen in den Schlaf wiegte, ruhige Bucht mit wenigen Leuten am Strand, freundliche Gastgeber, gutes Essen und billige Cocktails :)))))
Zudem trafen wir auch Dani und Nina mit denen wir gleich ordentlich Erlebnisse austauschten - die können übrigens auch in ihrem Weblog DaNi OnTour nachgelesen werden.

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Der erste Blick auf "unseren" Strand

Wir beschlossen sofort hier mindestens eine Woche zu bleiben, zum Ausspannen, Baden, Lesen, Zeit vertrödeln, ... hoffentlich werden nicht zu faul sein um dann mal unsere Eindrücke zu veröffentlichen.

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Unsere Bambushütte - Lebensraum für die nächste Zeit

Das Wichtigste zum Schluss: @Erwin: Alles Liebe und Gute zum Geburtstag, wir hoffen du hast auch ohne uns nett gefeiert!

25.03.07

Impressionen aus Ko Lanta

Tagesablauf: Aufstehen, Sonnen + Baden, Lesen, Musik hören, Mittagessen mit Nina und Dani, Siesta, Lesen, Sonnen + Baden, Abendessen mit Nina und Dani, Spiele, ...

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Sonnenuntergang am Strand

Also ihr seht, wir sind im vollen Stress :) - es ist wunderschön hier und wirklich ruhig, die einzige Lärmbelästigung in der Nacht sind Tiere um unseren Bungalow (Geckos, Affen, ...) und der Muezzin, wenn er zum Beten aufruft (Ko Lanta ist muslimisch).
Vielleicht schaffen wir es ja auch mal wieder aktiv zu sein und borgen uns ein Moped aus um die Insel zu erkunden, ein Schnorchelausflug ist auch noch geplant, bevor wir dann voraussichtlich am Freitag aus dem Paradies aufbrechen, zurück in die Realität nach Ko Phi Phi. Doch daran möchten wir jetzt noch gar nicht denken - denn dann geht es auch bald wieder nach Hause.

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Blick von der Veranda unserer Hütte aus

Also flüchten wir uns jetzt wieder in die Welt unserer jeweiligen Bücher - Tobias ins finstere Mittelalter mit "Die Säulen der Erde" (danke an HPK fürs Borgen) und Elisabeth in eine tragische Liebesgeschichte in Chile während der Zeit der Militärdiktatur mit Isabel Allendes "Von Liebe und Schatten" bevor wir dann wieder zum Strand gehen und der ewige (leider nicht ganz) Kreislauf, -> siehe Tagesablauf, weiter geht ... vielleicht schaffen wir es wiedermal Volleyball mit den Einheimischen zu spielen, aber wer weiß das schon?

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Sonnenuntergang Tag X

27.03.07

Tag 20 - Wir erforschten Ko Lanta

Nachdem wir die Tage zuvor ausschließlich zum Baden am traumhaften Strand und Nichtstun im Schatten verwendet hatten und sich unser Aktionsradius auf ca. 40 Meter (inkl. Baden, Essen, Einkaufen, Internet, etc.) beschränkt hatte, beschlossen wir einen Ausflug per Moped zu machen um so Ko Lanta etwas besser kennen zu lernen. Wir lechzten bereits nach neuen Abenteuern, da auch sämtliche Bücher ausgelesen waren.

Früh am Morgen mieteten wir uns "Sky", unser Automatik-Moped bei unserem Bungalow-Vermieter zum Preis von 300 Baht (ca. 6 Euro). Sogleich brausten wir (Elisabeth am Steuer) los und das erste Abenteuer wurde das Tanken bei einer Tankstelle gleich ums Eck, welche aus einem Fass mit Benzin + Schlauch und Pumpe bestand. Tankwart war eine schwarz verschleierte Frau, welche nebenbei auch noch einen "Tankstellenshop" betrieb. So, aber danach stand unserem Ausflug nichts mehr im Wege. Doch bald gelangten wir an einen abenteuerlichen Straßenabschnitt von mehreren Kilometer Länge, welcher nicht wie gewohnt asphaltiert war, sondern aus gepresster Erde bestand , in die sich durch Abnutzung und Regen riesige Schlaglöcher und Rinnen hineingegraben hatten. Während der Fahrt auf dieser Teilstrecke waren wir nur darauf konzentriert den besten Weg quer über die Strasse zu finden und hofften dabei keinem Gegenverkehr zu begegnen.

Nichts desto trotz schafften wir es zu unserem ersten Ausflugsziel: Tham Khao Mai Kaew, ein Höhlenkomplex im Herzen Ko Lantas. Wir parkten unser Moped im Schatten und gingen zu einer Hütte, die so aussah, als ob wir uns dort für eine Tour zu den Höhlen anmelden könnten. Wir bezahlten 200 Baht für die Tour und wurden zusätzlich mit Taschenlampen ausgestattet. Dort war sehr wenig los: Nur ein Mädchen, Natalie aus Südafrika, wartete auch schon auf den Tourguide. Wir plauderten ein wenig mit der Südafrikanerin und gleich darauf ging es zu Fuß los, geleitet von unserem Guide, zu den Höhlen.

Wir marschierten ca. 2 km entlang eines kleinen Trampelpfades durch einen für Ko Lanta typischen Mangrovenwald. Die Wanderung durch den Wald war bereits ein Abenteuer für sich und die Geschichten von unserem Guide, welcher davon erzählte, dass es im Wald armdicke Schlangen gibt, ließen die für uns fremden riesigen Bäume, Blätter, Sträucher und Farne noch mysteriöser erscheinen.
Plötzlich blieb der Guide, der als erster durch den Wald marschierte, stehen und deutete auf eine Baumstamm neben dem Weg. Ein Salamander (Gecko) sass darauf und schien die vereinzelten Sonnenstrahlen zu genießen. Der Guide griff schnell zu und nahm den ca. 25 cm langen Gecko am Schwanz und hielt ihn Elisabeth drohend vor die Nase - so ein Spaßvogel :-/
Wagemutig nahm auch Tobi den Gecko am Schwanz, welcher sich vor Furcht windete. Nach dem Beweisfoto wurde der Gecko wieder auf seinem Baumstamm abgesetzt und wir zogen weiter.

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Suchbild: wer findet das Reptil?

Nach ca. 30 Minuten flottem Fußmarsch, teils bergauf, teils unter riesigen liegenden Baumstämmen durch, gelangten wir völlig verschwitzt und außer Atem zum Eingang der Höhle.

Nach einer kurzen Pause und der Inbetriebnahme der Taschenlampen glitten wir durch einen schmalen Spalt im Fels hinab in die Höhlenwelt, die uns sogleich in ihren Bann zog. Auf steilen Bambusleitern stiegen wir weiter, tiefer in das Höhleninnere ein.

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Fernab von jeder Zivilisation erforschen wir die Höhle

Wir gelangten zu den verschiedensten Arten von Höhlen, so groß wie eine Kirchenhalle mit wunderbarem Echo, Höhlen, deren Boden beim Auftreten ein hohles Geräusch wiedergaben und schmalen Passagen, die wir kniend oder gar robbend durchqueren mussten. Dies alles erforschten wir im schwachen Schein von vier Taschenlampen, was den Gesamteindruck zu einem noch intensiveren Erlebnis machte. Untermalt wurde das Abenteuer von der lebhaften Tierwelt in Form von handtellergrossen giftigen Spinnen, Fröschen und einem Schwarm Fledermäusen. Während der gesamten Tour durch die Höhlen schwitzten wir beide wie noch nie zuvor in unserem Leben, zum einen Teil bedingt durch die körperliche Anstrengung, zum Anderen durch die sehr warme/schwüle Luft in der Höhle. Der Schweiß tropfte unentwegt vom Gesicht und den Armen und unsere Kleidung war komplett durchnässt.
Als wir wieder das Tageslicht erblickten, brauchten wir einmal eine intensivere Rast. Erst jetzt merkten wir, dass wir von der Höhlentour sehr schmutzig geworden waren und unsere Kleidung für den restlichen Tag nicht wechseln konnten ...

Wir kehrten zu unserem Moped zurück und führten unsere Inselerkundung fort, weiter in Richtung Norden der Insel. Während der Fahrt entlang der Küste genossen wir das wunderbare Panorama und staunten über die Tiere (Affen am Straßenrand, tote Schlangen direkt auf der Strasse), bis wir an der Spitze der Insel ankamen, wo wir uns zuerst ein gemütliches Restaurant in der Nähe des Piers suchten. Mit traumhaften Ausblick auf das Meer und die gegenüberliegende Insel mit Palmenstrand genossen wir unser sensationelles Mittagessen: Elisabeth verzehrte ein butterweiches Thunfischfilet, während Tobias Curry mit Riesenkrebsen aß - inkl. Getränke zum Spottpreis von 400 Baht (8 Euro).

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Der Blick beim Mittagessen lässt einem fast aufs Essen vergessen

Nach dieser Stärkung brachen wir dann frisch gestärkt zu einer kleinen Einkaufs- und Internettour im Hauptort der Insel auf, bevor wir dann ganz in den Süden der Insel zu unserem nächsten Ausflugsziel fuhren - einem Leuchtturm an einem einsamen Strand.

52_Leuchtturm.jpgDieser wunderbare Leuchtturm könnte auch in der Bretagne stehen

Doch als wir unser Moped in der Nähe des Leuchtturms parkten, mussten wir fest stellen, das es der kaputten Strasse Tribut zollen musste - in Form eines Platten. Zuerst ließen wir uns den wunderbaren Leuchtturm nicht verderben, doch wieder zurückgekehrt zu unserem fahrbaren Untersatz mussten wir uns trennen - Elisabeths Auftrag war es das Moped so heil wie möglich zu unserer Unterkunft zu bringen und dann nach "Hilfe" Ausschau zu halten, während Tobias den beschwerlichen Weg zu Fuß auf sich nahm (der ganze Weg hätte allerdings sicher bis Einbruch der Dunkelheit gedauert und da ist auf einer Strasse durch den Dschungel zu gehen doch nicht so wirklich angenehm - da fällt einem nur eines ein: SCHLANGEN!!)
Doch so weit kam es Gott sei Dank nicht - Elisabeth traf auf ihrem Weg zurück Brad Pitt (oder einen der so aussah, da sind wir uns noch nicht einig ;) ) und der erklärte sich spontan bereit Tobias zu suchen und zur Unterkunft zu bringen - und so kamen wir doch noch beide vor dem Einbruch der Dunkelheit wohlbehalten zu Hause an, nur müssen wir uns jetzt aus Dankbarkeit alle Filme von Brad Pitt ansehen ;)

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Zu Fuß auf dem Nachhause-Weg

Was blieb sonst noch in Erinnerung ... die Strandhits waren: Elisabeth "Regina Spektor" und Tobias EAV (das Einzige was uns in Thailand noch nicht untergekommen war ist das Lied Samurai) und die Besten (oder in diesem Fall Schlechtesten)-Liste der unnötigesten Sachen unseres Gepäcks wird bereits erstellt!

31.03.07

Tag 24 - Four Island Trip

Nachdem wir unsere Zeitplanung entscheidend ändern mussten (es hat uns auch mal mit Durchfall erwischt - den Eiswürfeln sei "Dank") ging es erst am Samstag auf die gebuchte Schnorcheltour und Phi Phi Island musste leider gestrichen werden.
Wir wurden um 08 Uhr in der Früh abgeholt und zuerst mal mit 3 Deutschen (die motzen weil unser "Taxi" 10 min zu spät kam und sich bereits 2 Minuten nach dem vereinbarten Abfahrtstermin beschweren gingen - wir waren uns sicher, dass die erst am Vorabend in Thailand angekommen sein konnten ;) ) in einen grösseren Ort der Insel gefahren wo noch 6 weitere Personen (damit waren wir acht Personen hinter auf der Heckablage und Elisabeth hatte eine intime Bekanntschaft mit einem Gecko, der nach lautem Schrei allerdings wieder verschwand) zu stiegen.

Wir waren eine illustere Gesellschaft die zum Schnorchelausflug aufbrach:
- 2 Italiener: sie mehr nackt als angezogen (wir wussten nicht, dass es so kleine Bikins und Strings gibt) und schaute schon richtig verbrannt vom vielen Sonnenbaden aus, trotzdem legte sie sich jede freie Sekunde vorne quer in den Bug des Bootes, zum Sonnen wie eine Gallionsfigur
- 2 Franzosen; mit der perfekten Schnorchelausrüstung, die sie selber mitgebracht hatten, die Flossen zog Tobias dann gleich mal kurz testweise an
- 2 Thailänderinnen, die NICHT SCHWIMMEN konnten und mit Leiberl und Hose ins Wasser gingen
- unsere 2 Guides

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Vorbei an diversen Trauminseln

So brachen wir auf und mussten zuerst eine weite Strecke über das sehr unruhige Meer mittels Longtailboot (= kleine Nussschale mit Motorantrieb in Form eines Propellers am hinteren Ende) zurück legen - wir wurden dementsprechend durchgeschüttelt und waren nass von oben bis unten. Nach dieser gut einstündigen Fahrt erreichten wir die erste Insel unserer Tour wo wir gleich mal inmitten eines Haufen von Touristen abgeladen wurden, um zu schnorcheln. Es waren viele schöne Fischschwärme zu beobachten, allerdings war das Meer etwas trüb und es waren einfach zu viele Leute im Wasser um halbwegs ungestört zu schnorcheln. Also kehrten wir ziemlich schnell wieder auf unser Boot zurück und fuhren zur nächsten Insel, die zwar sehr beeindruckend aussah, allerdings waren die Fische anscheinend gerade auf Urlaub und das Schnorcheln deswegen nicht wirklich aufregend!
Auf zur dritten Insel! Hier war endlich der versprochene Cave (=Höhle), der beim Buchen Hauptgrund war diese Tour zu wählen (gegen den Rat unserer Gastgeberin). Beim ersten Versuch die ca. 150m lange, stockfinstere Höhle zu durchschwimmen verloren wir unseren Guide, den Einzigen mit Taschenlampe, und beschlossen deswegen schnell umzudrehen bevor wir in diesem Höhlengewirr verloren gingen. Doch der Guide war so nett und holte uns nochmal extra ab und so durchschwommen wir die Höhle, diesesmal komplett, um dann auf der anderen Seite an einem Traumstrand herauszukommen, der die Mühe eindeutig entlohnte. Es war hier wie wir uns "The Beach" (aus dem gleichnamigen Buch) vorstellen, nur kleiner: versteckte wunderschöne Bucht mitten im Dschungel und blitzblankes Wasser. Hier verbrachten wir eine Zeitlang einfach nur damit im Sand zu liegen und die Gegend zu betrachten, bevor wir dann aufgescheucht durch eine Horde Japaner (die laut schreiend an einem Seil mit Schwimmwesten durch die Höhle gezogen wurden) wieder zurück schwammen.
Nun ging es zur vierten Insel, wo wir uns intensives Schnorcheln erwarteten (schließlich hatten wir die Tour als solches verkauft bekommen) - doch weit gefehlt: Wir landeten an einer wunderbaren Bucht, wo wir allerdings nur unser Mittagessen serviert bekamen und Siesta am Strand machten - von Schnorcheln weit und breit keine Spur. So genossen wir einfach diese wunderschöne einsame Insel im Schatten bei einem Schläfchen um dann wieder durch die rauhe See nach Ko Lanta zurück zu kehren. Wir beschlossen das ganze Event einfach als Ausflug zu sehen und waren froh viel Schönes entdeckt zu haben, während die anderen Touristen (vor allem die Franzosen mit der perfekten Ausrüstung) eher beleidigt abrauschten.

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Mittagspause auf dieser einsamen Insel - da schmeckt auch das karge Essen

Wieder zurück bei unserem Bungalow gab es das letzte Abendessen (wo wir ordentlich schlemmten) und den letzten Spaziergang am einsamen Strand (wo wir wehmütig Abschied nahmen), bevor wir dann unseren Rechnung, all inclusive Urlaub 11 Tage lang, mit ca. 290 EUR beglichen und unsere letzte Nacht im "Kampf" gegen die Natur dort verbrachten.
Apropos "Kampf gegen die Natur": Am Tag zuvor hatte Tobias einen ziemlich fetten Spiderman, der sich strickt weigerte unser Bad zu verlassen, mit mehreren Schlägen erlegt, nur um kurz darauf seinem großen Bruder zu begegnen und den Kampf aufzugeben. Ebenfalls eine Niederlage haben wir gegen die Mäuse einstecken müssen - nach einem immensen Kraftaufwand und das ging so: Tobias hielt die Maus mit Besen und Plastikschüssel davon ab zurück ins Loch zu klettern, während Elisabeth das Mauseloch mit einer Muschel, die mit Hansaplast befestigt wurde, verklebt - nur um am nächsten Tag fest zu stellen, dass das Hansaplast fein säuberlich durchgebissen worden war. Damit hatten wir genug und so gaben wir uns geschlagen in dem wir die Tierwelt in Ruhe ließen und uns unter unser Moskitonetz verkrochen. So verbrachten wir dann auch eine halbwegs ruhige letzte Nacht in unserem Bungalow.

@Ace: alles Gute zum Geburtstag - feiern holen wir dann im Krumau nach :)

1.04.07

Tag 25 - Wir verließen Ko Lana Yai

Die Zeit des Aufbruches war gekommen - wir standen um 5h50 lokale Zeit (also 0h50 MEZ, damit sind wir sicher nicht Palmesel ;) ) auf um unsere Rucksäcke zu packen, da am Vorabend kein Strom und damit auch kein Licht mehr da war. Nach kurzem Abschied nehmen und letztem Frühstück (mmh Fresh Fruits with yogurt and muesli) brachen wir mit unserem Chauffeur - dem 14-jährigen (?!?) Spross des Clans in die Stadt auf, wo wir nach sehr langsamer Fahrt (wir waren uns sicher: der hat keinen Führerschein) 5min vor planmäßiger Abfahrt des Bootes den Pier erreichten.

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Wir müssen Ko Lanta verlassen :/

Die 2 stündige Überfahrt nach Krabi war problemlos und in Krabi angekommen leisteten wir uns für die eine Nacht so richtigen Luxus mit einem Hotel so um die 28 EUR - Luxus heißt für uns: keine Tiere im und rund ums Zimmer, ein Kasten, Klo mit Spülung, warmes Wasser zum Duschen, großes flauschiges Bett ... man sieht wir sind schon sehr genügsam geworden, genau richtig für die Fastenzeit ;)
Am Abend gingen wir dann zum erstenmal auf einen sogenannten Nachtmarkt Essen. Ein Nachmarkt in Thailand bedeutet, dass unzählige fahrende Händler Campingtische und -sessel aufbauen und aufkochen. Man geht dort hin, schaut ein bisschen zu und wählt sich dann das Essen aus was am besten aussieht. Auf den Nachtmärkten sieht man prinzipiell fast nur Thailänder essen und deswegen ist alles sehr einfach gehalten, aber auch billig und man bekommt wirklich authentisches Thai-Essen vorgesetzt - ein echter TIPP.
Also genossen wir dort ein wirklich hervorragendes Essen (Tobias antwortete auf die Frage "Spicy", "A little bit" und brannte dann fast vor Schärfe ab ...) inklusive eines grandiosen Mango-Shakes und Pancake zur Nachspeise bevor wir am romantische Pier zurück zu unserem Hotel spazierten.

Leider ging es dann am Abend Tobias nicht so gut - eindeutige Grippe Symptome mit Schnupfen, Gliederschmerzen und Fieber und uns packte natürlich (unterstützt durch Reiseführer und Internet) gleich die Malaria-Paranoia ... bei Fieber soll man in Thailand sofort Malaria testen lassen, aber zuerst mal die Nacht vorübergehen lassen!
Am nächsten Tag bekamen wir sogar Frühstück, bevor wir dann zu Mittag nach Bangkok weiterfliegen.

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Blick vom Frühstückstisch aus

2.04.07

Tag 26 - Zurück nach Bangkok

Der Reise nach Bangkok stand in der Früh nichts im Wege - Tobias war zwar noch etwas geschwächt, aber das Fieber hatte nachgelassen und so genossen wir unser karges Frühstück gewürzt mit einem wunderbaren Blick auf das Meer, bevor wir uns vom Taxi zum 16km entfernten Flughafen kutschieren ließen.
Während dieser Fahrt entwickelte sich ein angeregter Austausch mit unserem Fahrer - wir erzählten ihm von unserer Kultur, er von seiner, was für beide Seiten sehr spannend war. Wirklich ungläubig reagierte er, wie wir erzählten, dass in Österreich Essen gehen mehr als das zwanzigfache als in Thailand kostet und wir die meiste Zeit selber kochen.

Der Flug nach Bangkok verlief dann sehr problemlos, allerdings erschlug uns die Hitze beim Aussteigen aus dem Flugzeug. Es hatte 41 Grad (gefühlt wie 45 Grad) und laut Auskunft eines Einheimischen waren es die heißesten Tage des Jahres ... :/
Wirklich bemerkenswert ist es, welch unterschiedliches Temperaturempfinden der Körper haben kann: Als wir die Klimaanlage auf 26 Grad stellten und dann ins Zimmer kamen empfanden wir es als sehr kalt und stellten sie sofort wieder ab - in Österreich schlafen wir mit bis zu 10 Grad weniger im Schlafzimmer!
Durch die Hitze waren wir vom langen Weg vom Flughafen (auch wir sind Activity Profis, die Ticketverkäuferin im Bus erkannte Tobias Pantomime für U-Bahn sofort und sagt strahlend "Subway") bis zu unserem Guesthouse total erschöpft und durchgeschwitzt und der Gesundheitszustand von Tobias verschlechterte sich wieder. Das Wendy Guesthouse kam uns bei der Ankunft extrem sauber und luxuriös vor, bei der Ankunft in Thailand vor cirka vier Wochen waren wir da noch nicht so begeistert, doch in dem Moment, nach 4 Wochen mit teilweise sehr einfachen Unterkünften, war uns klar, wieso im Reiseführer bei Wendy Guesthouse "sehr sauber" steht und auch Dani und Nina derselben Meinung waren - für diesen Preis und für Thailand ist es wirklich extrem sauber und gepflegt.

Nach einer kurzen Rast führte uns der nächste Weg ins benachbarte MBK Einkaufszentrum, wo wir eine Pharmacy (Apotheke) wegen Tobias Fieber & Co suchten. Das Einkaufszentrum ist gigantisch - 8 Stockwerke mit 89000 Quadratmeter Verkaufsfläche, alles von riesigem Ausmass mit extrem vielen Thais, die dort einkaufen. Die von der Apotheke waren sehr freundlich und hilfsbereit und legten uns nahe das nächste Krankenhaus aufzusuchen um den Malaria Quick-Test zu machen.
Wir fanden dann fast nicht mehr raus aus dem MBK, aber als wir endlich einen Ausgang gefunden hatten begaben wir uns gleich ins "Christian Hospital" in Bangkok.
Im Krankenhaus schaffte Tobias es dann auf den 3ten Versuch (sehr zur Erheiterung der Krankenschwester) Fieber zu messen (39 Grad, was gleich zu ein bisschen Aufregung bei den Schwestern führt, und das wegen etwas Fieber ...) und wir erhielten nach dem Gespräch + Untersuchung durch einen Arzt die Diagnose Grippe und bestanden dann allerdings noch auf einen Malaria-Schnelltest um unsere Paranoia endgültig zu beseitigen.
Nach kurzer Wartezeit hatten wir das negative Testergebnis und wir brachen vollgepackt mit sechs (6!!) verschiedenen Medikamenten (Antibiotikum, Mittel gegen Schnupfen, gegen Husten, gegen Halsweh, gegen Fieber und Schmerzen, sowie ein Mittel gegen allergische Reaktionen auf die anderen Mittel) erleichtert nach Hause auf.
Der "Verlust" dieser Aktion: 2 Stunden Zeit, ca. 20 EUR Kosten und der nächste Sightseeing Tag für Tobias, da Bettruhe bzw. Ausweichen der Hitze verordnet wurde. Der "Gewinn": ein thailändisches Krankenhaus von innen gesehen zu haben (sehr positive Eindrücke), Austausch mit freundlichem bis lustigem Arzt (der in den Pausen immer I-Pod hörte), Sicherheit, dass keine Malaria-Erkrankung vorliegt.
Von den Medikamenten wird sicher nur das Antibiotikum eingenommen (und das auch nur wegen dem Rückflug) - der Rest muss sich unterstützt durch Echinacin-Tropfen durch die Selbstheilung des Körpers richten. Wir haben jetzt also die totale Ausrüstung an Medikamenten, wer mal was braucht, einfach melden ;)

Auf dem Weg nach Hause vom Krankenhaus ins Guesthouse wurde Tobias zum ersten Mal, als er zuviel Abstand zu Elisabeth ließ, etwas Anrüchiges angeboten - ein Mann auf der Strasse hielt ihm einen winzigen Schmierzettel mit der Aufschrift "DVD-Sex" unter die Nase (was das bedeuten soll bleibt der Phantasie jedes Lesers überlassen), woraufhin mit ein klarem "No, Thank You" und Aufschließen zu Elisabeth alle etwaigen zukünftigen Verkaufsversuche abgeschmettert wurden.
Wir beschlossen dann noch ein kleines "Lokal" in unserer Strasse (also in der Strasse des Guesthouses) zu besuchen, bestehend aus schäbigen Plastikmöbeln auf offener Strasse, wo wir hervorragend speisten, bevor wir dann sehr müde in unser "eiskaltes" Zimmer (diesesmal 27 Grad) zurück kehrten, wo wir allerdings für die Nacht schnell wieder die Klima-Anlage deaktivierten ...

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Das waren die letzten Zuckungen des Tintenfisches

Am folgenden Tag hieß es für Tobias auf 6. Quadratmetern den Tag runterzubiegen, während Elisabeth plante im MBK Lebensmittel einzukaufen und Chinatown zu besichtigen.

3.04.07

Tag 27 - Bangkok von innen bzw. Chinatown

Nach der verordneten Bettruhe für Tobias blieb ihm nichts anderes übrig als sich den Tag auf ca. 6 Quadratmeter einzuteilen. Das bedeutete: Im Zimmer bleiben, viel schlafen, "Lustiges Dagobert Duck Taschenbuch" aus der "Wendy-Bibliothek" ausborgen zum Lesen (das letzte ist sicher schon mindestens 15 Jahre her), den Fernseher mal intensiver testen (mit englischsprachigen Spielfilmen und Sport auf ESBN, wobei auffiel, dass alle Bierwerbungen rausgeschnitten wurden) und zum ersten Mal die Klimaanlage wirklich laufen lassen.
Unterbrochen wurde diese Eintönigkeit nur durch kurze Besuche von Elisabeth (die in den Pausen die Kühle des Zimmers genoss) und einem gemeinsamen Abendessen. Trotzdem verging die Zeit relativ schnell, da auch das harte Bett und die kühle Temperatur optimal zum Ausruhen beitrugen.

Elisabeth erforschte in der Zwischenzeit Bangkok und begab sich auf die Suche nach Chinatown - hier die Erlebnisse aus ihrer Sicht:
Bewaffnet mit dem Lonley Planet und einer Wasserflasche, die dringend notwendig war um die Temperaturen von über 40 °C irgendwie überleben zu können, gelangte ich mit Skytrain und U-Bahn reibungslos zum Bahnhof. Doch dann begannen die Schwierigkeiten: Rama IV Richtung Chinatown finden, unzählige, 3- bis 4-spurige Fahrbahnen mit extrem viel Verkehr überqueren, Straßenbezeichnungen finden, etc. Nachdem ich keine Ahnung hatte, wo ich war, beschloss ich einfach einmal drauf los zu marschieren in der Hoffnung schon in Chinatown anzukommen. Einige nette Thailänderinnen halfen auch immer wieder weiter und zeigten in die Richtung, in die ich weitermarschieren sollte. So gelangte ich schließlich tatsächlich zu den zwei Wats (Wat Traimit und Wat Mangkon Kamalawat) die ich besichtigen wollte. Blöd war nur, dass ich 20 Minuten zu spät dran war, um den ca. 3 m großen und ca. 5,5 t schweren Buddha aus purem Gold bewundern zu können, da das Wat Traimit um 17.00 Uhr geschlossen hatte. Mit einer saftig-reifen Ananas in der Hand setzte ich mich gemütlich auf eine Parkbank im Wat und genoss dort die Abendsonne in der angenehm ruhigen Atmosphäre des Wats.

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Der Eingang nach Chinatown

Der Weg führte mich per Zufall zum Wat Mankon Kamalawat (ich hatte die Suche danach schon aufgegeben gehabt) wo ich eine buddhistische Zeremonie zu sehen bekam. Mönche und auch viele Gläubige waren in dem Wat versammelt und beteten bzw. sangen - ein tolles Klangerlebnis! Fotos waren nicht erlaubt - erklärte mir freundlichst eine Thailaenderin im Wat, nachdem das erste Foto mit Blitz geschossen worden war ...
Auf dem Bild zu Hause war es dann auch zu lesen "No Photo". So viel zum Thema: wer lesen kann ist klar im Vorteil... Trotzdem freute ich mich uns über das gelungene Foto und die super Erinnerung an das spirituelle Erlebnis im Wat Mankon Kamalawat :)

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Buddhistische Messe

Am Abend im Guesthouse fanden wir dann heraus das Elisabeth gar nicht in das Herz von Chinatown vorgedrungen war. Naja, auch gut - haben wir wenigstens einen Grund nochmal hinzufahren :)

4.04.07

Tag 28 - Shopping-Wahn + Ab nach Hause

Nach unserer letzten Nacht im Wendy-Guesthouse mussten wir zuerst mal packen (mit der Aufgabe möglichst viel Platz für die Einkäufe zu schaffen) und auschecken. Ab dann gab es nurmehr ein Motto: Ab ins MBK und Shoppen, Shoppen, Shoppen und zwischendurch Shoppen.

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Vor dem MBK

So widmeten wir uns voller Leidenschaft und Energie unserem Vorsatz - möglichst allen ein nettes Mitbringsel mitzubringen und nebenbei noch Geburtstags- bzw. Ostergeschenke einzukaufen. Diese Aufgabe nahm uns voll und ganz in ihren Bann und so verbrachten wir 7 (SIEBEN!!) Stunden im Einkaufszentrum auf der Jagd nach Schnäppchen und in intensive Verhandlungen gestürzt, um unseren Vorsatz erfolgreich umzusetzen.

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DAS MBK - gott sei dank noch fast leer

Um unser Ziel, unseren letzten Abend bei einem wunderbaren Abendessen im Le Lys zu verbringen, wurden wir von einem TukTuk-Fahrer gebracht, der nach Nennen unseres Zieles uns ganz woanders absetzen wollte (um in diesem Lokal Provision zu kassieren) und sich dann standhaft weigerte uns zu unserem gewünschten und genannten Ziel zu bringen - da es zu weit weg sei und wir viel mehr zahlen müssen. Dieser Umweg und die unnötigen Diskussionen brachten uns um den letzten Vorrat unserer kostbaren Zeit, den wir noch über hatten, und so mussten wir schweren Herzens in unser Guesthouse zurückkehren um dort schnell etwas zu Abend zu essen und dann zum Flughafen aufzubrechen

Da unsere Abflugzeit mitten in der Nacht war beschlossen wir für die Fahrt dorthin kein zeitliches Risiko einzugehen, sondern gemütlich über unser Guesthouse ein Taxi zu buchen. Für die Fahrt dorthin war laut verschiedenster Auskünfte eine Zeit von 45min zu veranschlagen, doch unser (Renn-)Taxi Fahrer schaffte es in der unglaublichen Bestzeit von knapp 30min, in dem er die ganze Breite der teilweise 6-spurigen Strasse ausnutzte und seinen alten Toyota mit 160 km/h zum Flughafen hetzte. Was er noch schaffte war ein Gelübde von unserer Seite das nächste Mal (sofern es sowas geben sollte) wieder mit den Öffis zu fahren und ein sehr mulmiges Gefühl im Magen, welches wir erst eine längere Zeit nach der Fahrt wieder loswerden konnten.

Dem Heimflug von Bangkok bis Dubai genossen wir mit einem exquisiten Videoprogramm: Elisabeth wählte The Prestige und Tobias Rocky Balboa. Auf der Strecke von Dubai bis München hatten wir dann ein besonderes Erlebnis: Zuerst hatten wir fast eine Stunde Verzögerung bis zum Start, da unser Flieger 2 Rollstuhlfahrer nicht ohne länger Vorbereitung boarden konnte.
Einer dieser Rollstuhlfahrer residierte dann in der Nähe unseres Sitzes und sogar Tobias (der durch Zivildienst im Altersheim doch einiges gewöhnt ist) ließ den größten Teil des Fluges den Kopfhörer eingeschaltet auf dem Kopf - so intensiv war die Geräuschkulisse die uns geboten wurde ... :/

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Stewardess von Emirates

Mit fast einer Stunde Verspätung landeten wir dann am Flughafen in München und waren sofort verblüfft über die frische, kühle, angenehm saubere Luft die uns (neben Elisabeths Eltern) in Empfang nahm. Zuhause in Salzburg angekommen war die Verblüffung noch grösser: Wie groß und sauber uns unsere (normalerweise kleine) Wohnung vorkam, alles ordentlich und alles gemauert und keine Tiere und ... WIR SIND WIEDER ZU HAUSE :)
Um den Unterschied klar zu machen passt am besten das Zitat von Dani: "Österreich, das Land wo man mit Trinkwasser duscht!"

Schön ist es hier auch, doch was einem sofort auffällt ist die Hektik und der finstere Blick der Leute auf der Strasse ... Thailand, Land des Lächelns du fehlst uns!

29.05.07

After Thailand Party

Nach unserer Rückkehr wollten wir allen unseren Freunde auch ein bisschen Thailand-Flair vermitteln und so veranstalteten wir the one and only Thailand-Party - Auszüge aus der Einladung:

Lange angekündigt, einmal schon abgesagt - jetzt ist es soweit;
Lisi and Tobi Entertainment Proudly Presents: The One And Only Salzburger Thailand Party :)

Eckdaten:
-------------
- Datum: Mi, 16.05.2007 (Donnerstag ist Feiertag, also genug Zeit zum Ausschlafen)
- Beginn: ca. 19:30 Uhr
- Mitzubringen: Das typisch thailändische Lächeln und die Freude am Feiern
- Unterhaltung: gute Musik und Thailand-Fotos
- Das Wichtigste zum Schluss: Für das leibliche Wohlergehen ist natürlich gesorgt (Wir sind beide geprüfte, zertifizierte Thai-Köche ;) )

Es gab (wie angekündigt) wunderbare thailändische Speisen, thailändisches Bier, Thailand-Multimedia Show und natürlich den omnipräsenten König von Thailand Bumibol (das ist aber nicht der vom nächsten Photo).

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Mr. Meisterkoch bei der Arbeit

Welch ein rauschendes Fest wir veranstalteten und wie wir sage und schreibe 15 Personen in unserer kleinen Wohnung unterbrachten ist in der Photogalerie festgehalten.

Über diese Seite Thailand März + April 2007

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